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	<description>Das unabhängige Hochschulmagazin für Karlsruhe</description>
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		<title>Neapel – Eine Stadt zwischen Pizza, Pasta und Camorra…</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Back</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Neapel]]></category>
		<category><![CDATA[Pizza]]></category>
		<category><![CDATA[Vesuv]]></category>

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		<description><![CDATA[
Viele Deutsche halten die Hauptstadt der s&#252;ditalienischen Region Kampanien leider nach wie vor f&#252;r die dreckigste und lauteste Stadt Italiens. Einige werden dabei wohl noch die Bilder des M&#252;llskandals im Jahr 2007 vor Augen haben, auf denen die Stadt im Dreck zu versinken drohte. Aber langsam wandelt sich das Klima in Neapel: Die Korruption hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="anreisser" style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-medium wp-image-6575" title="DSC04683" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC046831-224x300.jpg" alt="DSC04683" width="224" height="300" />Viele Deutsche halten die Hauptstadt der s&#252;ditalienischen Region Kampanien leider nach wie vor f&#252;r die dreckigste und lauteste Stadt Italiens. Einige werden dabei wohl noch die Bilder des M&#252;llskandals im Jahr 2007 vor Augen haben, auf denen die Stadt im Dreck zu versinken drohte. Aber langsam wandelt sich das Klima in Neapel: Die Korruption hat nach Jahren ein Ende gefunden. Durch ehrliche B&#252;rgermeister, richtig eingesetzte Gelder und engagierte B&#252;rgerinitiativen werden heruntergekommene Palazzi und Parks, Kunst- und Kulturdenkm&#228;ler restauriert.<br />
Die Stadt, der ehemals ihr schlechter Ruf vorauseilte, erstrahlt in neuem Glanz und ein Besuch der pulsierenden Metropole lohnt sich allemal. Hier nun einige Tipps, die euch die sch&#246;nen Seiten Neapels n&#228;herbringen m&#246;chten:</div>
<p style="text-align: left;"><strong><em>Kunst und Kultur:<br />
</em></strong>Vor allem Kirchen findet man in Neapel – wie auch sonst in ganz Italien – zahlreiche. Besonders sehenswert f&#252;r alle Architekturbegeisterten ist die <em>Basilika San Francesco die Paola</em>, die in ihrem kreisf&#246;rmigen Grundriss mit einer gro&#223;en, hohen Kuppel von 34 Metern Durchmesser dem Pantheon in Rom nachempfunden ist.<br />
<img class="aligncenter size-medium wp-image-6590" title="DSC04688" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC04688-300x224.jpg" alt="DSC04688" width="300" height="224" /> <em>Westseite der prachtvollen Piazza del Plebiscito mit der Kirche San Francesco di Paola</em></p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-6614" title="DSC04767" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC04767-224x300.jpg" alt="DSC04767" width="224" height="300" /> Aber auch sonst finden sich &#252;berall in der Stadt kleine Heiligenalt&#228;re und Wandkapellen, die liebevoll mit frischen Blumen geschm&#252;ckt sind. Kein Wunder, huldigt man hier doch allein 52 verschieden Heiligen, was sich sicherlich als Erbe der heidnischen G&#246;ttervielfalt der Antike, der Griechen und R&#246;mer, die hier einst siedelten, verstehen l&#228;sst. Besonders viele solcher Alt&#228;re kann man im <em>centro storico</em>, der am dichtesten besiedelten Altstadt Europas, die 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erkl&#228;rt wurde, bewundern.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6621" title="DSC04610" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/DSC04610-224x300.jpg" alt="DSC04610" width="224" height="300" />Eine beispiellose Sammlung der antiken Kunst und Kultur Neapels bietet das <em>Museo Archeologico Nazionale</em>. Hier findet man unter anderem die ausgegrabenen Sch&#228;tze aus den versch&#252;tteten St&#228;dten Pompeji, Herculaneum und Stabiae – eindrucksvolle Skulpturen, Mosaike und Fresken. Au&#223;erdem kann man hier im <em>Gabinetto Segreto </em>die jahrelang unter Verschluss gehaltene Sammlung erotischer Darstellungen aus den Freudenh&#228;usern Pompejis bewundern – das Mindestalter hierf&#252;r betr&#228;gt 12 Jahre.</p>
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		<title>Buchrezension: Siegfried Lenz&#8217; Schweigeminute</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 09:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Trauerfeier in der Schule l&#228;sst Christian zu den bedeutsamen Momenten mit Stella Petersen zur&#252;ckkehren. Sie war seine gro&#223;e Liebe &#8211; doch zugleich auch seine Englischlehrerin.
Die Liebe und ihre Tabus sind ein g&#228;ngiges Thema in Literatur und Film. Doch was ist so besonders an Siegfried Lenz&#8217; Novelle, dass ihr im Mai 2008 innerhalb von zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4></h4>
<div class="anreisser"><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/schweigeminute_bild1-187x300.jpg" alt="schweigeminute_bild" title="schweigeminute_bild" width="187" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6471" />Die Trauerfeier in der Schule l&#228;sst Christian zu den bedeutsamen Momenten mit Stella Petersen zur&#252;ckkehren. Sie war seine gro&#223;e Liebe &#8211; doch zugleich auch seine Englischlehrerin.</p>
<p>Die Liebe und ihre Tabus sind ein g&#228;ngiges Thema in Literatur und Film. Doch was ist so besonders an Siegfried Lenz&#8217; Novelle, dass ihr im Mai 2008 innerhalb von zwei Wochen der Sprung auf Platz zwei der Bestsellerliste gelang? </p></div>
<p><span id="more-6466"></span></p>
<p>Auf gerade einmal 128 Seiten erz&#228;hlt Lenz eine Liebesgeschichte inmitten von Wasser, Strand und Booten, die von der Trauer des 18-J&#228;hrigen Sch&#252;lers Christian begleitet wird. Kurze schwarze Haare, helle Augen, attraktiv und immer ein L&#228;cheln auf den Lippen, das war Stella Petersen. W&#228;hrend der Direktor eine Rede h&#228;lt und Sch&#252;ler ungeduldig die Schweigeminute zu &#252;berwinden versuchen, nimmt Christian den Leser immer wieder zu den Erlebnissen seines Sommers mit.</p>
<p>Es sind Ferien in Hirtshafen, einem fiktiven Ort an der Ostsee. Hier begegnen sich Christian und Stella au&#223;erhalb des Klassenzimmers. Ein langer Tanz beim Strandfest, die missgl&#252;ckte Fahrt zu den Steinfeldern und der Notunterschlupf in der H&#252;tte der Vogelinsel lassen die Beziehung der beiden intim werden. In wortlosem Einverst&#228;ndnis k&#252;ssen sie sich in Stellas Hotelzimmer, teilen ein Kopfkissen miteinander und lieben sich schlie&#223;lich unter den Kiefern. Doch es kommt der Punkt der Ratlosigkeit: <em>Was jetzt? Wie soll es in Zukunft weitergehen?</em></p>
<div class="infobox">Prahm, Jollen und Dingis – Mit der Seemannssprache zeigt sich Lenz vertraut. Immerhin spielte sich sein Leben an &#228;hnlichen Schaupl&#228;tzen wie in der Novelle ab. Ein Vorort Hamburgs, Schleswig-Holstein und D&#228;nemark waren solche Stationen.</div>
<p><em>Leise und unspektakul&#228;r</em>, das soll die Art von Siegfried Lenz (*1926) sein, der 1951 seinen ersten Roman <em>Es waren Habichte in der Luft </em>ver&#246;ffentlichte. Sicherlich ist Lenz’ Novelle keine emotionale Achterbahnfahrt, wie etwa der 2004 erschienene Liebesroman <em>P.S. Ich liebe dich </em>von Cecilia Ahern. Denn sein Charme besteht im Verzicht auf &#252;berschw&#228;ngliche Gef&#252;hlsbeschreibungen und Liebesdetails, sodass vieles der Vorstellungskraft der Leser &#252;berlassen wird. Trotz alldem ist es keine sachliche Liebesgeschichte. Sie ist vielmehr poetisch. Besonders wenn Ich-Erz&#228;hler Christian von der dritten Person in die direkte Anrede wechselt: <em>Du warst immer lachbereit</em>, <em>du sahst so m&#228;rchenhaft gut aus</em>, f&#252;hlt man geradezu den bitters&#252;&#223;en Schmerz in seinen Worten. Durch Stellas Tod verewigt sich Christians Liebe. Und diese bewahrt er im Schweigen.</p>
<div class="autor">Kristina Kunz</div>
<div class="infobox">Siegfried Lenz: Schweigeminute.<br />
Deutscher Taschenbuch Verlag, November 2009.<br />
128 Seiten, Taschenbuch, 7,90 €.<br />
ISBN-10: 3423138238</div>
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		</item>
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		<title>In gem&#252;tlicher Wohnzimmeratmosph&#228;re Kultur erleben</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 13:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Margarita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[
WO? Nat&#252;rlich im KOHI am Werderplatz in der Karlsruher S&#252;dstadt. Eine kurze Vorstellung des Kulturvereins f&#252;r noch nicht Bekehrte.
 

Kurz nach 21 Uhr verstummen allm&#228;hlich die zahlreichen Gespr&#228;che im Raum, als deutlich wird, dass sich der altbekannte Moderator Tom Boller seinen Weg auf die B&#252;hne durch die Menge bahnt, um den „Poetry Slam“, einen Dichterwettstreit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/LOGO_KOHI-KR1.jpg" alt="LOGO_KOHI-KR" title="LOGO_KOHI-KR" width="140" height="104" class="alignleft size-full wp-image-6229" /></p>
<div class="anreisser">WO? Nat&#252;rlich im <strong>KOHI</strong> am Werderplatz in der Karlsruher S&#252;dstadt. Eine kurze Vorstellung des Kulturvereins f&#252;r noch nicht Bekehrte.</div>
<p> <br/><br />
<span id="more-6217"></span></p>
<p>Kurz nach 21 Uhr verstummen allm&#228;hlich die zahlreichen Gespr&#228;che im Raum, als deutlich wird, dass sich der altbekannte Moderator Tom Boller seinen Weg auf die B&#252;hne durch die Menge bahnt, um den „Poetry Slam“, einen Dichterwettstreit, der hier einmal monatlich an einem Freitagabend stattfindet, offiziell zu beginnen. Es herrscht, wie so oft, eine ausgelassene, beinahe schon lauschige Stimmung mit Wohlf&#252;hlcharakter. Der Raum ist mehr als voll. Das Publikum sitzt auf Klappst&#252;hlen, ersatzweise auch auf Bierb&#228;nken, oder steht. Auf der kleinen B&#252;hne befinden sich ein kleiner Tisch, daneben ein altes Klavier, ein Mikrofon und ein rotes Sofa, auf dem die K&#252;nstler nach Toms lockeren Begr&#252;&#223;ungsworten und einigen Lachern Platz nehmen und nacheinander ihre selbst geschriebenen Texte, Kurzgeschichten oder Gedichte vortragen. Die K&#252;nstler an diesem Abend kommen nicht nur aus Karlsruhe. „Heute sind auch Slammer aus Freiburg und Stuttgart angereist, nur um hier aufzutreten“, erkl&#228;rt Tom stolz, der selbst eines der KOHI-Gr&#252;ndungsmitglieder ist.</p>
<div class="infobox">F&#252;r alle, die das selbst einmal live erleben wollen: Der n&#228;chste Poetry Slam findet am Freitag, den 26.03.2010, statt. Einlass ab 20 Uhr; Beginn um 21 Uhr.</div>
<p>Kein Wunder. Das einzigartige S&#252;dstadt-Ambiente und das gut gelaunte Publikum locken nicht nur Poeten aus allen m&#246;glichen Bundesl&#228;ndern, sondern auch Musiker aus den verschiedensten Ecken der Welt an. „Es fragen oft auch Bands an, zum Beispiel vermehrt aus den USA, ob sie hier auftreten k&#246;nnten, wenn Karlsruhe w&#228;hrend ihrer Tour auf dem Weg liegt. Das kam schon h&#228;ufiger vor“, erkl&#228;rt Tom.<br />
 <br/><br />
<strong>Was aber ist (der, die oder das) KOHI eigentlich genau? </strong></p>
<p>Der <strong>KOHI-Kulturraum e.V.</strong>, so der offizielle und vollst&#228;ndige Name des bis dato knapp 100 feste Mitglieder umfassenden Vereins, ist eine ganz besondere Kulturinstitution in Karlsruhe, die zumindest in Insider- kreisen sehr gro&#223;es Ansehen genie&#223;t und f&#252;r ihre abwechslungsreichen und attraktiven Kunst-, Musik- und Literaturveranstaltungen bekannt ist. Dazu geh&#246;ren unter anderem Kunstausstellungen, Konzerte, Lesungen, Open-Stage-Abende, Filmvorf&#252;hrungen, Song- und Poetry Slams und musikalisch untermalte Barabende.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-6240" title="kohi_au&#223;en" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/03/kohi_au&#223;en-300x159.jpg" alt="kohi_au&#223;en" width="300" height="159" /><br />
Gegr&#252;ndet wurde der Verein im Februar 2007, als die R&#228;ume der ehemaligen Sushibar KO:HI am Werderplatz frei wurden und die Idee aufkam, einen gemeinn&#252;tzigen und freien Kulturverein ins Leben zu rufen, in dem sich seine Mitglieder untereinander vernetzen und selbst Kulturprojekte vorschlagen und inszenieren k&#246;nnen. In diesem Rahmen haben sich mittlerweile bekannte Kulturevents etabliert, die regelm&#228;&#223;ig im Monatszyklus stattfinden. Dazu z&#228;hlt auch der schon erw&#228;hnte Poetry Slam. Was das KOHI also so besonders macht, ist, dass jedes Mitglied auf ehrenamtlicher Basis aktiv das Programm gestalten kann. Denn der Kulturverein existiert, ohne jegliche kommerziellen Absichten, allein durch das Engagement seiner Mitglieder.</p>
<div class="infobox">Wer Mitglied werden und aktiv im Verein mitmachen will, kann sich vor Ort anmelden oder auch von zu Hause folgenden Antrag abschicken: <a href="http://kohi.de/pdf/anmeldung-KOHI-Kulturraum.pdf">http://www.kohi.de/pdf/anmeldung-KOHI-Kulturraum.pdf</a></div>
<p>Eintrittspreise werden nicht verlangt. Doch wer eine der vielen Veranstaltung besuchen will, muss Mitglied werden, zumindest unverbindlich f&#252;r eine Woche. In dieser Zeit steht einem die M&#246;glichkeit offen, alle Programmtermine wahrzunehmen, bis die „Test- mitgliedschaft“, die &#252;brigens 5 Euro kostet, automatisch wieder endet. Dieses reizvolle Angebot sollte man sich nicht entgehen lassen, denn abseits von etablierten und vielleicht auch elit&#228;r wirkenden Kulturinstitutionen stellt der KOHI-Kulturraum eine angenehme Bereicherung und Alternative in der Karlsruher Kulturlandschaft dar. Das kann auch Ina, die Gewinnerin des letzten Poetry Slams, best&#228;tigen: „Man f&#252;hlt sich im Kohi eigentlich wie zu Hause. Und genau das unterscheidet es von anderen Veranstaltungsorten.“</p>
<div class="infobox"><strong>Lust bekommen?</strong><br />
Dann nichts wie hin in die Werderstra&#223;e 47. <br/><br />
Einen kurzen Vorgeschmack in Form eines Videoberichts findet man unter: <a href="http://vimeo.com/5966049">http://vimeo.com/5966049</a>; die offizielle Homepage mit ausf&#252;hrlichen Informationen zu den Mitgliedschaftsbedingungen und dem Programm unter: <a href="http://www.kohi.de">http://www.kohi.de</a></div>
<div class="autor">Margarita Lang</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Senioren studieren &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 09:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kadda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Annemarie Hoffmann ist seit diesem Semester Studentin am Karlsruher Institut f&#252;r Technologie. Das Besondere an der aus Ramberg stammenden Studentin ist ihr Alter: sie ist 59 Jahre jung und feiert dieses Jahr ihren 60. Geburtstag. Genau wie Frau Hoffmann gibt es immer mehr Senioren, die am KIT (noch einmal) ein Studium absolvieren. KA.mpus wollte dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="anreisser">Annemarie Hoffmann ist seit diesem Semester Studentin am Karlsruher Institut f&#252;r Technologie. Das Besondere an der aus Ramberg stammenden Studentin ist ihr Alter: sie ist 59 Jahre jung und feiert dieses Jahr ihren 60. Geburtstag. Genau wie Frau Hoffmann gibt es immer mehr Senioren, die am KIT (noch einmal) ein Studium absolvieren. KA.mpus wollte dem Ph&#228;nomen auf den Grund gehen und sprach mit Frau Hoffmann &#252;ber ihre Motivation, das Studium und ihre Ziele.</div>
<p><span id="more-5316"></span></p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5335" title="Annemarie_Hoffmann" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Annemarie_Hoffmann-250x300.jpg" alt="Annemarie_Hoffmann" width="250" height="300" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Frau Hoffmann, Sie absolvieren am KIT ein Studium der Geisteswissenschaften. Ist dies Ihr erstes Studium?</strong><br />
<strong> Annemarie Hoffmann:</strong> Nein, ich habe 1970-1973 an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule in Landau schon Englisch, Biologie und Deutsch studiert.</p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Sie sind also mit dem Studieren vertraut. Welche F&#228;cherkombination studieren Sie momentan in Karlsruhe?<br />
Hoffmann:</strong> Ich studiere im ersten Semester Germanistik und m&#246;chte im Nebenfach P&#228;dagogik hinzunehmen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Es ist auffallend, dass Sie sich erneut f&#252;r Germanistik entschieden haben. Welche Beweggr&#252;nde gab es f&#252;r Sie, noch einmal dasselbe Fach zu studieren?<br />
Hoffmann:</strong> Germanistik interessiert mich einfach und ich wollte klein anfangen &#8211; mit dem Bachelor.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Woher erhielten Sie denn die Informationen &#252;ber das Studium und wie verlief Ihre Bewerbung?<br />
Hoffmann:</strong> Ich habe mich &#252;ber das ZIB und &#252;ber Brosch&#252;ren informiert, was mich erwarten w&#252;rde. Die Bewerbung verlief dann ganz normal, wie bei allen anderen, auch wenn ich etwas Pech hatte mit der Studienkarte, da es zu Verz&#246;gerungen kam. Aber nein, ich denke es gibt keine Unterschiede bei der Bewerbung zwischen jungen Studenten und Senioren.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Wie empfinden Sie die Betreuung seitens der Universit&#228;t, der Dozenten und ihren Kommilitonen?<br />
Hoffmann:</strong> Die Betreuung? Ich w&#252;rde sagen gemischt. Also bei den Dozenten, von denen wird man ja au&#223;erhalb der Veranstaltungen nicht betreut. Aber in den Vorlesungen und Seminaren bin ich zufrieden. Seitens der Universit&#228;t, zum Beispiel im Studienb&#252;ro, wurde ich von der zust&#228;ndigen Dame sehr gut betreut. Negativ ist nur, wenn eine mal krank ist und die Kolleginnen sich nicht zust&#228;ndig f&#252;hlen. Ja und bei den Kommilitonen, da habe ich eigentlich im Gro&#223;en und Ganzen gute Erfahrungen gemacht, es gibt halt auch manche, die sich nicht unterhalten wollen. Aber die meisten sind sehr nett.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Das h&#246;rt sich doch sehr positiv an. Sind Sie denn mit Ihrer Studienwahl bisher zufrieden?<br />
Hoffmann: </strong>Ja, das kann ich schon sagen. Germanistik gef&#228;llt mir an f&#252;r sich sehr gut. Es ist eben auch sehr umfangreich.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Der Arbeitsumfang liegt am Bildungssystem im Allgemeinen. Wie bewerten Sie pers&#246;nlich das Bildungs- und Universit&#228;tssystem generell?<br />
Hoffmann: </strong>Ich w&#252;rde eher sagen, zum Beispiel in der Vorbereitungsphase auf eine Klausur, muss man nebenbei noch die Veranstaltungen vor- und nachbereiten, dann wird es schon ziemlich viel. Die Themen gehen auch sehr in die Tiefe, aber ich finde das gut und nicht zu oberfl&#228;chlich.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Was halten Sie speziell vom neuen Bachelor- und Mastersystem?<br />
Hoffmann: </strong>Das mit den Punkten, das ist irgendwie dasselbe wie fr&#252;her. Das ist ein Stress, denen st&#228;ndig hinterher zu rennen. Fr&#252;her war das noch nach F&#228;chern gegliedert, aber das System finde ich trotzdem gut, es baut sch&#246;n aufeinander auf. Da habe ich sogar vielleicht die Gelegenheit, dass ich durch das fr&#252;here Studium zwei Semester sparen kann.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: H&#228;tten Sie zu diesem System Ver&#228;nderungsvorschl&#228;ge?<br />
Hoffmann:</strong> Nein, ich finde das Bachelorsystem gut und vor allem, dass man mit dem Master aufbauen kann. Nur fr&#252;her war das mit den Spezialisierungen in den einzelnen Gebieten besser geregelt.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Wie Sie sicher wissen, gab es ja einige Umstrukturierungen der Hochschule, von der Universit&#228;t Karlsruhe zum Karlsruher Institut f&#252;r Technologie. Wie stehen Sie pers&#246;nlich zu diesen Ver&#228;nderungen?<br />
Hoffmann: </strong>Mir ist aufgefallen, dass sich das Institut f&#252;r Germanistik anders darstellt, als ich es mir vorgestellt hab, gerade in Bezug auf die R&#228;umlichkeiten. Die anderen Fachrichtungen wie Chemie oder die Wirtschaftswissenschaften haben sch&#246;ne gro&#223;e H&#246;rs&#228;le und die Germanisten m&#252;ssen quer &#252;ber den ganzen Campus laufen, zum Beispiel zum Sportgeb&#228;ude, auf das ausgewichen wird. Ich glaube, dass da die Geisteswissenschaften hinten angestellt werden, vermutlich weil es eine technische Hochschule ist. Ob sich das mit den Umstrukturierungen ge&#228;ndert hat, wei&#223; ich nicht. Aber es w&#228;re sch&#246;n wenn sich im Bereich der R&#228;umlichkeiten etwas ver&#228;ndern w&#252;rde.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Nun ist es doch relativ ungew&#246;hnlich, dass Sie in diesem Alter studieren. Wie ist die Resonanz auf studierende Senioren, gerade in Ihrer eigenen Umwelt?<br />
Hoffmann:</strong> Die ist ziemlich begrenzt im Moment. Meine Freundin, mit der ich durch dick und d&#252;nn gehe, findet das gut. Mein Mann sieht mein Studium ebenfalls sehr positiv. Er unterst&#252;tzt mich soweit es m&#246;glich ist. Aber er ist ja selbst auch beruflich stark eingespannt.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Es ist sch&#246;n, wenn man durch das eigene Umfeld unterst&#252;tzt wird, aber wie ist die Resonanz seitens des Bildungssystems?<br />
Hoffmann: </strong>Ja, es wird das Gleiche von den &#196;lteren verlangt wie von den Jungen. Es ist eben kr&#228;ftem&#228;&#223;ig ein Unterschied. Aber das Bildungssystem kann ja keine R&#252;cksicht darauf nehmen. Wenn man jetzt 59 Jahren studiert, ist es ja aus eigenem Interesse heraus. Man muss es ja nicht machen.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Man h&#246;rt heraus, dass Sie ihr Studium sehr ernst nehmen. Inwieweit nimmt das Studium Einfluss auf Ihr Leben?<br />
Hoffmann:</strong> Es hat mittlerweile einen Schwerpunkt gebildet. Aber es ist auch schwierig. Bei den jungen Leuten, die nur ein Zimmer haben, ist es was anderes. Ich habe ja noch einen ganzen Haushalt zu versorgen. Und auch gedanklich. In erster Linie muss ich eben das Studium machen.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Also begleitet Sie das Studium auch in Ihrer Freizeit?<br />
Hoffmann:</strong> Ja, ich nehme &#246;fter eine Lekt&#252;re zum Lesen mit. Was an Aufgaben erforderlich ist, mache ich auch in der Freizeit. Mehr geht gesundheitlich im Moment auch nicht.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: An der Uni werden ja auch viele Freizeitaktivit&#228;ten geboten. Diese reichen von politischen Hochschulgruppen &#252;ber Partys und Sportgruppen bis hin zu Gastvortr&#228;gen. Nutzen Sie diese Angebote auch?<br />
Hoffmann:</strong> Also wenn ich gesundheitlich fitter w&#228;re, h&#228;tte ich auch das Unifest besucht. Aber an und f&#252;r sich nicht. Vortr&#228;ge besuche ich ab und zu. Ich werde mal sehen, was die Zeit bringt. Gastvortr&#228;ge w&#252;rd&#8217; ich aber gerne mehr h&#246;ren, wenn es nicht zu h&#228;ufig ist.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: F&#252;r viele Studenten, und ich denke auch f&#252;r Sie, bedeutet der Beginn des Studiums einen Einschnitt in das bisherige Leben. Dies kann zu Unsicherheiten f&#252;hren. Waren sie denn zu Beginn des Studiums aufgeregt?<br />
Hoffmann:</strong> Nein, das kann ich eigentlich nicht behaupten. Ich bin jetzt wegen der Ver&#246;ffentlichung des Interviews aufgeregter.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Nun gibt es ja zu Beginn des Studiums f&#252;r Erstsemestler eine Orientierungswoche. Haben Sie diese besucht?<br />
Hoffmann:</strong> Leider nur teilweise. Weil ich nicht angeschrieben wurde, da es wie schon erw&#228;hnt einige Verz&#246;gerungen bei der Immatrikulation gab. Aber bei der Begr&#252;&#223;ung war ich zugegen. Ung&#252;nstigerwei&#223;e musste ich mir die Informationen so alle selbst beschaffen.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Um noch einmal auf das Thema Seniorenstudium zu sprechen zu kommen: wie verh&#228;lt es sich in Anbetracht des Alters beispielsweise mit dem Erfahrungsunterschied?<br />
Hoffmann:</strong> Es ist mir pers&#246;nlich jetzt nicht aufgefallen, dass es gro&#223;e Unterschiede gibt. Ich bin ja selbst wieder am Anfang und meine Gedichte und Gedichtb&#228;nde, die ich geschrieben und mit denen ich Erfahrungen gesammelt habe, entstanden aus Stimmungen heraus. An f&#252;r sich sind mir keine Unterschiede aufgefallen, nein. Es sind  bei mir in den Vorlesungen auch einige Kommilitonen die etwas &#228;lter sind.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Und wie ist das Verh&#228;ltnis und der Umgang mit Ihren Kommilitonen?<br />
Hoffmann:</strong> Im Seminar ist man eigentlich per du. Ich habe da nichts dagegen einzuwenden. Die Jungen sind auch allgemein freier und lockerer. Leider gibt es bisher kaum Kontakt zu meinen Kommilitonen was zum Beispiel Lerngruppen angeht. Das ist ziemlich schade. Es gibt kaum &#220;berschneidungen und ich muss mich aufgrund von privaten Gr&#252;nden im Moment noch etwas zur&#252;ckhalten.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Wenn wir gerade beim Verh&#228;ltnis zu Ihren Kommilitonen sind, wie sehen Sie denn Ihre jugendlichen Mitstudenten?<br />
Hoffmann:</strong> Ich habe keine Probleme mit Jugendlichen. Ich habe selbst eine Tochter von 35 Jahren. Im Allgemeinen sind sie fast alle sehr pflichtbewusst, was zum Beispiel die Vorbereitung der Veranstaltungen angeht. Au&#223;erdem sind sie lockerer, da es eine andere Generation ist. Aber ich hab da keine Probleme damit.<br />
<strong> </strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Und was glauben Sie, wie Sie von Ihren j&#252;ngeren Kommilitonen gesehen werden?<br />
Hoffmann:</strong> Ich denke schon, dass sich viele fragen, warum ich das jetzt noch mache, warum ich mir das noch aufb&#252;rde. Aber ich glaube die machen sich im Gro&#223;en und Ganzen keine gro&#223;en Gedanken dar&#252;ber.<strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong> KA.mpus: Zum Schluss: Wie sieht Ihr vorl&#228;ufiges Fazit in Bezug auf das Projekt „Seniorenstudium“ aus?<br />
Hoffmann:</strong> Es ist schon wie ich mir das vorgestellt habe. Fr&#252;her, zu Beginn des ersten Studiums, kannte man sich untereinander. Heute ist das anders und ich kannte niemanden. Bisher muss ich sagen, ist das Projekt gegl&#252;ckt. Das Ziel ist nach wie vor der Bachelor-Abschluss. In Bezug auf das Projekt „Seniorenstudium“ bin ich sehr zufrieden und bisher auch noch sehr motiviert. Ich denke und w&#252;nsche mir, au&#223;er in Bezug auf die R&#228;umlichkeiten, dass es so weiter geht wie bisher.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>KA.mpus: Wir sind nun am Ende des Interviews angekommen. Wir bedanken uns recht herzlich f&#252;r das Interview und w&#252;nschen Ihnen f&#252;r den Verlauf Ihres Studiums viel Erfolg.</strong></p>
<div class="autor">Katharina Langpeter</div>
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		<title>&#8220;Totale Finsternis&#8221; &#252;ber Stuttgart</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabrina Keller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Graf von Krolock]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Abronsius]]></category>
		<category><![CDATA[Roman Polanski]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz der Vampire]]></category>
		<category><![CDATA[Totale Finsternis]]></category>
		<category><![CDATA[Wicked]]></category>

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Das Erfolgsmusical TANZ DER VAMPIRE kehrt ab Februar 2010 f&#252;r sechs Monate nach Stuttgart zur&#252;ck&#8230;


Am 19. M&#228;rz 2009 hie&#223; es schlie&#223;lich: &#8220;Rien ne va plus&#8221; &#8211;
Die Zuschauer hatten abgestimmt! &#220;ber mehrere Tage lieferten sich die Fans von DIE SCH&#214;NE UND DAS BIEST, MAMMA MIA, MISS SAIGON und TANZ DER VAMPIRE einen erbitterten Voting-Kampf. Am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Tanz_der_Vampire.gif" alt="Tanz_der_Vampire" title="Tanz_der_Vampire" width="340" height="283" class="alignnone size-full wp-image-5441" /></p>
<h4></h4>
<div class="anreisser">Das Erfolgsmusical TANZ DER VAMPIRE kehrt ab Februar 2010 f&#252;r sechs Monate nach Stuttgart zur&#252;ck&#8230;</div>
<p><span id="more-5438"></span></p>
<h4></h4>
<p>Am 19. M&#228;rz 2009 hie&#223; es schlie&#223;lich: &#8220;Rien ne va plus&#8221; &#8211;<br />
Die Zuschauer hatten abgestimmt! &#220;ber mehrere Tage lieferten sich die Fans von DIE SCH&#214;NE UND DAS BIEST, MAMMA MIA, MISS SAIGON und TANZ DER VAMPIRE einen erbitterten Voting-Kampf. Am Ende siegten die Blutsauger aber deutlich mit 7.949 Stimmen vor MISS SAIGON und dem Disney-Klassiker. Damit wird Polanskis Erfolgsinszenierung ab Februar 2010 das Broadway-Musical WICKED &#8211; DIE HEXEN VON OZ im Palladium Theater abl&#246;sen und noch einmal f&#252;r gut sechs Monate in Stuttgart gastieren, um dem Publikum kr&#228;ftig einzuheizen. Am vergangenen Donnerstag wurde nun zum wiederholten Male Premiere in der Landeshauptstadt gefeiert.<br />
<!--more--><br />
Die Geschichte ist schnell erz&#228;hlt:<br />
Professor Abronsius aus K&#246;nigsberg hat sich als Vampirforscher einen Namen gemacht. Zusammen mit seinem Assistenten Alfred, einem sch&#252;chternen jungen Wissenschaftler, begibt er sich auf eine gef&#228;hrliche Expedition. In der tief verschneiten Bergwelt Transsylvaniens sehnt er sich seinem Ziel entgegen: Die Vampire zu finden, die hier der Sage nach ein mysteri&#246;ses Schloss bewohnen sollen, ihre Existenz zu beweisen &#8211; und sie zu t&#246;ten. Doch die beiden haben die Rechnung ohne Graf von Krolock gemacht, der mit seiner &#8220;unstillbaren Gier&#8221; &#8211; so ein Titel aus dem 2. Akt des Musicals &#8211; und einer geh&#246;rigen Portion Charme nicht nur bei den beiden m&#228;nnlichen Protagonisten f&#252;r wallendes Blut in den Adern sorgt. </p>
<p>Musikalisch gesehen wartet das Musical mit einer Vielzahl bekannter Melodien auf. Eines der bekanntesten Lieder und immer wiederkehrendes Thema, &#8220;Totale Finsternis&#8221;, entspricht dem Lied &#8220;Total Eclipse Of The Heart&#8221; von Bonnie Taylor von 1983. Im Sommer 2005 wurde es vom deutschen Musical- und Fernsehpublikum zum gr&#246;&#223;ten Musical-Hit aller Zeiten gew&#228;hlt. </p>
<p>Unheimlich hallen die Schritte des Grafen Krolock durch das d&#252;stere Schloss, seine Haut erscheint mehr als leichenblass: Die Licht- und Tontechniker haben sich f&#252;r das Stuttgarter Revival so einiges einfallen lassen. Auch die Make-Up Artisten sind &#252;ber sich selbst hinausgewachsen, um dem Publikum so viel Schauer und schw&#228;rmende Bewunderung wie nur m&#246;glich abzuverlangen. Mit seinem schaurig sch&#246;nen B&#252;hnenbild und den farbenfrohen Kost&#252;men, den bravour&#246;sen Soli der Orchester-Crew und nicht zuletzt den schauspielerischen und gesanglichen Darbietungen der Protagonisten sorgt TANZ DER VAMPIRE zum wiederholten Male f&#252;r ein atemberaubendes Erlebnis, dem sp&#228;testens im finalen &#8220;Tanz der Vampire&#8221; jeder Zuschauer bereitwillig verf&#228;llt. </p>
<p>In diesem Sinne: &#8220;Jetzt laden die Vampire zum Tanz&#8230;&#8221;</p>
<div class="autor">Sabrina Keller</div>
<div class="infobox">Wer nun Lust bekommen hat, sollte sich beeilen, denn die Tickets sind hei&#223; begehrt!<br />
Zu den Tickets und einer kleinen H&#246;rprobe geht&#8217;s <a href="http://www.stage-entertainment.de/musicals/tanz-der-vampire-stuttgart/tanz-der-vampire-stuttgart.html">hier</a>.</div>
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		<title>UND#5 &#8211; Plattform f&#252;r Kunstinitiativen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebekka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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UND auf ein Neues. Bereits zum f&#252;nften Mal bietet die UND Plattform Karlsruhe eine Ausstellung f&#252;r junge und zeitgen&#246;ssische Kunst.

Die UND#5 &#246;ffnet von Dienstag, 2.3.10 bis Sonntag, 7.3.10 erneut die T&#252;ren der Nancyhalle Karlsruhe, eine Messehalle, die gerade wegen ihrer verwinkelten Architektur genau die richtige Umgebung f&#252;r eine deutschlandweit einzigartige Pr&#228;sentation der Kunstwerke darstellt.
Unterst&#252;tzt vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4></h4>
<div class="anreisser"><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/headlogoUND51-300x40.gif" alt="headlogoUND5" title="headlogoUND5" width="300" height="40" class="aligncenter size-medium wp-image-6167" /></p>
<h4></h4>
<p>UND auf ein Neues. Bereits zum f&#252;nften Mal bietet die UND Plattform Karlsruhe eine Ausstellung f&#252;r junge und zeitgen&#246;ssische Kunst.</p></div>
<p><span id="more-6163"></span></p>
<p>Die <strong>UND#5</strong> &#246;ffnet von Dienstag, 2.3.10 bis Sonntag, 7.3.10 erneut die T&#252;ren der Nancyhalle Karlsruhe, eine Messehalle, die gerade wegen ihrer verwinkelten Architektur genau die richtige Umgebung f&#252;r eine deutschlandweit einzigartige Pr&#228;sentation der Kunstwerke darstellt.<br />
Unterst&#252;tzt vom Kulturamt wird diese F&#246;rderplattform durch Mitglieder des Vereins <em>UND Plattform Karlsruhe e.V.</em> organisiert. Einige teilnehmende K&#252;nstler sowie Studenten aus dem kulturwissenschaftlichen und kunsthistorischen Bereich tragen tatkr&#228;ftig zur Realisierung bei. </p>
<p>In der f&#252;nften Ausgabe bietet die F&#246;rderplattform 26 Initiativen mit ca. 180 talentierten K&#252;nstlern z. B. aus Berlin, Hamburg und Karlsruhe eine B&#252;hne. Zu den Ausstellern geh&#246;ren auch internationale G&#228;ste unter anderem aus Paris, Stockholm, Mexiko City und Luzern. Gerade diese Mischung verschafft einen spannenden Einblick in das breitgef&#228;cherte Spektrum der aktuellen Kunstszene und erm&#246;glicht einen Austausch untereinander.</p>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/UND4-41-300x200.jpg" alt="Hallenansicht der UND#4 2009" title="Hallenansicht der UND#4 2009" width="300" height="200" class="aligncenter size-medium wp-image-6175" /></p>
<p>UND? Diese Buchstaben stehen f&#252;r eine Veranstaltung, die sich nicht als Konkurrenz zur zeitgleich stattfindenden <em>art</em>, sondern als Erg&#228;nzung betrachtet. Sie stehen genau f&#252;r diesen zus&#228;tzlichen und vor allem verbindenden Aspekt, der dieses Jahr durch das am Sonntag zwischen den Ausstellungspl&#228;tzen verkehrende Kunsttaxi von Juliane Spingler und Evelyn Kopp von der Initiative <em>Poly Produzentengalerie</em> unterst&#252;tzt wird. Das Taxi ist nicht nur Transportmittel und Verbindungsst&#252;ck, sondern kann als eigenst&#228;ndiges Kunstobjekt betrachtet werden – eine mobile Galerie, in der sogar der Erwerb ihrer Kunst m&#246;glich ist.<br />
Aber nicht nur Kunstfans werden in den sechs Tagen auf ihre Kosten kommen. Das vielf&#228;ltige Rahmenprogramm, bestehend aus Konzerten, Lesungen, Performances, multimedialen Experimenten sowie F&#252;hrungen durch die  Ausstellung h&#228;lt f&#252;r jeden etwas bereit.<br />
Bereits zur Vernissage am Dienstag, 2.3.10 ab 19.00 Uhr kann der Besucher sich mit Performances unter anderem von dem Schweizer Kollektiv <em>LABOR</em> und einer semi-improvisierenden Musikformation von den <em>blockfl&#246;ten</em> auf spannende Tage einstimmen.</p>
<p>Es wird Kunst gezeigt, die gerade erst entstanden ist, verwundern, entsetzten oder auch einfach nur begeistern kann.<br />
Wer also nicht verpassen m&#246;chte, was die aktuelle  nationale sowie internationale Kunstszene zu bieten hat, sollte der Nancyhalle in Karlsruhe in der n&#228;chsten Woche einen Besuch abstatten.</p>
<div class="autor">Rebekka Zajonc</div>
<div class="infobox"><em>Ort</em>: Nancyhalle am Festplatz Karlsruhe<br />
<em>&#214;ffnungszeiten</em>: MI-SA 14-24 Uhr, SO 10-22 Uhr<br />
<em>Eintritt</em>: Vernissage 3 €, Tageskarte 5€ (erm&#228;&#223;igt 3€), Komplettpass 10€ (erm&#228;&#223;igt 6€), bis 16 Jahre freier Eintritt<br />
<a href="http://www.und-plattform.de">www.und-plattform.de</a></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Tourismus einmal anders: Internationale Workcamps bieten Reisen und Praktika</title>
		<link>http://ka-mpus.extrahertz.de/2010/02/tourismus-einmal-anders-internationale-workcamps-bieten-reisen-und-praktika/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 09:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sonjaknittig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Praktika]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Workcamps]]></category>

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		<description><![CDATA[Workcamps: Wer – Warum – Wozu – Was – Wo?

„&#8230;weil es eine wundersch&#246;ne M&#246;glichkeit ist, meinen Wunsch, etwas Konkretes f&#252;r Andere zu machen, verwirklichen zu k&#246;nnen. Ich habe auch gro&#223;e Lust mehr &#252;ber die deutsche Sprache und Kultur zu lernen, an der ich wirklich sehr interessiert bin.“ Alessia  will einfach nur raus aus Italien: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Workcamps: Wer – Warum – Wozu – Was – Wo?</h4>
<div class="anreisser"><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/WC.jpg" alt="Deutsch-deutsche Grenze aus internationaler Sicht" title="Deutsch-deutsche Grenze aus internationaler Sicht" width="420" height="152" class="aligncenter size-full wp-image-6109" /><br />
„&#8230;weil es eine wundersch&#246;ne M&#246;glichkeit ist, meinen Wunsch, etwas Konkretes f&#252;r Andere zu machen, verwirklichen zu k&#246;nnen. Ich habe auch gro&#223;e Lust mehr &#252;ber die deutsche Sprache und Kultur zu lernen, an der ich wirklich sehr interessiert bin.“ Alessia  will einfach nur raus aus Italien: Das Studium deutscher und norwegischer Kultur hat sie soeben beendet, jetzt sucht sie Freiraum, nette Menschen, einen Sinn im Leben. Das „freiwillige Hilfsprojekt“, wie Alessia es &#252;bersetzt, ist international unter der Bezeichnung „Workcamp“ bekannt. Arbeit, Spa&#223;, Kultur, Sinnfindung, wie passt das zusammen?</div>
<p><span id="more-6056"></span></p>
<h4>Workcamp-Vielfalt: Weltweit Einzigartiges erleben</h4>
<p>„Reisen kann heutzutage jeder, fast &#252;berall hin, ich aber wollte mehr, ich wollte Kontakt zu den Menschen aus dem Land, wollte nicht nur sehen und staunen, sondern auch etwas Sinnvolles tun.“ Daniel aus den USA hat f&#252;r das Workcamp zwei Wochen Urlaub von seinem Job als Gehilfe eines Buchh&#228;ndlers genommen, urspr&#252;nglich hat er Jura studiert. „Die Weltwirtschaftskrise hat mir meine Hoffnung und meine Tr&#228;ume genommen. Hier im Workcamp habe ich Menschen getroffen, deren T&#252;r zur Welt noch offen steht, sie haben mir neuen Mut gegeben etwas in meinem Leben zu ver&#228;ndern.“ </p>
<h4>Workcamp konkret: Die Welt zu Gast in Th&#252;ringen</h4>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/WCApfel.jpg" alt="Apfelbaum in den Streuobstwiesen von Schloss Bedheim" title="Apfelbaum in den Streuobstwiesen von Schloss Bedheim" width="420" height="118" class="aligncenter size-full wp-image-6120" /><br />
Der alte Apfelbaum knarzte ein wenig, als die schweren, rutschigen Gummistiefel sich zu seiner fruchtbehangenen Krone vorarbeiten. „Jihye, was machst du denn da?“. Katharina von Hackewitz, die ihren Pfl&#228;nzchen gleiche, dynamische G&#228;rtnerin, schaut besorgt zum Baumwipfel hoch. Workcamper wie die Koreanerin Jihye, die sich bei der Apfelernte trauen auch mal den sicheren Boden zu verlassen, sind im Normalfall h&#246;chst willkommen. Das Schuhwerk allerdings sollte sich der neuen Aufgabe anpassen. Arbeitssicherheit steht an erster Stelle. „Die Workcamper geben uns Kraft, sie sind voller Neugier, Energie und Lebensfreude, manchmal eben auch &#220;bermut“ kommentiert Astrid R&#252;hle von Lilienstern den Zwischenfall vergn&#252;gt. </p>
<h4>Eine bunt gemischte Workcamp-Gruppe</h4>
<p>„Rechte nur f&#252;r Menschen? Was soll das? Alles was lebt hat Rechte: Pflanzen, Tiere und Menschen. Das ist der Kreislauf des Lebens, alles ist im Fluss.“ Ayako&#8217;s sonst so perfekt wirkende wei&#223;e weiche Haut verf&#228;rbt sich leicht r&#246;tlich. Ayako startet mit der Verteidigung der japanischen Religion Shinto. Mit diesem Diskussionsbeitrag wird die Gruppe aktiv. „Jesus ist mein Held und der war f&#252;r Menschenrechte, deshalb sind die mir sehr wichtig“, ist Stefan&#8217;s Kommentar dazu. Stefan hat Trisomie 21 „das hei&#223;t mein Gesicht is bissl schr&#228;g, aber ich bin halt ein ausgeflippter Typ“, erkl&#228;rt der &#214;sterreicher stolz. Sp&#228;testens als er am dritten Abend beim Pantomime spielen in der Rolle des Terminators das Zimmer betritt, ist Stefans gr&#246;&#223;tes Problem, das der Verst&#228;ndigung in der ihm fremden Sprache Englisch, gel&#246;st. Die Gruppe erfindet eigene non-verbale Zeichen, mit der die Basis einer gemeinsamen Kommunikation gelegt ist. Aber auch Englisch lernen f&#228;llt Stefan bald nicht mehr schwer: „I love you, Baby!“ ist sein Lieblingssatz mit dem er immer alle zum Lachen bringt.</p>
<h4>Das Projekt: Renovierungsarbeiten und Schlossg&#228;rtnerei</h4>
<p>Workcamps sind in Th&#252;ringen bereits zur Routine geworden. Seit 10 Jahren ist Astrid R&#252;hle von Lilienstern engagierte Gastgeberin: „Meinen Vorfahren geh&#246;rte dieses Land und das kleine Schloss Bedheim. Zu DDR-Zeiten nutzte der Staat das Schloss als Schule. Ich sollte eher „missbrauchte“ sagen: Die sch&#246;nen Verzierungen an Decken und W&#228;nden, sowie die komplette Einrichtung, insbesondere die B&#246;den, litten stark darunter.“ Astrid entschied sich nach langem Ringen sich ihres Verm&#228;chtnisses nach dem Mauerfall wieder anzunehmen. Heute wei&#223; sie: „Die Workcamps waren unsere Rettung. Die jungen Leute schenken uns ihre Arbeitskraft, daf&#252;r erkl&#228;ren wir ihnen alles &#252;ber die deutsche Kultur und Mentalit&#228;t.“</p>
<h4>Entdeckungen im Dorf: Milch w&#228;chst nicht im Tetrapack</h4>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Kirmes-WC.jpg" alt="Workcamp-Gruppe auf der Kirmes in Bedheim" title="Workcamp-Gruppe auf der Kirmes in Bedheim" width="420" height="247" class="aligncenter size-full wp-image-6135" /><br />
„Wie soll ich der B&#228;uerin denn sagen, dass ich Milch haben will?“ Tong hatte Erfolg bei ihrer Suche nach einem Workcamp-Teamer.  Etwas aufgel&#246;st wedelt die Chinesin mit der drei Liter Milchkanne in der Hand. Eine halbe Stunde sp&#228;ter sieht man sie strahlend den H&#252;gel hinauf laufen, Mission erfolgreich. Kein Wunder, die B&#228;uerin hatte sie schlie&#223;lich bereits erwartet. Die internationale Gruppe belebe ihr Gesch&#228;ft, sagt sie, „au&#223;erdem lerne ich immer jemanden kennen, der noch nie eine Kuh gesehen hat. Da helfe ich gerne weiter.“. Die Dorfbewohner haben sich an die zweimal j&#228;hrlich zur Erntezeit im September und Oktober kommenden internationalen G&#228;ste gew&#246;hnt. Da kann es auch schon mal sein, dass sich so mancher junge D&#246;rfler w&#228;hrend der Kirmes pl&#246;tzlich f&#252;r &#214;kologie und Frieden begeistert: Dem Charme so mancher Workcamperinnen ist nicht zu widerstehen.  </p>
<h4>Workcamp-Organisation und -Vermittlung, Praktikumsm&#246;glichkeit als Workcamp-Teamer</h4>
<p>Workcamps gibt es auf der ganzen Welt, inzwischen existieren bereits auch jede Menge Organisationen, die sich um die unkomplizierte Vermittlung des Kulturaustausches k&#252;mmern. Eine davon ist „Youth Action for Peace (YAP) Deutschland“. „In Workcamps arbeiten 10 bis 20 junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren f&#252;r zwei bis vier Wochen in Projekten mit sozialem, kulturellem oder &#246;kologischem Hintergrund“ definiert Nikolaus Ell, Projektkoordinator von YAP. Weiter bemerkt er: „Die Bereitschaft zur freiwilligen Arbeit an den Werktagen (ca. 6 Stunden), sollte vorhanden sein. Ziel eines Workcamps ist es Klischees und Vorurteile abzubauen und gesellschaftliche sowie soziale Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.“<br />
Teamer f&#252;r Workcamps werden jedes Jahr gesucht. Ihnen wird ein vierw&#246;chiges Praktikum bescheinigt. Bedingung ist die Teilnahme an vier Tagen Teamerausbildung, die Durchf&#252;hrung des Workcamps im Zweier- oder Dreierteam und der Besuch eines Nachbereitungswochenendes.</p>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Workcamper-auf-der-gr&#252;nen-Wiese.jpg" alt="Stay in touch: Workcamper auf der gr&#252;nen Wiese" title="Stay in touch: Workcamper auf der gr&#252;nen Wiese" width="420" height="314" class="aligncenter size-full wp-image-6138" /><br />
Durch soziale Netzwerke im Internet l&#228;sst sich der Kontakt zur Workcamp-Gruppe weiterf&#252;hren. So kann Tong, die trotz chinesischer Internetblockaden die Registrierung bei  Facebook schaffte, zu mehr Fotos zu kommen, und Daniel  verk&#252;ndet „live from New York“ auf seinem eigens gegr&#252;ndeten Weblog nun w&#246;chentlich Ideen f&#252;r eine bessere Welt. Die quirlige Koreanerin Jihye erklimmt zwar keine B&#228;ume mehr, doch vermisst sie die gut schmeckenden Fr&#252;chte: „Heute habe ich einen Bio-Joghurt gekauft, in dem Bio-&#196;pfel und Bio-Birnen drin waren!“ Die Italien-fl&#252;chtige Alessia hat durch das Workcamp Kontakt zu Berlinern gekn&#252;pft, denen sie in die deutsche Hauptstadt folgte. Auf Facebook schreibt sie: „Ich besuche gerade zwei Deutschkurse und werde bald wahrscheinlich als Au-pair-M&#228;dchen arbeiten. Mein Leben hat sich  nach dem Camp ein bisschen ver&#228;ndert: Ich suche jetzt auch nach Bio-Produkten!“</p>
<div class="infobox">Youth Action for Peace Deutschland:<br />
<a href="http://www.yap-cfd.de">www.yap-cfd.de</a><br />
Links zu allen anderen deutschen Workcamporganisationen: <a href="http://www.traegerkonferenz.de/link.html">http://www.traegerkonferenz.de/link.html</a><br />
Infos zum Beispielprojekt Schloss Bedheim in Th&#252;ringen: <a href="http://www.schloss-bedheim.de">http://www.schloss-bedheim.de</a></div>
<div class="autor">Sonja Knittig</div>
<p>Schlussbemerkung zu Bildern und Zitaten: </p>
<ul>
<li>Alle Bilder sind Privatfotos von Workcamp-Teilnehmern, die diese der Autorin freundlicherweise zur Ver&#246;ffentlichung &#252;berlassen haben.</li>
<li>Alle Zitate sind sinngem&#228;&#223; vom Englischen ins Deutsche &#252;bersetzt worden.</li>
</ul>
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		<title>Wenn Kleines gro&#223;e Wirkung hat</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ariane Dony</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nanopartikel]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[neue Industrielle Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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Der Student Thomas kommt von einem anstrengenden Tag an der Universit&#228;t nach Hause. Da er nicht zu denjenigen Studenten geh&#246;rt, die in ihrer Mittagspause die Mensa aufsuchen, um den Hunger zu stillen, sondern vielmehr selbst gerne am Abend kocht, ist sein Magen beim Betreten der K&#252;che lautstark am Knurren. Thomas durchforstet seinen K&#252;hlschrank. Er entdeckt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4></h4>
<div class="anreisser">Der Student Thomas kommt von einem anstrengenden Tag an der Universit&#228;t nach Hause. Da er nicht zu denjenigen Studenten geh&#246;rt, die in ihrer Mittagspause die Mensa aufsuchen, um den Hunger zu stillen, sondern vielmehr selbst gerne am Abend kocht, ist sein Magen beim Betreten der K&#252;che lautstark am Knurren. Thomas durchforstet seinen K&#252;hlschrank. Er entdeckt eine Flasche mit Milch und will sich zur Vorspeise einen Schluck genehmigen. Aber wie kann das sein? Die Milch, die er in sein Glas einschenkt ist nicht wei&#223; sondern rot!</div>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Alles-Nano.jpg" alt="Alles Nano" title="Alles Nano" width="267" height="187" class="aligncenter size-full wp-image-5813" /><br />
<span id="more-5766"></span></p>
<p>Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Nicht zuf&#228;llig werden Teilchen, die derma&#223;en winzig sind, „Nano“- Partikel genannt, denn „nanos“ bedeutet auf Griechisch soviel wie „zwergenhaft“. In der Industrie gibt es zwei M&#246;glichkeiten „Zwerge“ herzustellen. Im <em>Top- down</em>-Verfahren wird ein gro&#223;es St&#252;ck Materie so weit zerlegt, bis die Bruchst&#252;cke die Dimension eines Nanometers annehmen. Die <em>Bottom- up</em>-Variante baut aus noch kleineren Teilchen, n&#228;mlich aus Atomen oder Molek&#252;len nanoskalige Partikel auf. F&#252;r welches Verfahren man sich auch entscheiden mag, es entstehen in beiden F&#228;llen Mini-Partikel, die auf Grund des ver&#228;nderten Oberfl&#228;che-Volumen-Verh&#228;ltnisses andere Eigenschaften besitzen als ihre gro&#223;en Br&#252;der.</p>
<h4>Der Verbraucher ist gefordert</h4>
<p>Obwohl dieser Tage die Wissenschaft noch viele ungekl&#228;rte Fragen umhertreibt, was die Nanopartikel und ihre Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit angeht, werden dennoch von Seiten der Industrie bereits nanopartikelhaltige Produkte auf den Markt gebracht. Auch die Kosmetikbranche wirbt mit vielerlei Vorteilen, die die Mini-Partikel angeblich besitzen. Wer sich im Sommer gegen die agressive UV-Strahlung sch&#252;tzen m&#246;chte, aber nicht zu einer milchigen Sonnencreme greifen will, die jeden Strandbesucher in einen Schneemann verwandelt, der hat die M&#246;glichkeit, sich f&#252;r eine &#8220;Nano-Sonnencreme&#8221; zu entscheiden, die trotz hohem Lichtschutzfaktor transparent ist. „Der Sonnenschutzeffekt ohne den Milcheffekt kommt dadurch zu Stande, dass die Pigmente kleiner, fast unsichtbar gemacht werden k&#246;nnen, ohne dass sie ihre Schutzwirkung einb&#252;&#223;en“, so Torsten Fleischer vom Institut f&#252;r Technikfolgenabsch&#228;tzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe, der sich unter anderem mit den Potentialen und Risiken der Nanotechnologie besch&#228;ftigt. </p>
<p>Ob und inwieweit die Benutzung der nanopartikelhaltigen Sonnencremes f&#252;r die Gesundheit des Konsumenten jedoch unbedenklich sind, ist bis heute zweifelhaft. Als relativ gesichert gilt die Annahme, dass die gesunde Haut eine zuverl&#228;ssige Barriere gegen Nanopartikelpenetration darstellt. Wie sieht es aber beispielsweise mit einer gesch&#228;digten Haut aus? Was passiert, wenn sich der Verbraucher, der schon einen Sonnenbrand hat, mit einer nanopartikelhaltigen Sonnencreme eincremt? Experten raten in diesen F&#228;llen eher davon ab, eine „Nano-Sonnencreme“ zu benutzen, da nicht klar ist, mit welchen gesundheitlichen Folgen gerechnet werden muss.</p>
<p>Die Entscheidung, &#8220;Nano-Sonnencreme&#8221;- ja oder nein?- muss also jeder Verbraucher f&#252;r sich selbst treffen. Um dabei jedoch eine &#220;berforderung zu vermeiden, ist es wichtig, dass die B&#252;rger umfassend &#252;ber die Risiken und Chancen der Nanopartikel informiert werden. Aber nicht alle potentiellen Verbraucher f&#252;hlen sich gen&#252;gend aufgekl&#228;rt, wie zum Beispiel Student Marco, der zu wenig Transparenz und Informationsweitergabe bem&#228;ngelt: „Wenn der Verbraucher gefordert ist, sich selbst zu entscheiden und eine eigene Risikoabw&#228;gung vorzunehmen hat, dann muss man ihn noch umfassender aufkl&#228;ren.“.</p>
<h4>Nanopartikel- eine Erscheinung der Moderne?</h4>
<p>Neben den bewussten Entscheidungen, die der B&#252;rger zum Beispiel im Drogeriemarkt zu treffen hat, ger&#228;t der Mensch jedoch auch des &#214;fteren unwissentlich und unbewusst in eine Situation, in der er Nanopartikeln ausgesetzt ist. Bei jedem Waldbrand, beim Rauchen, beim Grillen und sogar beim Weihnachtskerzen ausblasen werden Nanopartikel freigesetzt und es ist in diesen Situationen nicht klar, <img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/Kirchenfenster-Stiftskirche-Hechingen-225x300.jpg" alt="Kirchenfenster Stiftskirche Hechingen" title="Kirchenfenster Stiftskirche Hechingen" width="225" height="300" class="alignright size-medium wp-image-5806" />welche Auswirkungen eine Inhalation auf die Gesundheit besitzt. Auch die Staubst&#252;rme der Sahara setzen nanoskaligen Quarz, n&#228;mlich Siliziumdioxid, in Bewegung, der bis nach Deutschland gelangen kann und sich auf unseren Autos absetzt und den Himmel in einem charakteristischen Licht orange-r&#246;tlich erscheinen l&#228;sst. Dass die Nanopartikeltechnologie nicht eine Erscheinung der Moderne ist, zeigen uns alte Kirchenbauten aus dem Mittelalter. Schon damals wendeten unsere Altvorderen die heute umstrittene Technologie an. W&#228;hrend das Gold im Ehering gelb gl&#228;nzt, kann sein kleiner Bruder, n&#228;mlich das nanoskalige Gold, Kirchenglasfenster rot f&#228;rben. Dieses Wissen besa&#223;en schon die Baumeister fr&#252;herer Zeiten und sie nutzten ihre Kenntnisse, ohne eine Ethikkommission auf den Plan zu rufen.</p>
<h4>Zwischen Risiko und Potential</h4>
<p>&#8220;Nanomaterialien haben nicht als kritisch gegolten, erst der Umgang mit ihnen hat gezeigt, dass sie kritisch sind&#8221;, erkl&#228;rt Herr Fleischer vom ITAS. Ein wesentlicher Hintergrund, der die Sicherheitsdebatte der Nanopartikeltechnologie heute begleitet, ist die Erfahrung, die man mit dem ehemals als &#8220;Wundermaterial&#8221; geltenden Asbest machte. Dieses Material wurde im 20. Jahrhunderts sehr verbreitet als Baustoff eingesetzt, obwohl schon im Jahre 1900 die Asbestose diagnostiziert wurde, eine schwere Lungenkrankheit, die in Folge der Einatmung von Asbestfasern ausbricht. Doch erst 1993 wurde der Einsatz dieses Baumaterials in Deutschland generell verboten. Warum es so lange dauerte, bis Industrie und Politik auf die alarmierenden medizinischen Erkenntnisse reagierten, dar&#252;ber kann man heute trefflich streiten. Was jedoch als unmittelbare Folge der damaligen Tr&#228;gheit gilt, ist die ver&#228;nderte Chemikalienpolitik, in der sich der Zeit eine neue Vorsorgeperspektive widerspiegelt. </p>
<p>Ebenso wie beim Umgang mit dem Baumaterial Asbest gilt auch beim Umgang mit Nanopartikeln die Lunge als das am meisten gef&#228;hrdeten Organ. Dort k&#246;nnen n&#228;mlich die kleinen Teilchen die Alveolarmembran durchdringen, also den Teil des Atemtraktes, in dem der Gasaustausch stattfindet, und &#252;ber das Bindegewebe in die Blutgef&#228;&#223;e gelangen. Zu den negativen Folgeerscheinungen beim Einatmen von Nanopartikeln z&#228;hlen Entz&#252;ndungsreaktionen, St&#246;rungen der Blutgerinnung, Herzrhythmusst&#246;rungen und Irritationen der Atemwege. Andererseits soll aber auch die Aufnahmef&#228;higkeit der Lunge f&#252;r Nanopartikel eine bessere Medikation erm&#246;glichen, etwa bei der Behandlung eines Lungenkrebses. „Manche Nanomaterialien k&#246;nnen in den K&#246;rper eindringen. Die Mechanismen, die dabei herrschen, also welche Materialien und welche Mengen vorliegen m&#252;ssen, um in den Blutkreislauf gelangen zu k&#246;nnen, gelten bis heute als nicht gut durchschaut“, so der ITAS- Mitarbeiter Torsten Fleischer. </p>
<h4>Nano- kleine Weltverbesserer?</h4>
<p>Neben den gro&#223;artigen Visionen in der Medizin, die die winzigen Teilchen entstehen lassen, etwa bei der Bek&#228;mpfung des allgegenw&#228;rtigen Krebses, ist auch die Lebensmittelindustrie euphorisch beim Gedanken an das Potential, was die neue Technologie mit sich bringt. Erforscht werden derzeit sogenannte Nano-Sensoren, die &#252;ber Alter und Zustand von Lebensmittel Auskunft geben sollen. Da laut der BBC in den Industriel&#228;ndern 40% der erzeugten Nahrungsmittel auf dem M&#252;ll landen, werden die Nano-Sensoren als Mittel angesehen, eine unn&#246;tige Verschwendung vorzubeugen. In der eingangs geschilderten utopischen Szenerie wird der Student Thomas durch die Rotf&#228;rbung der Milch darauf hingewiesen, dass diese nicht mehr genie&#223;bar ist. G&#228;be es keine Nano-Sensoren in seiner Milch, h&#228;tte Thomas entweder am Getr&#228;nk riechen m&#252;ssen oder er h&#228;tte das Risiko eingehen m&#252;ssen, im Zweifelsfalle beim ersten Schluck seine Geschmacksnerven zu strapazieren. </p>
<p><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/gl&#252;ckliche-Kuh-auf-der-Weide.jpg" alt="gl&#252;ckliche Kuh auf der Weide" title="gl&#252;ckliche Kuh auf der Weide" width="400" height="300" class="aligncenter size-full wp-image-5809" /></p>
<p>Geh&#246;ren die Nano-Sensoren zu den Dingen, die die Welt nicht braucht? „F&#252;r mich sind die Produkte der Nanotechnologie nur dann sinnvoll, wenn sie wirklich ben&#246;tigt werden“, erkl&#228;rt Student Marco. Doch ab wann ist f&#252;r eine Gesellschaft ein technologischer Fortschritt unabk&#246;mmlich? Wie weit darf der Mensch in die Biosph&#228;re eingreifen? Viele Stimmen behaupten, dass der Innovationstr&#228;ger Deutschland geradezu verpflichtet sei, weiterhin auf dem fahrenden Zug der neuen <em>Industriellen Revolution</em> mitzureisen, der zwar ins Ungewisse f&#228;hrt, aber dennoch Arbeitspl&#228;tze und damit eine Sicherung des Standorts bedeute. Denn was sonst kann Deutschland exportieren, au&#223;er dem technischem Know-How?</p>
<div class="autor">Ariane Dony</div>
<div class="infobox">Was sagen eigentlich unsere <a href="http://www.bundesumweltministerium.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/themenpapier_nanopartikel.pdf">Politiker</a> zum Thema Nanopartikel?
</div>
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		<title>PS: Vergiss mein nicht!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 09:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristin Weinstock</dc:creator>
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 Bild: Anja Major
Nach dem attraktiven Jobangebot oder dem verlockenden Praktikum im Ausland folgt meist der nicht zu vermeidende Umzug in eine entfernte Stadt. Zwischen Hoffen und Bangen werden Kisten gepackt und sich geschworen: „Das Alles schaffen wir schon!“ Welche H&#246;hen und Tiefen „das Alles“ f&#252;r jeden Einzelnen bereith&#228;lt wei&#223; noch Niemand so genau. Dennoch [...]]]></description>
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<div class="picture"><img src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/16909927.jpg" alt="16909927" title="16909927" width="410" height="330" class="aligncenter size-full wp-image-5973" /> Bild: Anja Major</div>
<p>Nach dem attraktiven Jobangebot oder dem verlockenden Praktikum im Ausland folgt meist der nicht zu vermeidende Umzug in eine entfernte Stadt. Zwischen Hoffen und Bangen werden Kisten gepackt und sich geschworen: „Das Alles schaffen wir schon!“ Welche H&#246;hen und Tiefen „das Alles“ f&#252;r jeden Einzelnen bereith&#228;lt wei&#223; noch Niemand so genau. Dennoch geh&#246;ren Fernbeziehungen mittlerweile zum Liebesalltag von Akademikern. Paare, die eine Liebe auf Distanz f&#252;hren, stehen oftmals am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn, sind h&#228;ufig jung und gut ausgebildet – vor allen Dingen aber verliebt, motiviert und optimistisch.</p></div>
<p><span id="more-5592"></span></p>
<h4>Liebe auf Distanz als Beziehungs-Provisorium</h4>
<p>Ein letzter Kuss, eine innige Umarmung. Tim bleiben noch knapp zwei Minuten, bis sich der Zug in Bewegung setzt. Sich jeden Sonntag wieder verabschieden zu m&#252;ssen ist f&#252;r den Mittzwanziger bereits zur Gewohnheit geworden. Seit zwei Jahren f&#252;hren er und seine Freundin Britta eine Fernbeziehung. Auch hier entstand die r&#228;umliche Trennung aus beruflichen Gr&#252;nden. „Leicht haben wir uns diese Entscheidung nicht gemacht. Aber wir waren uns einig, dass ich diese berufliche Chance kein zweites Mal bekomme“, erkl&#228;rt Tim. Pragmatismus, wenn es eben nicht anders geht. Da ist das Gef&#252;hlschaos vorprogrammiert. „Der Anfang war schlimm f&#252;r mich. Erst kam das Vermissen, dann die Vorfreude, das Gl&#252;ck beim Wiedersehen, worauf dann wieder der Abschiedsschmerz folgte. Aber mittlerweile haben wir f&#252;r uns einen guten Weg gefunden. Und ewig wird dieser Zustand wohl nicht anhalten“, hofft Britta. </p>
<h4>Herausforderung Fernbeziehung</h4>
<p>Kein Paar w&#252;nscht sich eine Fernbeziehung. Mutige jedoch lassen sich auf Beziehungen von Freitag bis Sonntag, auf &#252;berf&#252;llte Z&#252;ge, Alltag am Telefon und die Liebe aus dem Koffer ein. Immerhin liebt sich heute fast jedes zehnte Paar &#252;ber eine lange Distanz hinweg. Nicht umsonst ist Deutschland bekannt f&#252;r seine Fernbeziehungsfl&#252;ge von Berlin nach K&#246;ln, von Frankfurt nach Dresden. Gl&#252;ck f&#252;r jeden, der sich seine Tickets im Voraus zu g&#252;nstigen Konditionen sichern kann. „Die Anreise bedeutet f&#252;r mich immer Stress, egal ob mit Zug, Auto oder Flieger“, gibt Tim zu. Die Anspannung der Reise paart sich h&#228;ufig mit dem aufregenden Gef&#252;hl der Vorfreude. Nicht immer ohne unsch&#246;ne Konsequenzen. „Ich freue mich, Tim in M&#252;nchen zu besuchen. Aber wenn es sich auf der Autobahn staut oder mal wieder nur unm&#246;gliche Autofahrer unterwegs sind, ist die ganze Vorfreude hin&#252;ber“, sagt Britta. Die Angst des Zusp&#228;tkommens sei besonders gro&#223;, denn sie wolle damit den Verlauf des Wochenendes nicht gef&#228;hren. Gerade unter Anspannung entstehen h&#228;ufig Streitsituationen. Neben einer anstrengenden Anreise f&#252;hren meist  &#252;berh&#246;hte Erwartungen zu Streitereien. Das Wochenende ist bis ins Kleinste verplant, doch dann ist der Partner pl&#246;tzlich m&#252;de und alle Vorhaben geraten ins Wanken. Keinem ist damit geholfen in solchen Situationen das geplante Programm abzuarbeiten. Statt angespannt Vers&#228;umtes aufzuarbeiten sollte lieber der Alltag mit dem Partner genossen werden. Nebeneinander aufzuwachen und gemeinsam Eink&#228;ufe zu erledigen bringt Qualit&#228;t in die Beziehung. Vermeintlich Allt&#228;gliches wird pl&#246;tzlich zu etwas Besonderem. „Manchmal gehen wir nur spazieren, machen es uns auf dem Sofa gem&#252;tlich, reden und lachen. Neben dem ganzen Stress unter der Woche sind solche Tage die reinste Erholung und bringen uns einander n&#228;her“, erz&#228;hlt Britta.</p>
<h4>Gibt es ein Patentrezept f&#252;r Fernliebende?</h4>
<p>N&#228;he, Verst&#228;ndnis und viel Vertrauen sind die Bausteine einer guten Fernbeziehung. Sitzt man alleine zu Hause kommen schnell bohrende Fragen. H&#228;lt ihn wirklich nur die Arbeit im B&#252;ro auf? Wieso war sie so kurz angebunden am Telefon? Bin ich vielleicht nicht mehr wichtig? W&#228;hrend in der Ferne das Leben viele Neuerungen bereith&#228;lt, wartet zu Hause der Alltagstrott. Gerade unter den Daheimgebliebenen kommt schnell das Gef&#252;hl auf, f&#252;r den Partner neben den vielen Eindr&#252;cken der neuen Stadt, dem aufregendem Job und den frisch geschlossenen Bekanntschaften an Bedeutung verloren zu haben. Umso wichtiger ist es dann, zu wissen, dass man dem Partner einhundert Prozent vertrauen kann. Um dem Liebsten daheim das Gef&#252;hl zu geben, immer noch Teil des aufregenden neuen Lebens zu sein, sollten wichtige Entscheidungen stets gemeinsam getroffen werden. </p>
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		<title>Studieren mit Kind &#8211; zwischen Pampers und Parties</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 14:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristin Weinstock</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
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Neben dem anstrengenden Studium noch ein Kind gro&#223;ziehen? Viele junge Studenten schrecken vor dieser gro&#223;en Herausforderung zur&#252;ck. Zu hoch sind die Kosten f&#252;r Kita, Windeln und Spielzeug, zu schwer lassen sich Vorlesungen und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren. Um trotz Nachwuchs erfolgreich studieren zu k&#246;nnen, ben&#246;tigt es eine gro&#223;e Portion Organisationstalent und Eigenverantwortung. Sonst kommt es zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="anreisser"><img class="aligncenter size-medium wp-image-5761" title="BL3-1" src="http://ka-mpus.extrahertz.de/wp-content/uploads/2010/02/BL3-1-300x225.jpg" alt="BL3-1" width="300" height="225" /><br />
Neben dem anstrengenden Studium noch ein Kind gro&#223;ziehen? Viele junge Studenten schrecken vor dieser gro&#223;en Herausforderung zur&#252;ck. Zu hoch sind die Kosten f&#252;r Kita, Windeln und Spielzeug, zu schwer lassen sich Vorlesungen und Kinderbetreuung miteinander vereinbaren. Um trotz Nachwuchs erfolgreich studieren zu k&#246;nnen, ben&#246;tigt es eine gro&#223;e Portion Organisationstalent und Eigenverantwortung. Sonst kommt es zu gro&#223;en Schwierigkeiten, wenn man Studium, Kind, Haushalt, Finanzen und Nebenjob unter einen Hut bringen will.
</div>
<p><span id="more-5464"></span></p>
<p>Auf dem Kinderzimmer-Fu&#223;boden liegen &#252;berall Puppen, Pl&#252;schtiere und Puzzelb&#252;cher verteilt. Dazwischen sitzt die dreij&#228;hrige Laura und wartet ungeduldig darauf, dass ihre Mama mit ihr malt. Diese ist gedanklich allerdings gerade bei ihrem Referat, welches sie &#252;bermorgen halten muss. Ein Aufschub hat ihr der Professor nicht gew&#228;hrt- obwohl er von ihrer Tochter wei&#223;.</p>
<h4>Spagat zwischen H&#246;rsaal und Wickeltisch</h4>
<p>Wie sieben Prozent der deutschen Studenten hat sich Jasmin f&#252;r ein Studium mit Kind entschieden. In welchem Ma&#223;e diese Entscheidung ihr Leben auf den Kopf stellen w&#252;rde, hat sie damals nicht geahnt. Statt sich zwischen den Vorlesungen ihre Zeit beim Kaffee mit Freundinnen zu vertreiben, nutzt die P&#228;dagogikstudentin lieber die freien Minuten, um in Ruhe in der Bibliothek zu lernen. Zu Hause hat sie daf&#252;r oftmals erst sp&#228;t abends Zeit. Wie anstrengend es ist, zwischen Seminaren, Referaten und Abgabefristen ein Kind zu erziehen war der jungen Frau nicht bewusst. „Fr&#252;her war ich absolut chaotisch. Aber Laura hat aus mir ein kleines Koordinationstalent gemacht“, witzelt die 25-J&#228;hrige. „Ohne einen  konsequent durchorganisierten Ablaufplan w&#252;rde ich keinen Tag mehr &#252;berstehen.“</p>
<h4>Studium und Kind?</h4>
<p>Kinder m&#246;chten die meisten Studenten schon &#8211; aber bitte nicht w&#228;hrend des Studiums. Laut Dr. Waltraud Corneli&#223;en vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) k&#246;nnten sich lediglich zwei Prozent der kinderlosen Studenten vorstellen, in dieser Zeit Nachwuchs zu bekommen. Auch die Erfahrungsberichte von Mitarbeiterinnen aus Beratungszentren deuten an, dass Kinder, die w&#228;hrend der Studienzeit zur Welt kommen, in den wenigsten F&#228;llen geplant waren. Entweder wurde das Studium schon mit Kind begonnen, oder die Eltern entschieden sich f&#252;r den spontanen Familienzuwachs. Studenten die Kinder bekommen befinden sich daf&#252;r in den h&#228;ufigsten F&#228;llen in einer gefestigten Partnerschaft. Wenn sie nicht sogar, wie Jasmin und ihr Mann Patrick, verheiratet sind. &#8220;Ich habe mich vor drei Jahren bewusst f&#252;r ein Leben als Mutter, Ehefrau und Studentin entschieden. Wir wollten ohnehin irgendwann heiraten. Durch Laura wurde die Familiengr&#252;ndung einfach etwas vorgezogen&#8221;, sagt Jasmin. </p>
<h4>Balanceakt und Doppelbelastung</h4>
<p>Den Drahtseilakt zwischen Studium und Elterndasein bekommt nicht jeder so gut hin wie Jasmin. H&#228;ufig zehren die sprichw&#246;rtlich tauben Ohren der Professoren, das Unverst&#228;ndnis der Kommilitonen und die finanzielle Lage an den Nerven. Solche Tage kennt auch Jasmin. „Wenn mir die Abgabefrist meiner Hausarbeit im Nacken sitzt, am n&#228;chsten Tag ein Referat ansteht, die Kleine schreit und das Geschirr noch gesp&#252;lt werden muss, bin ich froh, dass Patrick f&#252;r mich da ist. W&#228;re ich alleinerziehend, w&#252;sste nicht, ob ich mein Studium und Laura unter einen Hut bringen k&#246;nnte.“</p>
<div class="infobox">&#220;brigens: Wenn Pr&#252;fungstermine auf Grund eines kranken Kindes nicht eingehalten werden k&#246;nnen, kann man in jedem Fall auf Attest vom Arzt einen Nachschreibtermin wahrnehmen.</div>
<p>Der Druck, der auf den jungen Eltern lastet ist enorm. Schaffe ich die n&#228;chsten Klausuren? Wie sieht mein Kontostand aus? Bekomme ich den Platz an der Uni-Kita? Untersuchungen haben gezeigt, dass gesch&#228;tzte 40 Prozent der Studenten mit Kind ihr Studium wegen der enormen Doppelbelastung abbrechen. Viele unterbrechen das Studium auch, um es nach wenigen Semestern wieder aufzunehmen. Dennoch h&#228;lt die Mehrheit (60%) der studentischen Eltern Studium und Kind f&#252;r prinzipiell miteinander vereinbar. Studenten mit Kind kritisieren h&#228;ufig die mangelnde R&#252;cksichtnahme auf die Zeitstrukturen der Studierenden mit kleinen Kindern, da die zeitliche Konkurrenz zwischen Studium und Kinderbetreuung seitens der Studienorganisation meist nicht beachtet wird.</p>
<div class="infobox">&#220;brigens: Zwar gibt es keine Erleichterung bez&#252;glich der Studienleistungen, aber ein Gespr&#228;ch mit dem Dozenten kann Abhilfe schaffen. In den meisten F&#228;llen lassen sich so L&#246;sungen finden, mit denen beiden Parteien einverstanden sind.</div>
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