Some like it hot

Billy Wilders Schwarz-Weiß-Komödie aus dem Jahre 1959 hat auch 2011 nicht an Wirkung verloren. “Manche mögen’s heiß” besticht durch seinen cleveren, innovativen Humor, der sich beispielsweise in den Dialogen wiederfindet. Selbst nach dem 100. Mal anschauen kann dieser Film nicht langweilig werden und begeistert seine Zuschauer immer wieder auf neue Art und Weise.

Foto: Hollywood BLVD

Foto: Hollywood BLVD

Die vollkommen abgebrannten Musiker Jerry (Jack Lemmon) und Joe (Tony Curtis) werden in Chicago unfreiwillig Zeugen einer Mafia-Schießerei und können nur knapp entkommen. Um unterzutauchen heuern die beiden als „Daphne“ und „Josephine“ verkleidet bei einer Damenkapelle an, die in einem Hotel in Florida einen Auftritt hat. In den Frauenkleidern wiegt sich das Duo zunächst in Sicherheit, doch als sich Joe alias „Josephine“ unsterblich in die Ukulele spielende Sängerin Sugar (Marilyn Monroe) verliebt, der schräge, alte Millionär Osgood Fielding III. ein Auge auf Jerry alias „Daphne“ wirft und am Ende auch noch die Mafia im Hotel auftaucht, überwerfen sich die Ereignisse.

Foto: Diana Beideman

Foto: Diana Beideman


Nicht nur die perfekte Charakterisierung der Figuren bis ins letzte Detail sowie die feurig-spritzige Jazz-Filmmusik, sondern vor allem die schauspielerische Meisterleistung aller Darsteller machen diesen Film einfach unvergesslich. Jedoch besonders hervorzuheben sei die Leistung der drei Hauptdarsteller. Jack Lemmon und Tony Curtis scheinen für ihre Transvestiten-Rolle geboren worden zu sein, besonders das Zusammenspiel von Gestik und Mimik ist nahezu unübertreffbar und zeugt von einem Schauspielertypus, der heute nur noch selten anzutreffen ist. Marilyn Monroe in ihrer Rolle als naiv-dümmliche Sugar Kane Kowalczyk mit einer Schwäche für Saxophon-Spieler verleiht dem Film eine eigene, hoch erotische Note.

Bereits von Anbeginn unterhaltsam und absurd, stolpert der Zuschauer anhand der Erlebnisse der beiden leichtfüßigen Hauptcharaktere Jerry und Joe von einem Debakel in das Nächste und hört bald auf sich zu fragen, ob es noch verrückter werden kann, als es schon ist. Denn die Antwort liegt klar auf der Hand: es kann! So verstricken sich die Hauptdarsteller von Manche mögen’s heiß schnell und gekonnt in eine immer ausweglosere Situation, woraufhin der Film mit der wohl absurdesten Szene des ganzen Films endet. Well, nobody’s perfect!

Foto: thefoxling

Foto: thefoxling

Weronika Al Assidi

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