The Big Bang Theory – Die fabelhafte Welt der Nerds

Sheldon Cooper, Leonard Hofstadter, Rajesh „Raj“ Koothrappali und Howard Wolowitz sind allesamt Wissenschaftler und leben in ihrer eigenen Welt: Comics, Computerspiele, Superhelden und Kostüme, Science-Fiction und allem voran die Wissenschaft – das ist es, was ihr Leben ausmacht. Wenn da nur nicht Penny wäre, das hübsche „Mädchen von nebenan“, und alles auf den Kopf stellen würde..

the big bang theory - title

The Big Bang Theory ist eine amerikanische Comedy-Serie von den Produzenten Chuck Lorre und Bill Prady, die seit September 2007 in den USA und seit Juli 2009 in Deutschland von dem chaotischen Leben der beiden Hauptpersonen Sheldon und Leonard erzählt.

Sheldon, ein theoretischer Physiker, wohnt mit seinem Kollegen Leonard, einem Experimentalphysiker, zusammen in einer Wohngemeinschaft, in der auch nicht selten Raj, ein Astrophysiker, und Howard, ein Raumfahrtingenieur, der allerdings als einziger keinen Doktortitel besitzt, herumlungern. Sie alle halten viel von sich, ihrer Intelligenz und ihrer Arbeit und sind meist auch wirklich gut darin, doch auf sozialer Ebene sind sie hoffnungslose Versager, jeder auf seine eigene Weise.

Sheldon hat wohl die meisten Schwierigkeiten, sich an seine Umgebung „anzupassen“. Durch seinen überschnittlich hohen IQ von 187 und seinem damit verbundenen Erfolg in kürzester Zeit neigt er zu Arroganz und Überheblichkeit, sieht die Welt nur aus einem logischen, theoretischen Blickwinkel und kann sich schwer in andere Menschen hineinversetzen, weshalb er manch eine „normale“ Reaktion nicht versteht.
Dazu gehört wohl auch, dass er Dinge wie Ironie und Sarkasmus, aber auch einfache Scherze erst vestehen lernen muss.
Aber das ist noch nicht alles: Es ist sehr leicht, diesen hochbegabten Physiker aus dem Konzept zu bringen; man setze sich beispielsweise nur auf „seinen“ Platz auf dem Sofa, schon ist es aus mit der Harmonie, denn dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Platz, sondern um den „perfekten“ Platz im Wohnzimmer.
Und auch sonst spielt sich sein Leben innerhalb fester Gewohnheiten ab, jeder Ablauf jeden Tages in der Woche ist geplant, vom Restaurant bis zum Abendprogramm, z.B. ist Mittwoch „Halo-Abend“. Mit Störungen dieser Ordnung findet sich Sheldon nur schwer ab, weswegen Leonard des Öfteren in Erklärungsnot gerät, vor allem wenn es um Penny geht, für die so ein Verhalten zu Anfang noch sehr befremdlich ist.

Penny ist die neue Nachbarin von Sheldon und Leonard und eine Kontrastfigur zu der “Nerd-Gemeinschaft”: Sie ist aufgeschlossen, sehr emotional, leicht chaotisch und naiv, verdient sich als Kellnerin ihre Miete, ist allerdings in ihrem Vorhaben, Schauspielerin zu werden nicht sehr erfolgreich. Während sich Sheldon nicht für das andere Geschlecht zu interessieren scheint, hat Leonard sehr schnell ein Auge auf Penny geworfen.

Allerdings hat auch er so seine Probleme: Durch seine Schüchternheit gegenüber Frauen fällt es ihm oft schwer sich verständlich auszudrücken, sodass er genau wie Sheldon sehr unbeholfen und manchmal auch hilflos wirkt.
Auch Raj und Wolowitz – wie er meistens genannt wird – wollen unbedingt eine Frau kennenlernen, was sich aber ebenso schwierig gestaltet: Raj, der in Gegenwart einer Frau verstummende Inder, kann nur unter Alkoholeinfluss mit einem weiblichen Wesen sprechen:
“Ich wollte, ich hätte sein Selbstvertrauen. Es fällt mir so schwer, mit Frauen zu sprechen. Oder wenn Frauen dabei sind. Und gelegentlich auch bei femininen Männern.”
Ganz im Gegensatz zu Howard, der sich vor lauter Selbsüberschätzung für einen “Frauenheld” hält und dabei noch bei seiner Mutter wohnt.

big bang theory - foto

Es ist faszinierend, interessant und vor allem urkomisch – zwei Welten treffen aufeinander und das Normale wird plötzlich zu einem Rätsel.
Es wird über Quantenphysik und die String-Theorie diskutiert, “Klingonen”-Scrabble gespielt oder einfach mal schnell Finnisch gelernt, aber wenn es darum geht einen “normalen” Menschen wie Penny zu verstehen, ist manch ein Physiker überfordert. Raj Koothrappali sagt auch schon einmal:
“Heiliger Kuhmist, sind wir Nerds!”
Das Besondere an The Big Bang Theory sind nicht nur die durchgehend vorhandenen ironisch wie sarkastischen Sprüche, sondern auch die wissenschaftliche Korrektheit in den Dialogen.
Wer also auf der Suche nach Abwechslung, gutem Witz und sympathischer Tollpatschigkeit ist und unseren Sheldon noch nicht kennt, sollte doch mal einen Blick wagen und sich von den amüsanten Theorien mitreißen lassen.

Daniela Stratidis

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