Berufseinstieg hallo! Der Weg zur perfekten Bewerbung

In Zeiten von Bachelorstudiengängen mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern ist das Studium eigentlich schon vorbei, wenn man erst mal verstanden hat, was das System von einem verlangt. Und sobald die Frage “Was mache ich nun damit?” geklärt ist, folgt die nächste Hürde: Wie schreibe ich DIE Bewerbung, mit der ich mich von der breiten Masse abhebe?


Der Akademische Verein HÜTTE hat am 22. und 23. Januar 2010 zum Berufseinsteigerseminar eingeladen. In zahlreichen Vorträgen und zwei Workshops wurde den 20 Teilnehmern die oben genannte Frage beantwortet. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, eine Bewerbung mit Lebenslauf einzusenden, die dann individuell in den Workshops besprochen wurde. So hatten alle die Chance, nicht nur allgemein etwas zu lernen, sondern die eigene Bewerbung aktiv zu verbessern.

Vor der Bewerbung

Die Suche nach Stellenausschreibungen beginnt. In der Regel steht in der Ausschreibung ein Ansprechpartner und/oder eine Telefonnummer dabei. Es wird empfohlen, anzurufen und einige Fragen zur Bewerbung zu stellen, beispielsweise wie die Firma die Bewerbung gerne hätte (elektronisch oder in Papierform) oder ab wann die Stelle zu vergeben ist.

Der Lebenslauf

Entgegen der landläufigen Meinung ist nämlich nicht das Anschreiben das Wichtigste. Die Personaler von heute schauen sich erst einmal den Lebenslauf an. Erst wenn dieser als gut befunden wird, fällt der Blick aufs Anschreiben.
In der Reihenfolge sollte man beachten, dass das Aktuellste zuerst kommt und die schulische Laufbahn, die ja ohnehin für die Annahme im Studium Voraussetzung war, an den Schluss gestellt wird. Auch die persönliche Motivation für die Stelle kann man in den Lebenslauf schreiben. Ansonsten sollte man darauf achten, dass dieses Dokument übersichtlich gestaltet und am Ende unterschrieben ist.

Das Anschreiben

Zwar steht das Anschreiben erst an zweiter Stelle der Bewerbungsbetrachtung, trotzdem sollte es individuell auf die Stellenausschreibung zugeschnitten sein und keine Standardformulierungen enthalten. Im ersten Abschnitt sollte man auf die ausgeschriebene Stelle eingehen, der zweite sollte enthalten, was man derzeit macht und im dritten hebt man die eigenen Vorzüge heraus. Sollten Rechtschreibung, Zeichensetzung oder Grammatik Probleme machen, empfiehlt es sich, das Anschreiben einem Freund zur Korrektur zu geben. Ganz allgemein sollte die Bewerbung insgesamt nicht zu bunt gestaltet sein, da große Firmen oft Personalberater mit der Prüfung beauftragen, die die Unterlagen kopiert erhalten – und wir alle wissen, was eine Schwarz-Weiß-Kopie mit einem bunten Entwurf anstellt.

Das Foto

Das Bewerbungsfoto sollte von einem Fotografen gemacht sein; keinesfalls man sollte ein biometrisches Passfoto verwenden, da dies unsympathisch wirkt. Desweiteren gilt: in die Kamera schauen, da sich dann derjenige, der die Bewerbung später auf dem Tisch hat, angeschaut fühlt. Je nachdem, von welcher Seite man sich fotografieren lässt, sollte die Seite ausgewählt werden, auf der das Foto im Lebenslauf platziert wird – es sollte immer dem Gegenüber zugewandt sein.

Das Bewerbungsgespräch

Nach dem die perfekte Bewerbung dazu geführt hat, zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, ist es natürlich auch wichtig, dass man darin geschult ist. Am einfachsten ist dies natürlich, wenn man zu Bewerbungsgesprächen geht, obwohl das Interesse an der ausgeschriebenen Stelle eher gering ist. Wenn aber die passenden Stellen eher gering sind, ist dies utopisch.
Vorteilhaft ist es, wenn man zum Bewerbungsgespräch dieselben Sachen und dieselbe Frisur trägt wie auf dem Foto, denn dies schafft einen Wiedererkennungswert. Man sollte sich auf das Gespräch in jedem Fall vorbereiten, Fakten über die Firma wissen und alle Ungereimtheiten im Lebenslauf plausibel erklären können, ohne dass beim Gegenüber ein negativer Eindruck entsteht.
Desweiteren gibt es zahlreiche Bücher über Fragen im Bewerbungsgespräch, z.B. „Die 100 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch: Richtig formulieren, verstehen, verhandeln“ von Jürgen Hesse und Hans Christian Schrader. Wenn man für alles eine Antwort hat, kann eigentlich nichts schief gehen. Am Ende kommt dann die obligatorische Frage, ob man selbst noch Fragen hat. Man sollte immer welche parat haben, dies zeugt von Interesse am Unternehmen.

Alles in allem sollte man sich vor Augen halten, dass man sich nicht allzu sehr auf seine perfekte Bewerbung verlassen sollte, ein natürliches Auftreten gehört auch dazu. Es lässt sich sehr viel über Bewerbungen, Einstellungsgespräche etc. im Internet und in zahllosen Büchern nachlesen, aber trotzdem sollte man die Möglichkeit eines Bewerbungstrainings wahrnehmen.

Melanie Bengel

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2 Reaktionen zu “Berufseinstieg hallo! Der Weg zur perfekten Bewerbung”

  1. Student

    “Wie schreibe ich DIE Bewerbung, mit der ich mich von der breiten Masse abhebe?”
    Jedenfalls nicht so wie dieser Text hier!

  2. gha yilt

    Wie gebe ich einen Kommentar, den keinen interessiert?
    Jedenfalls genau so wie mein Vorredner!

    … (;

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