Paris – Reisetipp für Kurzentschlossene

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Man muss nicht unbedingt frisch verliebt sein, um den Charme, die Lebendigkeit und die unverwechselbare Atmosphäre der Stadt der Liebe genießen zu können. Das Zusammenspiel von alter und neuer Architektur, Geschichte und Moderne, Kunst und Kultur zieht jeden Besucher automatisch in seinen Bann. Um unvergessliche Tage in der Stadt an der Seine zu verbringen, hier nun einige Reisetipps.

Anreise

Wer sich entscheidet mit dem Auto nach Paris zu fahren braucht starke Nerven. Der unübersichtliche Großstadtverkehr ist sehr gewöhnungsbedürftig. Volle Straßen, temperamentvoll fahrende Franzosen, mehrspurige Kreisverkehre und Rollerfahrer, die sich rücksichtslos zwischen den Autos durchmogeln, können vorab zu schlechter Stimmung führen. Zudem gibt es kaum freie Parkplätze, dafür aber extrem überteuerte Parkhäuser. Jeder, der entspannt in Paris ankommen möchte, sollte sich überlegen, auf preiswerte Angebote von Fluggesellschaften zurückzugreifen oder auf die Bahn umzusteigen. Wer sich für eine Fahrt mit der Deutschen Bahn entscheidet, erreicht Paris von Karlsruhe aus mit dem ICE oder TGV schon in knapp drei Stunden.

Paris genießen

Ganz Paris in wenigen Tagen zu erkunden scheint völlig unmöglich. Dennoch gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf. Dazu zählt selbstverständlich der Eiffelturm – das Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde dieser vom Architekten Alexandre Auguste Eiffel anlässlich der Weltausstellung 1889. Um den langen Warteschlangen zu entgehen, empfiehlt sich ein Besuch morgens ab 09:30 oder abends ab 21:00 Uhr. Gerade der Besuch des Eiffelturms bei Nacht fasziniert, da der Ausblick vom obersten Stockwerk auf die beleuchteten Sehenswürdigkeiten umwerfend ist.

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Kunstliebhaber mit viel Zeit kommen im Museé du Louvre auf ihre Kosten. Alle Werke zu betrachten kann allerdings mehrere Tage dauern. Daher empfiehlt es sich, das Museum möglichst unter der Woche und früh morgens zu besuchen, denn dann sind die Warteschlangen noch nicht so lang. Was nicht jeder weiß: Jeden Freitag ist der Besuch für alle unter 26 Jahren ab 18 Uhr umsonst. Für alle, die schon älter sind oder freitagabends keine Zeit haben, öffnet das Museum sowie alle anderen staatlichen Museen (z.B.: Museé d’Orsay) am ersten Sonntag im Monat seine Tore für die Besucher.

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Einen Tag der Parisreise sollte immer für den Stadtteil Montmatre eingeplant werden. Während eines Spaziergangs durch die kleinen Gässchen des Künstlerviertels, abseits des Touristenrummels, verspürt man die Romantik der Stadt. Wer zu Fuß unterwegs ist, hat von dort oben (das Montmatreviertel befindet sich mit seinen 128 Metern auf dem höchsten Punkt von Paris) einen unvergesslichen Blick auf die Stadt. Auf dem Place du Tertre versammeln sich viele Künstler, meist Zeichner, Silhouettenschneider oder Karikaturisten. Auch wenn man sich selbst nicht portraitieren lassen möchte macht es Spaß, ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, während man in einem der zahlreichen, kleinen Cafés sitzt und ein Café au Lait trinkt. Bekannt ist Montmatre auch für die Kirche Sacré-Coeur. Obwohl sie im Inneren nicht hält, was sie von Außen verspricht, lohnt sich ein Besuch. Bei schönem Wetter laden die Stufen, die zur Kirche hinaufführen, zum Verweilen ein. Für musikalische Untermalung sorgen die Straßenmusiker, die auf den Treppen vor Sacré-Coeur für gute Stimmung sorgen.

Tipp: Gegen den kleinen Hunger zwischendurch empfiehlt sich ein leckerer Crepes, den es überall in Paris zu kaufen gibt. Egal ob mit Zucker, Käse und Schinken oder Schoko und Banane – nirgends schmeckt er so gut wie in Paris.

Natürlich gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Da die meisten von ihnen in unmittelbarer Nähe zur Seine liegen, bietet es sich an, als alternatives Verkehrsmittel eines der zahlreichen Batobusse (Linienschiffe, die im 15-30 min. Takt fahren) zu nutzen. Auf der Route gibt es insgesamt acht Anlegestationen und die Gäste können die Fahrt, die vom Eiffelturm zum Museé d’Orsay, Germain de Pres, Notre Dame, Jardin des Plantes, Champs- Elysees, Louvre, Hotel-de-Ville und zurück zum Eiffelturm führt, jederzeit unterbrechen. Mit einer Tageskarte (Pauschalpreis Erwachsene 12€, Kinder unter 16 J. 6€) kann man problemlos an den Stationen wieder zusteigen und weiter fahren. Alternativ dazu bietet sich das Paris Visite Ticket an. Es erlaubt einem den öffentlichen Verkehrsverbund aus Metro, RER, Bus und Tram zu nutzen. Zudem erhält man in Verbindung mit dem Ticket Preisnachlass bei vielen Museen und Sehenswürdigkeiten.
Möchte man Paris, seine Einwohner und die kleinen Eigenheiten der Stadt jedoch genauer kennenlernen, empfiehlt es sich, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Abseits der überfüllten Touristenstraßen sieht man Facetten der Stadt, die einem sonst verborgen bleiben. Momentan ist es besonders en-vogue, Paris mit dem Fahrrad zu erkunden. Genauere Informationen zum Fahrradverleih gibt es unter http://www.velib.paris.fr/

Egal ob im Museum, bei einem Tagesausflug nach Versailles, auf der Seine oder dem Eiffelturm, beim Shopping in der Rue de Rivoli, im Straßencafé oder mit einem leckeren Crepes in der Hand vor Sacré-Coeur – mit ihrem einzigartigen Flair macht es die Stadt der Liebe einem leicht, sich in sie zu verlieben.

Kristin Weinstock

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