Naherholung: Der Schwarzwald – Vom Mummelsee nach Schönmünzach


Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust! Und wer in Karlsruhe und Umgebung lebt hat eine Vielzahl an Möglichkeiten dieser Lust nachzugehen. Einer der Anziehungspunkte ist der Schwarzwald. Doch wer sich fern von Touristentrubel und Kaffeefahrtbussen vom Stress der Arbeit sowie dem Lärm der Stadt erholen will, dem sei der Wanderweg vom Mummelsee hinab ins Tal, nach Schönmünzach, ans Herz gelegt.


Der Schwarzwald ist wohl das größte und eines der beliebtesten Erholungsgebiete der Region. Hier kann man sich das ganze Jahr über von den Strapazen des Alltags erholen und die Landschaft sowie die frische Luft und Ruhe genießen. Ob die Region nun auf Skiern oder zu Fuß erkundet wird, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Besonders praktisch ist, dass der Stadtmensch in relativ kurzer Zeit dieses Naturparadies erreichen kann. Denn dank des hervorragenden Netzes der Karlsruher Verkehrsvertriebe (KVV) ist es selbst für Menschen, die kein Auto besitzen, ganz einfach in den Schwarzwald zu fahren.

Die ausgewählte Strecke in aller Kürze: ca. 15 Kilometer lang, für ungeübte Wanderer geeignet (es geht konstant bergab), bietet mehrere Möglichkeiten einzukehren sowie die Strecke abzukürzen. Zeitbedarf (ohne Anfahrt): ca. 4 Stunden

Foto: leralle

Foto: leralle

Der Ausflug beginnt am Karlsruher Albtalbahnhof. Zunächst geht die Fahrt mit der Linie S4/41 in Richtung Rastatt, mit dem Ziel Baden-Baden. Dort am Bahnhof angekommen wird auf die Buslinie 245 gewechselt. Mit dem Bus geht es durch Baden-Baden, vorbei an der Bühler Höhe, zum Mummelsee. Die Aussicht während der Fahrt über die Schwarzwaldhochstraße ist traumhaft. Mit dem Bus dauert es etwa eine Stunde zum See, so dass sich die gesamte Anfahrt auf etwa zwei Stunden beläuft. Das erscheint sehr zeitaufwendig, ist aber in Anbetracht der überfüllten Parkplätze am See wesentlich entspannter und schont die Nerven.

Einen genauen sowie individuellen Fahrplan kann sich jeder auf der Internetseite des 3-Löwen-Takts erstellen und ausdrucken.

An der Haltestelle Mummelsee angekommen geht es endlich richtig los! Wer sich zuvor noch in das Getümmel am See stürzen will, dem sei die Gelegenheit gegeben. Für alle anderen gilt es dem Strassenverlauf noch etwa 100 Meter zu folgen und dann auf die linke Strassenseite zu wechseln. Als weitere Orientierungshilfe: Halbrechts vom Souvenirstand geht ein Weg in ein bewaldetes Stück, diesem rechts folgen.

Erstes kleines Ziel: Seibelseckle

Dieser ‘Schotterpiste’ folgen, bis ein großer Parkplatz und, auf dem gegenüberliegenden Hang, eine Skipiste zu sehen sind. Am rechten Rand des Parkplatzes befindet sich eine bewirtete Hütte, das Seibelseckle. Nun hat der Wanderfreund zwei Möglichkeiten seinen weiteren Weg zu gestalten: Er kann halblinks (kaum zu sehen von der Mitte des Platzes!) in den Wald hinein oder er bewegt sich links von der Skipiste auf dem geteerten Weg fort. Sinnvoll ist es alle Mal nach dem Symbol des Wegs Ausschau zu halten, die gelbe Raute. Sollte diese zunächst nicht gefunden werden, kein Problem, es gibt eine hervorragende Beschilderung (immer in Richtung Schönmünzach halten).

Ab hier lässt auch der Lärm der Strasse nach und es gilt nur noch dem Verlauf des Weges zu folgen. Dabei wird dieser ständig von kleineren Bächen begleitet, was die Landschaft noch idyllischer macht. Das nächste Ziel ist der Weiler Hinterlangenbach mit seinem Forsthaus Auerhahn. Hier kann der hungrige und durstige Naturliebhaber eine Rast einlegen und einkehren. Das ‘Forsthaus’ ist viel eher ein Hotel mit Restaurant und Café. Wem das nicht zusagt, der kann sich sein Essen und Trinken selbst mitnehmen.
Übrigens: Diejenigen, die bereits an ihre Grenzen stoßen, können ab Hinterlangenbach mit dem Bus nach Schönmünzach fahren. Die Bushaltestelle findet sich hinter dem letzten Haus.

Frisch gestärkt ins Langbachtal

Weiter geht der Weg, hinab ins Langbachtal. Vorbei an der Haltestelle überquert man eine Brücke und gelangt so in das Tal. Der Bach selbst plätschert links des Weges. Entweder der Wanderer orientiert sich weiterhin an der gelben Raute oder aber an den regelmäßig aufgestellten Schildern. Sollten beide Optionen im Winter beispielsweise eingeschneit sein, so dient der Bach als Orientierungspunkt.

Der Weg windet sich durch das Tal und passiert die Streusiedlung Mittellangbach, wo sich erneut eine Bushaltestelle befindet. Vorbei an den Siedlungshäusern, die, typische für den Schwarzwald, mit Schindeln verkleidet sind. Auf Spaziergänger und andere Wanderer trifft man, je nach Wochentag, nur ab und zu.
Der nächste Ort, der die Strecke säumt ist Zwickgabel. Hier kann erneut eine Pause gemacht werden, denn hier gibt es die nächste Gaststätte. Ganz nebenbei hält der Bus auch noch hier und so kann nach etwa zehn Kilometern die Wanderung bei Bedarf beendet werden.

Fast geschafft! Nur noch 5 Kilometer

Wer immer noch nicht genug hat, der folgt dem Weg weiter. In Höhe des Bernhardbrunnens werden die ersten Häuser von Schönmünzach sichtbar. Durch den Ort durch, an der katholischen Kirche vorbei, geht es auf den Bahnhof zu. Immer gerade aus gelangt der Weg schließlich auf die Hauptverkehrsstraße. An der Kreuzung rechts halten und bei der nächsten Gelegenheit die Straße queren. Ab hier ist der Bahnhof ausgeschildert und die Wanderung nimmt ihr Ende.
Mindestens einmal in der Stunde fährt die S-Bahn nach Karlsruhe. Durch das Murgtal gelangt der müde, vielleicht auch erschöpfte Wanderer zurück an seinen Ausgangspunkt.

Die Fahrkarten des KVV (7 Waben) sind in den genannten öffentlichen Verkehrsmitteln gültig – auch das Studiticket. Wer dieses nicht besitzt und mit mehreren Personen unterwegs ist, kann günstig mit dem Ticket Regioplus (14,-€ für 5 Personen) fahren. Weitere Informationen unter: www.kvv.de
Anna-Meta Langenfeld

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