It’s Playoff Time!

455px-NowitzkiWizards1

“Ich bin stolz, dass ich die letzte Dekade miterleben durfte. Wir hatten viel Spaß und haben viele Spiele gewonnen. Aber wie ich schon mal sagte: Ich würde sie alle gegen eine Meisterschaft eintauschen, aber das kann ich nicht tun.” Dirk Nowitzki, auf die Frage, was ihm eine NBA-Meisterschaft bedeuten würde. Heute beginnen in der NBA, der stärksten Basketballliga der Welt, die Playoffs. Mit dabei ist Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks.


In seiner zwölften Saison will sich Deutschlands bester Basketballer aller Zeiten endlich den langersehnten Traum von der Meisterschaft erfüllen. Doch wie stehen die Chancen für die Mavericks? Welche Teams gehören zu den Meisterschaftskandidaten? Und ist der Titelverteidiger Los Angeles Lakers überhaupt zu stoppen?

Dirk Nowitzki – The German Wunderkind

Seit nunmehr zwölf Jahren spielt der deutsche Superstar in den Reihen der Mavericks. The German Wunderkind, wie ihn seine Fans nennen, ist Kapitän und wichtigster Spieler seiner Mavs. Nowitzki gilt als der beste Europäer aller Zeiten, der in der NBA bisher spielte. Big D, ebenfalls ein Spitzname von ihm, gilt als angenehmer Zeitgenosse und als ein Star ohne Allüren, welches folgendes Zitat von ihm verdeutlicht: “Ich habe mir nie viel aus persönlichen Auszeichnungen gemacht, mir geht es immer um die Mannschaft, denn Basketball ist ein Mannschaftssport – ich will eine NBA-Meisterschaft gewinnen.”

466px-NowitzkiWizards3<

Im Jahr 2007 wurde er als wertvollster Spieler der Saison (MVP) ausgezeichnet. Dies ist die größte Auszeichnung, die ein Basketballer in individueller Sicht erhalten kann. Weiterhin ist Nowitzki auf dem 27. Platz der ewigen Scorerliste der NBA mit über 21000 Punkten. Der nächste Europäer in der Liste ist Vlade Divac mit knapp über 13000 Punkten. Man sieht, der große Blonde aus Würzburg ist aus den Rekordbüchern der NBA nicht mehr wegzudenken, was bisher fehlt ist der ersehnte Meistertitel.

Die Meisterschaft für die Dallas Mavericks

In diesem Jahr soll den Dallas Mavericks endlich der große Wurf gelingen. Die Voraussetzungen um bei der Vergabe der Meisterschaft ein gewichtiges Wörtchen mitreden zu können wurde im Laufe der Saison gelegt. Mit Shawn Marion wurde zu Beginn der Saison einer der besten Verteidiger der Liga verpflichtet. Während der Saison verstärkte Mark Cuban, Eigentümer der Mavericks, sein Team mit Caron Butler und Brendan Haywood aus Washington. Sie sorgen im Spiel der Mavs für mehr Variabilität und Butler soll neben Nowitzki als Punktesammler auftreten. Dazu gesellt sich mit Jason Kidd einer der besten Spielmacher der Liga, trotz seiner 37 Jahre.
243px-Dallas_Mavericks_logo_svg

Die Ausgangsposition für Dallas scheint somit alles andere als schlecht zu sein. Das Team wirkt, nach anfänglichen Schwierigkeiten, nun eingespielt und Nowitzki kommt nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase in der Saison immer besser in Fahrt. Dies belegen seine Statistiken in der Saison mit durchschnittlich 25,1 Punkten, 7,7 Rebounds und 2,7 Assists pro Spiel. In den letzen Spielen ließ Dirkules, ein weiterer Spitzname der ihm von den Fans gegeben wurde, mit 40 Punkten gegen Portland und 39 Punkten gegen Sacramento aufhorchen. Es scheint so, dass man gerade den besten Nowitzki aller Zeiten sieht. Gegen Denver gelang ihm außerdem ein Triple Double, ein zweistelliger Wert bei Punkten, Rebounds und Assists. Mit einem starken Dirk Nowitzki als Anführer seines Teams scheint für die Mavs der Championship-Ring nicht mehr bloße Illusion zu sein, sondern könnte im Sommer diesen Jahres Wirklichkeit werden.

Die NBA-Playoffs

Doch die Mavericks haben starke Konkurrenz im Kampf um den Meistertitel. Die Playoffs, auch Post-Season genannt, sind in zwei Conferences gegliedert. Einerseits die Western Conference, in denen Dallas vertreten ist, andererseits die Eastern Conference. In beiden Conferences spielen die besten acht Mannschaften der regulären Saison in einem “Best of seven”-Modus gegeneinander. Dies bedeutet, wer zuerst vier Spiele in einer Serie gewinnt, ist in der nächsten Runde. Die Spielpaarungen der Playoffs ergeben sich aus dem Tabellenrang in der regulären Saison mit 82 absolvierten Spielen pro Team. Der Erstplatzierte spielt gegen den Achtplatzierten, der Zweite gegen den Siebten, und so weiter. Die ersten vier Teams haben jeweils Heimrecht in einem möglichen siebten Spiel. Im NBA-Finale steht der Gewinner der Western und Eastern Conference Playoffs.

Die Western Conference

Die Mavericks treten in der Western Conference an und haben im Kampf um den Finaleinzug eine Vielzahl starker Konkurrenten. Im Verlauf der Saison waren die Los Angeles Lakers, mit Superstar Kobe Bryant, das Maß der Dinge im Westen. Sie haben eine Bilanz von 58 Siegen bei 24 Niederlagen vorzuweisen. Neben Bryant verfügt der Meister über weitere Stars wie Gasol, Odom und Artest. Dahinter kommt Dirk mit seinen Mavs mit einer 55-27 Bilanz. Auf den weiteren Plätzen befinden sich Phoenix (54-28), Utah (54-28), Denver (54-28), Portland und San Antonio. Jedoch geht es im Westen verflixt eng zu. Die zweitplatzierten Mavs trennen vom sechsplatzierten Portland nur drei Siege. Der Fan hat folglich einige heiße Derbys und Playoff-Serien zu erwarten. Wer am Ende im Westen die Nase vorne hat, bleibt abzuwarten. Die Lakers sind sicherlich Favorit, aber wer Dallas, Denver und Utah im Kampf um den Titel abschreibt, begeht einen großen Fehler. Zumal die Mavericks als auswärtsstark gelten, was in den Playoffs von Vorteil ist.

In den Playoffs ist das Hauptaugenmerk auf die Defensive gelegt. Schließlich heißt ein amerikanischer Aphorismus, dass “die Offensive Zuschauer gewinnt, die Defensive aber die Meisterschaft”. Dies kommt den angriffsstarken Mavs nicht ganz zu Gute. Jedoch haben sie sich in dieser Saison durch die Verstärkungen von Brendan Haywood und Shawn Marion defensiv verbessert.

Die Eastern Conference

Im Osten dagegen sind die Voraussetzungen völlig umgekehrt. Hier waren in der Saison die Cleveland Cavaliers (62-20), mit Superstar LeBron James, und die Orlando Magics (59-23), mit Defensivkünstler Dwight Howard, die tonangebenden Mannschaften. Den restlichen Teams bleibt wohl nur eine Statistenrolle übrig. Außenseiterchancen im Osten werden höchstens den erfahrenen Boston Celtics mit ihren Starspielern Kevin Garnett, Ray Allen und Paul Pierce eingeräumt. Sollte jedoch alles normal verlaufen ist Cleveland das Team welches es zu schlagen gilt im Osten.

Ausblick

Die Playoffs versprechen in diesem Jahr jede Menge Spannung und enge Partien. Gerade die Western Conference ist in der Leistungsstärke absolut dicht beisammen. Hier können Nuancen wie die Tagesform, Schiedsrichterentscheidungen oder die Unterstützung der Fans den Ausschlag geben. Sicherlich gehen die Lakers mit einem kleinen Vorsprung ins Titelrennen, aber Dirkules und seine Mavs haben zumindest gute Chancen in den Playoffs weit zu kommen. Im Osten sollte das Finale Cleveland-Orlando heißen.

Mit dem besten Dirk, den es je gab, ist vielleicht auch die Krönung seiner Karriere möglich, und zwar den Championship-Ring zu gewinnen. In diesem Sinne: Go Dirk!

Christian Rapp

Bookmark Tools
  • email
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • MisterWong
  • Digg
  • Netvibes
  • StumbleUpon
  • Add to favorites

Einen Kommentar schreiben