Robin Hood – und kein Ende in Sicht

Robin Hood 1Was haben Kevin Costner, Cary Elwes und Russell Crowe gemeinsam? Richtig: Allen drei Schauspielern wurde während ihrer Karriere die Ehre zuteil, in die Rolle des britischen Nationalhelden Robin Hood zu schlüpfen.
Am vergangenen Donnerstag war in den deutschen Kinos Bundesstart für den neuen Blockbuster des Regisseurs Ridley Scott…

Doch der viel versprechende Hollywoodstreifen mit hochkarätiger Starbesetzung enttäuscht durch flache Story und fadenscheinige Handlungsstränge.
Anders als die zahlreichen Remakes des Sagenstoffes präsentiert uns dieser Film keine – zum wiederholten Mal – aufgezeichnete Geschichte über den Wohltäter der Armen. Der britische Regisseur versucht vielmehr, dem Publikum die Anfänge der Legende in einem aufwändig inszenierten Historienstreifen glaubhaft darzustellen. Im Sherwood Forest, wo Hood seine Abenteuer bisher bestritt, endet das große Kino nach zweieinhalb Stunden Laufzeit.

Ende des 13. Jahrhunderts: Robin Longstride (Russel Crowe: Gladiator) befindet sich als Bogenschütze im Kreuzzugsheer des englischen Königs Richard Löwenherz. Nach dessen Tod kehrt er mit seinen Gefährten Will Scarlett und Little John unter dem falschen Namen des Ritters Sir Robert Loxley in die Heimat zurück. Dort sind die politischen Verhältnisse durch Intrigen und Machtkämpfe in instabilem Zustand. An der Seite seiner emanzipierten Frau Marion (Cate Blanchett: Der seltsame Fall des Benjamin Button) kämpft der patriotische Robin nun für Gerechtigkeit und Krone, bis er am Ende selbst zum Gesetzlosen wird.

Trotz bildgewaltiger Inszenierung und einiger historischer Eckdaten (z. B. die Magna Charta: eine der wichtigsten Grundsteine für die spätere Parlamentsverfassung) vermag der Film nicht die gewünschte Authentizität und Unterhaltung zu gewährleisten, die man von einem erfahrenen Regisseur wie Ridley Scott hätte erwarten können (Gladiator; Königreich der Himmel). Nach dem so-und-so-vielten Robin Hood-Streifen wäre es einmal an der Zeit, neue historische Stoffe für die Filmindustrie zu ergründen.

Robin Hood 2
Für den nächsten Filmabend die Empfehlung:

Robin Hood – König der Diebe (1991) anschauen.

Schont den Geldbeutel und passt besser in das Bild des Sherwood Outlaws.

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