Endlich Feiertag!

Es gibt rund 20 gesetzliche Feiertage in Deutschland.
Ein solcher Tag bedeutet für viele einen zusätzlichen freien Tag ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass sich Tage wie Karfreitag, Pfingstmontag oder der Tag der Arbeit einer solch großen Beliebtheit erfreuen. Doch an den Tagen die vor oder gar zwischen Feiertagen gelegen sind, graut es so manchem Bundesbürger.

Der Feiertags-Einkaufs-Horror

Der Grund für das Grauen ist schlichtweg die Angst der Menschen davor, die Welt könne morgen schon in Trümmern liegen oder etwa untergehen. Denn weshalb sonst, sollten sie am Vortag eines Feiertags Bars und Kneipen stürmen und den Gastronomen an einem Abend so viel Umsatz bescheren, als bräuchte man ab morgen keinen Cent mehr auf dem Konto zu haben? Warum sonst sollten alle Geschäfte an einem Samstag so überfüllt sein, dass man getrost ein Buch mitnehmen kann, um es während der Wartezeit an der Kasse zu lesen. Für so etwas hat man ja unter der Woche zu wenig Zeit.
Zeit ist ein gutes Stichwort. Die Menschen haben keine Zeit unter der Woche einkaufen zu gehen, weil sie berufstätig sind und etlichen anderen Beschäftigungen nachgehen und viele Verpflichtungen haben. Doch was ist mit den Menschen, die einen flexibleren Tagesablauf haben? Studenten, Rentner, Arbeitslose.
Die Anziehungskraft eines Ladengeschäfts vor einem sogenannten Ruhetag scheint vor allem für diese Bevölkerungsgruppen enorm. Doch woran liegt es? Ist es einfacher Irrsinn in den Köpfen der Leute? Es stellt sich die Frage, warum Berufstätige, die 16 Stunden am Tag arbeiten, und das mindestens 5 Tage die Woche, an einem Samstag wie dem vor Ostern, die Geschäfte stürmen müssen und alles auf den letzten Drücker kaufen. Sie hätten doch je Tag noch mindestens acht Stunden Zeit gehabt ihre Erledigungen zu machen und im Zweifelsfall alles online bestellen können, sollten die Geschäfte geschlossen haben. Doch nein, sie machen es den armen, überforderten Rentnern, die ihre Enkel vom Kindergarten abholen, Lindenstraße schauen und sechs Stunden am Tag spazieren gehen müssen, damit sie genug Auslauf bekommen, mit Absicht so schwer.

Hier mein Tipp für alle:
Die Konsumgesellschaft in der wir glücklich Leben lässt uns keine andere Wahl als die Schlachten in den Supermärkten und Kaufhäusern jedes Mal aufs Neue zu schlagen. Deshalb stellt euch tapfer an, drängelt nicht und kontrolliert euren Einkaufszettel ganz genau. Versucht freundlich zu sein und nehmt euch den Rest des ‚vor dem Feier-Tag‘ nichts anderes vor, dann steht ihr es durch und habt euch den Feiertag redlich verdient.
Sarah Weiher

Bookmark Tools
  • email
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • MisterWong
  • Digg
  • Netvibes
  • StumbleUpon
  • Add to favorites

Einen Kommentar schreiben