KA.mpus wird eingestellt

Liebe Fans und Leser,

leider müssen wir euch mitteilen, dass das Hochschulmagazin KA.mpus eingestellt wird. Das Seminar Redaktion und Gestaltung, dessen Studenten seit Jahren unser Magazin mit Artikeln füllten, wurde in diesem Sommersemester vom zuständigen House of Competence umgestaltet. Eine Weiterführung des Hochschulmagazins KA.mpus wurde dabei von den Verantwortlichen nicht gewünscht.
Wir danken unseren Lesern für das Interesse und auch unseren Autoren für die Mitarbeit.

Die KA.mpus-Redaktion

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9 Reaktionen zu “KA.mpus wird eingestellt”

  1. Willi Busse

    Halle an das letzte Team,

    war ja leider nur eine Frage der Zeit. Nach der Goldenen Generation, die damals für Euch das Uni-Fußballturnier gewann, war einfach die Luft raus und Pseudo-Journalismus machten sich breit, sprich: die Qualität ließ tendenziell nach; was einzelne, wirkliche Perlen nicht ungelesen macht.

    Hoffentlich gehts irgendwann wieder weiter. Die Uni brauch auch kritische Stimmen, wie die Öffentlichkeit überhaupt und nicht nur ein Uni hauseigenes Magazin, welches gern mal alles schön schreibt.

    Beste Grüße,
    Willi Busse

  2. Hans-Georg

    Hallo Willi,

    wenn ich so auf die lange KA.mpus-Geschichte zurückblicke, kann ich leider keine echte ‘goldene Generation’ ausmachen. Es gab immer gute und schlechte Artikel. Wenn ein gewonnenes Fußballturnier der Gradmesser sein soll, dann bitte. Für ‘uns’ habt ihr das sicher nicht gewonnen.

    Deinem zweiten Absatz möchte ich mich aber trotzdem voll und ganz anschließen. Hoffentlich geht es weiter.

    Viele Grüße,
    Hans-Georg

  3. Timo

    Naja, sowas wie ne “Goldene Generation” gabs schon, die wurde hauptsächlich von Redaktionsmitgliedern getragen, die sich nicht nur um die Texte kümmerte, sondern auch die Titelseiten selbst gestaltete und nicht zuletzt selbstständig auf Sponsorensuche ging, um das Heft auch in gedruckter Form vorlegen zu können. Sowas sollte an dieser Stelle schon noch gewürdigt werden.

    Trotzdem ist es erstaunlich, dass das Magazin nun eingestellt werden muss, zumal es nicht nur von Uni-Studenten am Leben gehalten wurde. Und andererseits ist es echt traurig, dass an einem Hochschulstandort, an dem Germanisten wie auch EUKLID-Leute ausgebildet werden, die “gedruckte Kultur” einen so geringen Stellenwert inne hat. Ich will nicht so weit gehen, dass das Ende von KA.mpus die geisteswissenschaftliche Situation am KIT widerspiegelt. Nur muss man sich echt die Frage stellen, was Germanisten mit ihrem Studium anfangen wollen, wenn sie z.T. noch nicht mal fähig sind, die einfachsten Grundlagen des Journalismus umzusetzen.

    M.E. liegt die vorliegende Situation nicht an der Konzeption des Magazins, sondern vielmehr an den Leuten selbst. Ob das Magazin daher eine Zukunft haben wird, liegt ganz alleine am Engagement bzw. am “Schreibhunger” der Studenten. Und vlt. auch an den Dozenten, die die Studenten doch zum “Schreiben” anregen und ausbilden sollten!!!

  4. Hans-Georg

    Die Situation mit der gedruckten Ausgabe war beklagenswert: Monat für Monat war das Geld einfach nicht aufzutreiben und irgendwann ist deutlich gewesen, dass die ganze Druckgeschichte Energieverschwendung gewesen ist. Hab ich ja selbst miterlebt.

    Die Entscheidung, darauf generell zu verzichten war schwierig aber richtig. Die meisten der Studenten waren motiviert und fähig. Nur war eben nicht jedem möglich, sich neben den vielen anderen Verpflichtungen an der Uni auch noch intensiv um KA.mpus zu kümmern. Das sollte jeder respektieren. Daher: Nein, eine ‘goldene Generation’ gab es nicht in der Form, wie ihr es hier darstellt. Bei euren Kommentaren kommt deutlich rüber, dass ihr euch für was besseres haltet. Und das kann und will ich nicht unterschreiben.

    Jede KA.mpus-Generation hatte ihre eigenen Herausforderungen und hat sie auf ihre Weise bewältigt. Wer das nicht akzeptieren, respektieren und würdigen kann, sollte besser schweigen.

  5. Timo

    Als “beklagenswert” ist wohl eher die jetzige Situation zu bezeichnen, und diskreditiert alle Mitglieder die KA.mpus ins Leben gerufen haben (ich möchte hier gleich klarstellen, dass ich da nicht dazugehöre) und viel Zeit und Überzeugungskraft aufgebracht haben, um Sponsoren ausfindig zu machen. Denn umsonst gibt es nunmal nichts. Und: Es ist den Leuten auch tatsächlich gelungen, Fördergelder aufzutreiben und somit das KA.mpus weitläufig auslegen zu können.

    Und die Meinung zu vertreten, die “Druckgeschichte” eines Magazins sei “Energieverschwendung”, gilt es “zu akzeptieren und zu respektieren”, aber seine Meinung kann sich hier jeder selbst bilden.

    Ohne Vorwürfe gegenüber den letzten KA.mpus Mitgliedern zu erheben, denn persönliche Unterstellungen, wie sie hier vorgetragen wurden, gehören wie jeder Journalist weiß nicht zum Grundrepertoir eines Artikels/Kommentar, ist die Begründung “die Studenten haben neben ihrem Studium keine Zeit mehr für KA.mpus” doch etwas schleierhaft, die Jahre zuvor hats ja schließlich auch geklappt, und nur die wenigsten mussten dafür ihre Regelstudienzeit überschreiten.

  6. Hans-Georg

    Warum redest du eigentlich über Sachen mit, von denen du keine Ahnung hast und bei denen du nicht mal dabei gewesen bist? Niemand hat die Druckausgabe von KA.mpus leichtfertig eingestellt. Wir haben damals alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Ausgabe zu erhalten, aber es hat nicht geklappt. Das lag nicht an mangelndem Einsatzwillen, sondern an den nicht änderbaren Umständen, dass es eben kein Geld gab. Mag ja sein, dass es zunächst Fördergelder gab, aber die gab es später eben nicht.

    Außerdem hat sich insgesamt der Fokus von KA.mpus verschoben: Es waren seltener Studenten aus dem letzten Studienjahr dabei, die evtl. deutlich mehr Zeit gehabt hätten, sich einzubringen. In den ersten zwei Bachelor-Jahren hat es eben deutlich weniger Zeit.

    Zum Thema Energieverschwendung: Das ist meine Meinung. Wir haben den Riesenaufwand auf uns genommen, die PDF-Ausgabe zu produzieren, die nur für den Druck Sinn macht. Das hat viel Zeit und Nerven gekostet und hat letztlich die Arbeit an KA.mpus mehr eingeschränkt, als dass es genutzt hätte: Denn die Aussicht auf eine gedruckte Ausgabe war praktisch nicht existent. Und dann daran festzuhalten, ist dann eben Energieverschwendung. Dazu positioniere sich jeder, wie er mag. Aber bitte mit Wissen um die Umstände.

    Zum Thema journalistisches Grundrepertoire: Warum zitierst du mich völlig aus dem Zusammenhang gerissen und dann noch falsch und sinnentstellend? Ich habe nie behauptet, meine Meinung sei zu akzeptieren und zu respektieren. Das war deutlich auf die Leistung *aller* Redakteure bezogen.

    Zum Schluss: Das Argument ‘früher hats ja auch geklappt’ ist doch ein wenig schwach. Ja, früher hat es geklappt. Und später eben nicht. Ich kann aus meiner Sicht nachvollziehen, dass die Arbeitsbelastung im Studium zugenommen hat. Und später waren auch Studenten dabei, deren Berufswunsch nicht Journalismus war, die sich aber das mal ansehen wollten. Ich denke, man macht sich unglücklich, wenn man das nicht akzeptieren kann.

    Und wirklich letzter Absatz: Ich wünsche mir von Timo/Willi, dass ihr Kommentare verfasst, die etwas respektvoller mit den anderen KA.mpus-Redakteuren umgehen. Und die nicht so formuliert sind, dass ich den Eindruck bekomme, sie hielten sich für was besseres. Die Äußerung “Ohne Vorwürfe gegenüber den letzten KA.mpus Mitgliedern zu erheben”, ist da schon ein erster Schritt, leider hört es danach im Satz schon wieder auf :(

  7. Hans-Georg

    Ein Nachtrag: Mit Druckgeschichte waren nicht die gedruckten Ausgaben gemeint, sondern vielmehr der Prozess von Texte erstellen, InDesign-Layouten usw.

  8. Marcel

    Leider eine teilweise ziemlich bedauerliche Diskussion hier zum “Abschied”.

    Ich stimme voll und ganz mit Hans-Georg überein, dass es so etwas wie eine “Goldene Generation” nicht gegeben hat – und glaube, das ganz gut einschätzen zu können.

  9. Anna

    Ich sehe die Situation ähnlich wie Hans-Georg! Und da ich selbst Teil des Ganzen war, finde ich die Kommentare von Timo und Willi nicht nur respektlos (und das beziehe ich NICHT auf mich selbst, sondern meine “Kollegen”), sondern auch unverschämt!
    Es ist schließlich traurig genug, dass man Studenten eine der wenigen Möglichkeiten nimmt etwas offensichtlich sinnvolles zu tun, über das sie völlig frei entscheiden können und es ersichtlich ist, welchen späteren Nutzen die Arbeit haben kann!
    Wer da von ‘goldenen Generationen’ spricht hat eines ganz sicher vergessen: Jeder hat hier immer sein Bestes gegeben. Und genau so unterschiedlich wie die einzelnen Autoren waren, so sind es ihrer Texte. Hier konnte sich jeder mal ausprobieren.
    Und daher bedaure ich es wirklich sehr, dass KA.mpus eingestellt werden soll.

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