Hei-Rate mal wen
Wolkenflüge der Liebe und Abgründe des Alltags

Viele träumen von der großen Liebe.
(Ver-)Heiraten und was die Liebe mit uns macht.
Viele träumen von der großen Liebe
‘Romantisch!’, denkt sie wenn er sagt: ‘Schau nur – Die Wolken ziehen ihre Bahn, um sie herum nichts als Himmel, Sonne, Mond und Sterne.’ Er hält ihr ganzes Wesen für Poesie und fühlt sich bestätigt durch ihre Art ihm zu erwidern: ‘Sieh doch – Die bunten Blumen blühen auf grünem grasigen Grund.’ [Was es nicht alles gibt...]
Liebe im Alltag?
Zwischen dem gemeinsamen Bad, das nach einigen Wochen bereits den intensiven Geruch nach abgelegter Wäsche angenommen hat und den in der gemeinsamen Küche verzweifelt die Schwerkraft überwindenden Geschirr-Türmen, wächst die heimliche Sehnsucht nach einem startklaren Raumschiff in der Garage. So würde es die Transformation des Alltags in All-Tage problemlos erlauben ab und zu jemanden auf den Mond zu schießen.
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf“
Ist es nicht bezeichnend, dass ausgerechnet der Verfasser dieses Satzes Begründer des modernen Vertragsdenkens ist? Ohne die Philosophie des frühneuzeitlichen englischen Denkers Thomas Hobbes gäbe es heute vielleicht keinen Ehevertrag. „Verträge ohne das Schwert sind nur Worte“, mit dem Schwert meint Hobbes den Staat, der über die Einhaltung der Verträge wacht. Diese These scheint die Jahrhunderte der zunehmenden Scheidungsraten zu überdauern.
Viele träumen von der großen Liebe
‘Romantisch!’, denkt sie wenn er ihr das „Traum-Mann zum Selberbacken“-Kochbuch mit exklusiver Plätzchenform schenkt. Er hält ihr ganzes Wesen für Poesie und fühlt sich bestätigt durch ihr Geschenk eines Gutscheins für eine kontemplative Gruppen-Kreis-Massage mit spiritueller Traumpartner-Erleuchtung. [Was es nicht alles gibt...]
Wer sich davon selbst überzeugen möchte sei zum Beispiel auf folgenden Link verwiesen: http://www.weltbild.de/3/13637623-1/buch/traum-mann-zum-selberbacken-mit-ausstechfoermchen.html?wea=8002019
Heiraten und Verheiraten: Ein Tipp zum Schluss
Für alle Eltern gibt „Das große Haus- und Familienbuch der Spiele“ von Robert E. Lemke aus den Sechzigern einen zeitlosen Tipp: „[Der Gastgeber,] der sich Gedanken macht, wie er [seinen Gästen] den Abend so nett und fröhlich wie möglich bereiten kann, wird [...] sein gesellschaftliches Ansehen steigern und auch seine weniger hübschen Töchter bald gut verheiraten.“
