Breaking Bad


Mitten durch den verlassenen Highway rast ein großer Wohnwagen. Er dampft wie eine Dampflokomotive und scheint ziellos durch die Landschaft zu fahren. Der Fahrer und sein Nebenmann tragen beide Gasmasken. Für den Zuschauer spielt sich ein groteskes Szenario ab. Er hat keine Ahnung über das was vorgefallen war oder was nun geschehen wird. Was sie sehen ist der Beginn der ersten Folge von Breaking Bad
.

Walter White, der Protagonist der Serie, ist Chemielehrer an der Highschool und führt eigentlich ein gewöhnliches Leben. Seine Frau Skyler ist zum zweiten Mal schwanger und sein ältester Sohn Walter Jr. ist von Geburt an teilweise gelähmt. Weil sich die Familie finanziell nicht in der besten Lage befindet, arbeitet Walter nebenher bei einer Autowaschanlage, obwohl er einen guten Universitätsabschluss in Chemie absolviert hat. Ein normales Leben, aber keines das sich jemand freiwillig wünschen würde. Und dessen ist sich der Chemielehrer bewusst. Zu allem Überfluss erfährt er, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist. Dabei sehen die Heilungschancen der Krankheit sehr gering aus. Die Behandlung, die nicht nur unerträgliche Nebenwirkungen mit sich bringen würde, Soll ein Vermögen kosten, das er nicht besitzt.
Seine Situation ist schlichtweg aussichtslos und deprimierend.
An seinem 50. Geburtstag erzählt ihm sein Schwager Hank, der bei der DEA (Drug Enforcement Administration) arbeitet davon, wie viel Geld durch synthetisch hergestellte Drogen umgesetzt wird. Auf Bitten Walters nimmt ihn Hank auf eine Razzia mit, bei der er seinen ehemaligen Schüler Jesse Pinkmann vom Tatort flüchten sieht. Doch anstelle seinem Schwager davon zu erzählen, besucht Walter Jesse und bietet ihm an sein neuer Partner zu werden. Zusammen stellen die Beiden nicht nur klarstes Meth her, sondern werden mit Situationen konfrontiert, welche einen krassen Kontrast zu Walter Whites Alltagsleben bilden.

Meth oder auch Crystal genannt, ist ein Droge die eine sehr starke Wirkung auf den Körper hat. Die Nervenaktivität wird hierbei enorm angeregt.

Breaking Bad ist eine Serie die man nicht schnell mal zum Entspannen anschauen kann. Vom ersten Moment an wird der Zuschauer in eine Geschichte hinein geworfen, die sich wie ein Kinofilm weiter verfolgen lässt. Mit dem Unterschied, dass der Film in einzelne Folgen zerstückelt ist und so das Spannungsgefühl in die Höhe getrieben wird. Der innere Konflikt des Protagonisten, sowie der Verlauf seiner Krankheit, welche erschreckend Tiefe einblicke gewährt, bilden das Hauptthema der ganzen Serie. Trotzdem gibt es Dank des schwarzen Humors auch Szenen in denen der Zuschauer etwas zu lachen hat. Wer also auf der Suche nach etwas Anspruchsvollerem ist, das aber nicht gleich ganz deprimierend sein soll, liegt bei Breaking Bad richtig. Nicht umsonst wurde die Serie mit zahlreichen Preisen gekrönt.

Emilia Maria Kühn

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