PS: Vergiss mein nicht!

Problem Kommunikation

Eine neue Stadt, viele frische Bekanntschaften, der aufregende Job – da kann die Liebe zwischen München und Hamburg schon mal auf der Strecke bleiben. „Wir können zwar nicht jeden Abend stundenlang telefonieren, dafür schicken wir tagsüber viele SMS hin und her“, sagt Tim. Auch eine Möglichkeit, wie Kommunikation im Zeitalter der Technik funktionieren kann. Doch gerade Gespräche am Telefon können Missverständnisse verursachen. Wie hat er das jetzt gemeint? Warum ist er mir so harsch über den Mund gefahren? Aus solchen Missverständnissen entwickelt sich schnell ein Streit. Soll dieser jetzt am Telefon ausgetragen werden? Oder lieber warten bis zum nächsten Wiedersehen, um ein schönes Wochenende zu gefährden? Streit unter Fernliebenden ist ein schwieriges Thema. „Mittlerweile habe ich aufgehört mich am Telefon zu streiten. Eine Lösung wird kaum erlangt und das bringt beide nur noch mehr auf“, erklärt Britta. „Lieber spreche ich das Thema in Ruhe an, wenn wir uns sehen. Wenn daraus ein Streit wird, dann ist das eben so. Streit gehört zu jeder Beziehung dazu.“ Im Allgemeinen streiten sich Distanzpärchen aber weniger, da die Angriffsfläche des Alltags fehlt.

Pluspunkt persönliche Freiheit?

Vielleicht macht die Freiheit unter der Woche aber auch einfach gelassener. Die persönliche Entfaltung sehen viele Fernbeziehungs- Paare als Pluspunkt an. Er geht drei Mal die Woche ins Fitnessstudio? Sie bleibt bis spät in die Nacht in der Bibliothek und wälzt Bücher? Kein Problem! Zu Hause wartet unter der Woche ohnehin Niemand. „Tim war oft verärgert, wenn ich erst spät abends vom Arbeiten nach Hause kam. Heute kann ich ohne schlechtes Gewissen auch ein bisschen länger an meinen Projekten arbeiten“, sagt Britta. „Manchmal ist es ganz hilfreich, nicht nur auf den Partner fixiert zu sein. Man lernt, auf seinen Bauch zu hören und Dinge zu tun, die einem persönlich gut tun“, ergänzt Tim.

Wer seinen Partner schon immer neben der eigenen Haustür hatte, wird vielleicht nicht verstehen, wieso sich Paare auf teure Telefonrechnungen, lange Reisen, weniger Zeit mit Freunden und dem Gefühl der nagenden Eifersucht einlassen. Alle Fernliebenden wissen jedoch: Man kann eben nicht beeinflussen, in wen man sich verliebt. Aber mit einer Perspektive und dem Plan einer gemeinsamen Zukunft lässt sich dem Happy End beruhigt entgegenschauen. Egal ob aus München oder Karlsruhe.

Zum Schluss noch ein paar Tipps, damit die Liebe auf Distanz funktioniert:

Tipp1: Viel Zeit mit Freunden verbringen!
Ist der Liebste nicht erreichbar, die Hausarbeiten geschrieben und die Wohnung geputzt hilft gegen das Jetzt-bin-ich-allein-Gefühl ein lustiger Abend mit guten Freunden. Das tröstet über den Trennungsschmerz hinweg und gibt einem das gute Gefühl, etwas Sinnvolles an diesem Tag gemacht zu haben.

Tipp2: Rituale schaffen Nähe
Eine Gute-Nacht-SMS, ein kurzer Liebesbrief oder der all abendliche Anruf – solche Rituale schaffen Nähe. Für Paare in Fernbeziehungen besonders wichtig, da so dem Partner gezeigt wird, dass man ihn immer in Gedanken hat und er trotz der Entfernung ein Teil des neuen Lebens ist.

Tipp3: Alltag am Wochenende
Egal ob beim Einkaufen oder beim Joggen – am Wochenende sollte der Alltag mit dem Partner erlebt werden. Dazu gehört vielleicht auch ein Streit. Paare die am Wochenende immer nur heitere Urlaubsstimmung verbreiten erwachen schnell aus dem Liebestraum.

Kristin Weinstock

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