Hämatome, Knochenbrüche und K.o.-Schläge…

Während die Geschichte des Cheerleading in den USA somit mehr als ein ganzes Jahrhundert zurückreicht, wusste in Deutschland bis Ende der siebziger Jahre kaum jemand was Football, geschweige denn Cheerleading ist. Erst als 1977 mit den Frankfurter Löwen der erste American Football Verein gegründet wurde, begann die rasante Entwicklung und Ausbreitung des American Football in ganz Deutschland. Inzwischen haben sich in den meisten Städten Footballteams gegründet. Für viele von ihnen gehört es mit dazu, zusätzlich eine eigene Cheerleadergruppe – genannt Squad – aufzubauen. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland etwa 10.000 begeisterte Cheerleader in über 300 Vereinen.
cheer2Aber die Squads sind nicht nur beim American Football aktiv, auch beim Basketball, Handball, Fußball, Volleyball oder beim Eishockey sind Cheerleader immer öfter anzutreffen. Die Auftritte bei den Spielen der jeweiligen Mannschaft sind allerdings nur eins der Tätigkeitsfelder der Cheerleader. Hinzu kommen diverse Auftritte bei anderen Veranstaltungen jeder Art – eigentlich überall dort, wo Leute unterhalten werden und gute Stimmung herrschen soll.
800px-ScorpionStuntDas eigentliche Trainingsziel jedes Squad ist jedoch die erfolgreiche Teilnahme an Meisterschaften, denn nach amerikanischem Vorbild werden seit 1988 auch in Deutschland jedes Jahr regionale und nationale Meisterschaften ausgetragen. Zudem finden jährlich im Wechsel die Welt- und Europameisterschaft im Cheerleading statt.
Um auf den verschiedenen Meisterschaften ein mehrminütiges, powerndes Programm bestreiten zu können, das nach einem festen Regelwerk aufgebaut sein muss und von einer fachkundigen Jury bewertet wird, trainieren die Squads das ganze Jahr über mindestens zweimal die Woche für mindestens zwei Stunden. Auch Cheercamps, auf denen ein ganzes Wochenende von morgens bis abends hart trainiert wird, gehören für jedes Squad mindestens einmal im Jahr zum Pflichtprogramm. Waghalsige Stunts und Pyramiden, Jumps und Tumbling, Cheers und Chants sowie verschiedene Tänze und Choreographien erfordern die Koordination von Kraft, Gleichgewicht, Kondition, Rhythmusgefühl und Gelenkigkeit. Krafttraining und Dehnübungen stehen somit zusätzlich für jeden Cheerleader an der Tagesordnung.
391px-USNA_cheerleadersDenn was am Ende durch die positive Ausstrahlung und den Spirit der Cheerleader so leicht aussieht und vor allem so aussehen soll, ist in Wirklichkeit das Ergebnis wochenlangen harten Trainings: Einfach durch die Luft fliegen ist nämlich lange nicht so leicht, wie man denkt. Ohne die nötige Körperspannung und Körperbeherrschung kann der sogenannte Flyer/Mounter/Top nämlich ganz schnell und schmerzhaft auf dem Boden der Tatsachen landen oder seinen Teammitgliedern am Boden – den sogenannten Bases – durch unkoordiniert umherfliegende Gliedmaßen die eine oder andere Verletzung zufügen. pawpaw_toss

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