Dresden – Ansichten einer Stadt

Das Gesicht einer Stadt gibt sich einem erst zu erkennen, wenn man ihren Straßen folgt. Besonders reizvoll wird die Erkundung der Wege, wenn man diese auf verschiedene Art und Weise begehen kann. Die Stadt Dresden, sächsische Landeshauptstadt, wird häufig auch als Elbflorenz bezeichnet. Diesen Beinamen erhielt sie aufgrund ihrer Bedeutung als Kunst- und Kulturzentrum und ihrer Lage an der Elbe. Allein die bekannten Sehenswürdigkeiten sind so zahlreich und vielfältig, dass man sich damit für Tage oder Wochen beschäftigen könnte.


… zu Lande

Entweder entdeckt man die vielen Sehenswürdigkeiten, die die Stadt ihren Besuchern zu bieten hat, auf eigene Faust zu Fuß oder man gestaltet die Besichtigung auf besondere Weise mit einer Kutschfahrt durch die Stadt. Gemächlich traben die Pferde durch die Straßen vorbei am Zwinger, der Semperoper, dem Residenzschloss, der Frauenkirche und weiteren bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten.

Während der restliche Verkehr ein hohes Tempo an den Tag legt, fährt man ohne Hektik durch die malerische Altstadt und das Barockviertel Dresdens. Dabei kann man sich entspannt zurücklehnen und verpasst trotzdem nichts Wichtiges. Wer es wünscht, kann sich während der Fahrt Geschichten über Dresden und August den Starken erzählen lassen.

… zu Wasser

Nostalgisch wird die Stadtbesichtigung mit den Raddampfern der Weißen Flotte, die am Terrassenufer unterhalb der Brühlschen Terrasse an- und ablegen.

Diese Art der Stadtrundfahrt ist in Dresden naheliegend, da sich die Stadt beiderseits der Elbe erstreckt. Der Fluß teilt Dresden auf einer Länge von 30 Kilometern in die Alt- und Neustadt und verleiht ihr so das charakteristische Bild. Die sächsische Dampfschifffahrt veranstaltet zwei große Rundfahrten: eine Stadtrundfahrt sowie eine Schlösserfahrt bis nach Pillnitz.
Eine Fahrt elbaufwärts zum Schloss lohnt sich allemal. Im Jahre 1721 ließ August der Starke das bereits bestehende Schloss um- und ausbauen. Damals war man äußerst von der Exotik des fernen Orients fasziniert und holte sich die fremdartige Atmosphäre in Form von Architektur und durch die Verwendung ostasiatischer und orientalischer Elemente an die Elbe. Das Schloss Pillnitz war ab dem 18. Jahrhundert die Sommerresidenz des sächsischen Hofes.

An die Schlossanlage schließt sich ein ausgedehnter Park an, mit Orangerie, Englischem und Chinesischem Pavillon sowie dem neugotischen Palmenhaus. Eine weitere Attraktion birgt das gläserne Winterhaus mit einer baumgroßen Kamelie, die bereits 1770 von Ostasien nach Dresden gebracht wurde.

… in der Luft

Hat man sich den ganzen Tag durch die Straßen Dresdens bewegt oder es vom Wasser aus betrachtet, lohnt sich zum Schluss der Blick aus einer anderen Perspektive. Vom Blauen Wunder, der Elbbrücke von Blasewitz nach Loschwitz, gelangt man zur ältesten Bergschwebebahn der Welt.

Die Fahrt auf der 274 Meter langen Strecke Loschwitz – Oberloschwitz dauert nur etwa drei Minuten, doch während der Fahrt und später von der Bergstation bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf das Dresdner Elbtal. Hier oben kann man den Tag mit Blick auf die vor einem liegende Stadt entspannt ausklingen lassen und dabei den Sonnenuntergang genießen.

Jelena Majic

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