Studiengang “Malen nach Zahlen”


Beim Thema Geistes- und Sozialwissenschaften fassen sich die meisten Studierenden aus dem wirtschaftlichen Bereich kurz: „Kann man so etwas überhaupt am Karlsruher Institut für Technologie studieren?“


Am 16. Juni 2011 ist es mal wieder so weit. Das Sommerfest der Wirtschaftswissenschaftler, kurz WiWiSo, steht vor der Tür. Die legendäre Party ist für so einige Studenten eine Pflichtveranstaltung. Doch wie empfindet ein GeistSozler diese Party?

Als Harz IV-Studiengang ist uns der Kosten- und Nutzenabgleich unseres Studiums nicht bewusst. Es fällt uns schwerer die Welt in wirtschaftlichen Zusammenhängen zu sehen. Schließlich beschäftigen wir uns eher mit “Malen nach Zahlen” und mit “Mandala- Betrachten”. Als Randgruppe des Karlsruher Institut für Technologie passen wir nicht in die Agenda. Unsere Opportunitätskosten werden in Frage gestellt. Für die Geistes- und Sozialwissenschaftler des KIT ist Soll und Haben eher irrelevant.
Schließlich studieren sie nur in Karlsruhe, um einen reichen Wirtschaftswissenschaftler/-in oder Wirtschaftsingenieur/-in zu verführen; als gute Partie. Deswegen lernen sie auch nur im 3. Stock der Unibibliothek, um Wirtschaftsstudenten zu betören, ganz gleich ob dieses Stockwerk für die Geistes- und Sozialwissenschafter vorgesehen wurde oder nicht.
Sprüche wie „Geistsoz- Frauen f***en und verhauen!“ und weitere äußerst kreative Äußerungen entstehen vor allem auf dem WiWiSo oder anderen Partys, bei trivialen Gesprächen. Als erstes wird die Frage nach dem Studiengang gestellt und danach was wir überhaupt machen, ob wir Aufsätze schreiben würden, so wie in der Schule. Wir passen einfach nicht in dieses gewisse “Zeitfenster” der Wirtschaftswissenschaftler, bei solch einem unnötigen Studiengang. Die Leitungsbilanz ist eher peripher im Gegensatz zu unseren Kommilitonen, die an einem Leistungsüberschuss leiden, immer “just in time” sind und vor allem sehr “busy”. Schließlich werden sie alle mal schwer verdienende Geschäftsleute deren Lebensmotto “Business” ist.

Jedoch ist festzustellen, dass die Wirtschaftsstudenten die besten Partys organisieren, veranstalten und feiern und nicht alle so über Geistes- und Sozialwissenschaftler denken. Es wäre nur wünschenswert, wenn sie uns als Studiengang akzeptieren würden, schließlich können sie Dank uns an einer Universität studieren und nicht an einer Fachhochschule.

Anonym

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2 Reaktionen zu “Studiengang “Malen nach Zahlen””

  1. Willi

    Naja, ein solches Machwerk kann man wirklich nur “Anonym” veröffentlichen. Warum hat man den Anspruch etwas zu veröffentlichen, nur um dann unerkannt zu bleiben? Das darf doch wohl nicht wahr sein und entspricht nicht dem journalistischem Geist und passt ganz und gar nicht zum KA.mpus.

  2. Basil Seltzer

    Hallo,
    das ist doch klar, warum der Autor bzw. die Autorin dieses leicht polemischen”Aufsatzes” anonym bleiben wollte: er oder sie hätte doch keine, absolut keine Chance mehr, einen Wiwi oder eine Wiwi-in zu verführen, wenn er oder sie seinen bzw. ihren Namen nennen würde.
    Ich habe volles Verständnis.
    Basil Seltzer nennt sich ein gewisser Chaplin in dem Film “The Rink”

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