Un viaggio in Toscana

Noch gut und gerne einen Monat Zeit ist den Studenten geblieben, um ihre wohl verdienten Ferien zu genießen. Dann müssen sie zu neuen Studientaten im nächsten Semester schreiten. Wer also noch zu beschäftigt mit Arbeit oder dem Schreiben von Hausarbeiten war, für den empfiehlt es sich besonders jetzt, einige Tage Zeit zum Entspannen zu nehmen. Wer neben der Entspannung aber auch nicht auf Kultur verzichten möchte, schöne Kunst liebt und gutes Essen schätzt, dem empfiehlt sich eine Reise in die sonnige Toskana.



Viele kennen die schöne, grüne Hügellandschaft der Toskana. Wer bereits in dieser Gegend war, weiß, wie faszinierend die Umgebung an einem Sommertag sein kann. Wie vielfältig das Urlaubsangebot ist und wie entspannend la dolce vita bei einem guten Glas Wein sein kann. Neben dem tiefblauen Mittelmeer ist die Toskana auch für ihre interessante Geschichte bekannt. Seit beinahe dreitausend Jahren prägt dieser Teil Italiens die Europäische Entwicklung. Von hier stammen die berühmtesten Denker der Geschichte: Hier schrieb Boccacio das wohlbekannte Decameron, das als Ursprung der italienischen Prosa gilt, Galilei, der nicht nur einen automatischen Tomatenpflücker erfand, sondern durch seine wissenschaftlichen und astronomischen Erkenntnisse das Menschenbild prägte. Und Universalkünstler wie Leonardo da Vinci und Michelangelo lassen bis heute Bewunderung und bei manch einem auch Neid für ihre Leistungen aufkommen. Die Städte der Toskana sind also genau das Richtige, um in die traditionsreiche Kultur einzutauchen.

Um die Qual der Wahl etwas zu erleichtern, werden hier einige Städte vorgestellt. Die Auswahl basiert auf subjektiven Vorlieben und Erlebnissen.

Pisa


Wer kennt ihn nicht, den schiefen Turm von Pisa, der sich auf der Piazza dei Miracoli seit Jahrhunderten nach Süden neigt und doch nicht fällt. Heute ist er vor allem ein Magnet für Fotoknipser aus aller Welt, die sich zu Hunderten den Turm peinlich stützend fotografieren lassen. Viele vergessen bei begeisterndem Posieren, dass sich auf dem Platz der Wunder auch beachtenswertere Sehenswürdigkeiten befinden und die Stadt weit mehr zu bieten hat, als nur den sich neigenden Turm. Dennoch soll erwähnt werden, dass sich die Stadt nicht für entspannte Spaziergänge eignet. Wer also Ruhe sucht, wird in dieser mit Touristen überfüllten Stadt nicht fündig.

Wer sich allerdings für Fresken begeistert, der findet im Museo della Sinopie interessante Sinopien, die dem Camposanto entnommen wurden. Auch das Innere des Duomo begeistert seine Besucher durch seine farbenprächtige Ausstattung. Für oftmals unbeabsichtigte Unterhaltung sorgt auch das Aufsichtspersonal des Duomo, ddas den undankbaren und bemitleidenswerten Job hat, den uneinsichtigen Touristen zu folgen und sie daran zu erinnern, dass keine Fotoblitze benutzt werden dürfen und dass man sich in einer Kirche befindet und somit still sein sollte. Woran sich keiner zu halten scheint, was wiederum eine Lautsprecherdurchsage auslöst. Zu hören ist eine mit jedem Mal genervtere und lauter werdende Stimme, die mit italienischem Akzent verkündet „No Flash, Silens Please“, und das solange, bis ein anderer Sprecher die arme Person ablöst.

Volterra

Volterra ist die Stadt des schönen Alabasters. Neben der Tradition des Alabasterschneidens und vieler Werkstätten ist in Volterra auch einiges an Kunst zu finden. Volterra ist eine reine Touristenstadt, was sich aber auf ihren Charm nicht negativ auswirkt. Während man sich in Pisa von den Menschenmassen erdrückt fühlt, kann man in Volterra freier atmen. Die Stadt liegt hoch auf einem Hügel und hat auch einige Museen zu bieten, vor allem wenn man sich für etruskische Geschichte und Ausgrabungen interessiert. Darüberhinaus ist es einfach eine schöne kleine Stadt, die zum Herumschlendern und Entspannen einlädt.

Unterkunft in Volterra

Wer eine Nacht in einem ehemaligen Kloster erleben möchte, ist im Seminario Vescovile di Sant’Andrea genau richtig. Das Seminario besticht nicht gerade durch zeitgenössische Möbilierung und Sanitärausstattung, aber es ist dennoch eine Erfahrung wert dort zu übernachten. Mit den abblätternden Fresken über den Türen und den Möbeln mit Antiquitätencharakter füllt man sich in eine andere Zeit versetzt. Und die Aussicht auf Volterra ist vom Parkplatz des Hostels atemberaubend.

Siena

Siena ist eine Kunstmetropole und die älteste Fußgängerstadt Italiens. Wie jede Stadt und wahrscheinlich jedes Dorf in der Toskana hat auch Siena einen Duomo sowie etliche Kirchen in der Stadt verteilt. Wie zu erwarten ist der Duomo beeindruckend. Gleich daneben befinden sich mehrere Museen, die wirkliche Kunstschätze beherbergen. Santa Maria della Scala, Opera della Metropolitana und Pinacoteca Nazionale sind nur einige Beispiele dafür.

Nach der anstrengenden Stadterkundung bietet sich im Zentrum der Stadt an der weitläufigen Piazza del Campo die Gelegenheit, in einem der vielen Cafés Platz zu nehmen und den Blick auf die Piazza und den Palazzo Publico zu genießen. Am Abend ist der Platz sehr harmonisch ausgeleuchtet und bietet bei einem Glas Wein einen gelungenen Ausklang des Tages.

Unterkunft in Siena

Das Hotel Albergo Cannon D´Oro befindet sich im Stadtzentrum von Siena. Schon ab 48 Euro bekommt man dort eine Übernachtung mit Frühstück. Die Piazza del Campo sowie der Duomo sind schnell zu Fuß zu erreichen.

Tipps

1. Schuhwerk: Wer sich in der Toskana auf Stadterkundung begibt, sollte an festes und bequemes Schuhwerk denken.
2. Vorsicht Tauben: die Sädte der Toskana sind von vielen Tauben bevölkert, besonders in Siena, der “Fußgängerstadt”, ist man oft dazu verleitet sich zum Ausruhen auf Treppen hinzusetzen. Bei Sitzgelegenheiten neben Häusern oder unter Dächern ist es sehr wahrscheinlich, dass über den Köpfen eine Taube sitzt und gerade in dem Moment ihr Geschäft verrichtet.
3. Käse kaufen: Wer die Toskana auch noch zuhause genießen will, findet passende Spezialitäten in vielen kleinen Läden. Zu empfehlen sind Käsesorten wie der Grano Padano und natürlich der weitberühmte Peccorino, bei diesem Käse gilt je älter desto besser; wenn er wie ein grauer Stein aussieht ist er perfekt.

Valentina Hock

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