talKIT for the future

Vor exakt zwei Wochen eröffnete talKIT im Karlsruher Schloss und im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie, KIT, eine Podiumsdiskussion der Superlative unter dem Terminus: „E-volution- Die Zukunft der Mobilität?“. Die angehende Hochschulgruppe talKIT steht für das Wirtschafts- und Technologieforum am KIT, das zusammengesetzt ist aus der Universität Karlsruhe (TH) und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Nach einer eintägig währenden Podiumsdiskussion aus dem Vorjahr triumphierte talKIT in diesem Jahr mit einem zweitägigen Event. Die Atmosphäre und der Esprit der Studierenden verliehen der Veranstaltung ein sensationelles Flair und machten sie somit zu einem einmaligen Erlebnis.

talKITs erste Podiumsdiskussion „Wirtschaft 2.0 – Zusammenbruch, Umbruch, Aufbruch?“ wurde am 20. Januar 2010 von der offiziellen Hochschulgruppe Börsen-Initiative Karlsruhe e.V. durchgeführt. Der Fokus von talKIT besteht im Allgemeinen aus einem Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Technologie, welches wiederum einen gemeinsamen Meinungsaustausch zur Verfügung stellt. talKIT setzt sich aus Podiumsdiskussionen, Workshops, Fachvorträgen und Panels zusammen, die sich mit aktuellen Thematiken aus der Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie befassen.
Nach dem großen Erfolg der letzten Podiumsdiskussion wurde in diesem Jahr das Leitmotiv im Hinblick auf das 125-Jährige Jubiläum, die Patentanmeldung des Motorwagens durch Carl Benz, gewählt: „ E-volution – Die Zukunft der Mobilität?“.
Ein Highlight war der erste Abend. Der Wirtschaftsingenieurstudent Raphael Bonvecchio begleitete am Klavier das Kamingespräch am 4. Mai im Karlsruher Schloss. Vertreten waren Prof. Dr. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK KIT, Dr. phil. Thomas Meyer, Geschäftsführung KIT-Zentrum Mobilitätssysteme und PD Dr. Kurt Möser, Institut für Geschichte, KIT. Sie eröffneten die Diskussion über die Thematik der Mobilität aus gesellschaftlicher und philosophischer Perspektive.
Am zweiten Tag der Veranstaltung waren die morgendlichen Kurzvorträge so gut besetzt, dass zwei Impulsvorträge von den Räumlichkeiten des House of Competence, HOC, in das Audimax verlegt werden mussten. Die Passion und die Begeisterung der Studierenden waren im Vorlesungssaal des Audimax am KIT allgegenwärtig. Das Podium wurde am Donnerstagnachmittag von Moderator Thomas Fromm, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, angeleitet. Es setzte sich zusammen aus Dr. Thomas Weber (Vorstandsmitglied der Daimler AG), Rainer Bomba (Parlamentarischer Staatssekretär BmVBS), Hans-Peter Villis (CEO EnBW) und Dr. Joachim Fetzer (Executive Vice President SB LiMotive). Jeder Sprecher wurde von einem persönlichen Assistenten begleitet.
Die Studierenden lauschten aufmerksam der spannenden Diskussion über die Elektromobilität in Deutschland in Konkurrenz zu den europäischen Nachbarn Spanien und Frankreich, aber auch im internationalen Vergleich zu Asien. Vorstandsmitglied der Daimler AG, Thomas Weber, erläuterte, dass selbst in der Wirtschaftskrise in Deutschland weiter geforscht und entwickelt wird. Das Hauptaugenmerkmal liege auf der generellen Bereitschaft der Kunden ein Elektromobil zu kaufen und darauf, den Kunden die neuen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man in der Innenstadt umweltfreundlich mobil sein könne. Rainer Bomba (BmVBS) sprach über die deutsche Mentalität “jetzt alles regeln zu wollen” und über die Problematik, dies zu verwirklichen.

Nach der Diskussion erhielten die Studierenden die Gelegenheit, Fragen an das Plenum zu richten. So beispielsweise Hans Peter, Wirtschaftsingenieurstudent des KIT, der wissen wollte, wie am Smart die Elektromobilität exemplarisch aussehen würde. Weber beantwortete ihm die Frage, dass der Elektro-Smart speziell für die Innenstadt konstruiert wurde und dass durch Car to Go Services in Städten wie Shanghai Parkplatzprobleme vermieden werden können. Er beschrieb humorvoll, wie sich die Gesellschaft im Laufe der Zeit verändert hat, dass damals mit 18 Jahren der Führerschein erzielt wurde und das Auto jeden Sonntag auf Hochglanz poliert wurde. Dies ist jedoch im Wandel und der Nahverkehr wird immer mehr geschätzt, jedoch spielt die individuelle Mobilität eine zentrale Rolle.
Im Foyer des Audimax präsentierten sich einige Sponsoren, unter anderem EnBW, Bosch und Opel sowie das KIT mit einem Stand. EnBW ermöglichte den Studierenden auf der Terrasse des Audimax, auf der eine Lounge aus einem weißen Zelt errichtet wurde, das aktuelle E-Bike auszuprobieren, das für jede Menge Spass und Euphorie sorgte.
talKIT ist in fünf Aufgabenfelder untergliedert, wie die Ressourcenleiterin der Operativen Durchführung, Ilka Schweigger, nach der Podiumsdiskussion vor dem Audimax erläuterte. Sie arbeitete zusammen mit Tanja Minzenmay, beide Wirtschaftsingenieurstudentinnen am KIT im vierten Semester, die komplette Durchführung der Veranstaltung aus. „talKIT besteht aus einer flachen Struktur“, erklärte sie sehr sachlich. Durch die letztjährige Podiumsdiskussion wurde sie auf talKIT aufmerksam. „Ich war total begeistert, für mich war schlagartig klar, dass ich ein Teammitglied werden möchte.“ Ilka Schweigger führte weiter aus, dass sie seit Januar durchgehend mit der Planung beschäftigt waren und den Termin auf Anfang Mai verschieben mussten. Jedoch soll dieser Termin für das kommende Jahr fest bleiben.

„Ich war total begeistert, für mich war schlagartig klar, dass ich ein Teammitglied werden möchte.“

Ein weiteres Arbeitsfeld von talKIT ist der „Redner und Gäste“- Bereich. Für diesen war der Maschinenbaustudent am KIT, Philip Wahl aus dem sechsten Semester, verantwortlich. Die Wirtschaftsingenieurstudenten Maximilian Schücking und sein Kommilitone Lennart Kloss, beide aus dem achten Semester, kümmerten sich um die verschiedenen Workshops und sprachen auch die Thematiken mit den diversen Firmen ab. Schücking stellte fest: „Die Workshops sind eine ideale Möglichkeit, einen Fuß in die Firmen zu bekommen, wie zum Beispiel in diesem Jahr in die Boston Consulting Group.“
Victoria Berg studiert im zweiten Semester Wirtschaftsingenieurwesen am KIT und meldete sich freiwillig als Helferin bei talKIT an. Sie leitete den Workshop “Daimler AG – CO2-Reduktion bei schweren Nutzfahrzeugen”.
Die Projektleiter von talKIT sind Stephan Jager aus dem zehnten Semester und Max E. Nastold aus dem achten Semester, beide Wirtschaftsingenieurstudenten. Weitere Ressourcen sind “Finanzen und Sponsoring“, hauptverantwortliche hierfür sind Tobias Schütt und Jan Rudolph, sowie der “PR- und Medienbereich”, um den sich Philip Stroisch kümmert. Er war für die Medienpartner und den Werbekampagnenplan verantwortlich. An Zeitschriften lagen agora42, das Magazin für Ökonomie, Philosophie und Leben und das Wirtschaftsmagazin brand eins aus.

„Die Workshops sind eine ideale Möglichkeit, einen Fuß in die Firmen zu bekommen, wie zum Beispiel in diesem Jahr in die Boston Consulting Group.“

Unterstützt wird talKIT vor allem von den Premium Sponsoren Robert Bosch GmbH und der Adam Opel AG und weiterhin von Sponsoren wie beispielsweise The Boston Consulting Group (BCG), EnBW Energie Baden-Württemberg AG, der Michelin Gruppe und der Henkel AG & Co. KGaA.
Nach dem grandiosen Erfolg der diesjährigen Podiumsdiskussion und einer enormen Steigerung an Perfektion und Professionalität steht talKIT ein spannendes neues Jahr bevor. Zukünftig wird talKIT durch die Börsen-Initiative Karlsruhe zu einer eigenständigen Hochschulgruppe etabliert. Dadurch werden Studierende aus allen Fachrichtungen explizierter angesprochen und die Veranstaltung wird autonomer. Letzte Woche veranstaltete talKIT seinen ersten Infoabend.
Auf der Agenda 2012 möchte talKIT seine Türen für alle KIT-Studenten aus jeglichen Fachrichtungen öffnen. Desweiteren möchte talKIT ihre Veranstaltung auch in andere Fakultäten im Raum Baden-Württemberg etablieren und expandieren. Besonders sind sie auf der Suche nach Studierenden aus den jüngeren Semestern. Als weitere Zielsetzung möchte sich talKIT redaktionell ausbauen und braucht dafür auch Studenten aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Jeder engagierte Student, der seine persönlichen Fähigkeiten und seine Inspirationen einbringen und etwas auf dem Campus bewirken möchte, ist herzlich willkommen.

Weitere Infos über talKIT gibt es per E-Mail unter info@talkit.eu oder im Internet auf http://www.talkit.eu/talkit/ und www.facebook.talkit.eu
Rocio Günther

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Eine Reaktion zu “talKIT for the future”

  1. Timo

    “Endlich” will man fast schon schreien, “hat das KIT seine Möglichkeiten einmal sinnvoll genutzt und disziplinübergreifend eine innovative und hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zu Stande gebracht”.

    Schön, dass sich auch KA.mpus daran beteiligt.

    Ohne jedoch vor Ort gewesen zu sein, stellt sich mir die Frage, ob tatsächlich “neue” Impressionen vorgetragen wurden, denn die Idee eines Elektroautos ist ja nun wirklich nicht neu. Vielmehr müsste die Frage auftauchen, WARUM die Konzerne dieses Modell nicht auf dem Markt umsetzen. Falls dies doch behandelt worden sein sollte, lasse ich mich gerne darüber aufklären.

    Ganz abgesehen davon zeugt die Einladung von Herrn PD. Möser, dass das KIT anscheinend wieder was mit seinen Historikern anzufangen weiß. Dass hier vermehrt Wert auf die technikgeschichtliche Ausrichtung des Faches gelegt wird, ist Beweis genug, dass das IfG seinen Platz innerhalb der Uni neu gefunden hat. Mehr davon bitte!

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