Internationale Karlsruher Rockband startet durch!

Die Band “Fire on Dawson” besteht aus fünf Karlsruher Studenten, von denen allerdings nicht alle ursprünglich aus Karlsruhe stammen: Sänger Ankur kommt aus Indien und Gitarrist Nico ist Chilene. Bassist Martin, Drummer Mo und Markus, der zweite Mann an der Gitarre, sind gebürtige Schwaben, was für Karlsruher Verhältnisse auch Internationalität bedeutet. Am 15. Januar veröffentlichten sie ihr neues Album “Prognative”.


prognativecover
Prognative ist das erste Full-Length Album von Fire on Dawson. Bisher gab es nur eine EP mit sieben Songs, die sich aber fast alle auf Prognative wiederfinden. Die Arbeit an diesem Album hat sieben Monate gedauert. „Eigentlich waren die Songs in einem Monat eingespielt, aber uns war eben wichtig, dass der Sound wirklich gut klingt“, erzählt Sänger Ankur. Gitarrist Markus stimmt zu: „Besonders Ankur war wirklich sehr akribisch und speziell.“

Wichtig war den Musikern auch das Schreiben neuer Songs für das Album. „Songs, die uns wirklich gefallen und bei denen wir zeigen können, was wir draufhaben“, sagt Markus. Während der Studiozeit sind drei neue Songs entstanden, unter anderem Hit me. Jeder Titel hat seine eigene Entstehungsgeschichte und ganz besonders interessant ist die von Won by One. Dieses Lied hat die Band in Rekordgeschwindigkeit geschrieben. Entstanden ist der Song auf der Gitarre, Ankur, der alle Texte schreibt, entwarf einen relativ einfachen Vers zu den Noten und fertig war Won by One.

Bei Studenten, die eine Musikkarriere starten, drängt sich die Frage auf, ob da nicht eventuell die Uni zu kurz kommen könnte. Die Band lacht daraufhin, man könnte meinen, sie seien ertappt. Doch Drummer Mo spielt es herunter: „So exzessiv war die Arbeit am Album nun auch wieder nicht. Die Uni kam zwar schon ein bisschen zu kurz, aber wir haben alle unsere Prüfungen bestanden, das ging dann schon.“ Martin ergänzt: „Ankur konnte nebenher sogar seine Bachelorarbeit schreiben“, und auch Markus erinnert sich: „Allerdings nimmt es einen gedanklich schon ziemlich ein. Wenn man im Studio war, überlegt man sich eben, ob es nun gut war oder nicht.“

Bei den Aufnahmen kamen den Jungs immer mal wieder Alben in den Sinn, die wirklich Geschichte geschrieben haben. Obwohl sie nicht glauben, dass Prognative solch ein Album wird, ist es ein tolles Gefühl zu wissen, dass das, was man eben gespielt hat, auf 1000 CDs gepresst wird.

Doch eigentlich sollte man meinen, dass Fire on Dawson mit so etwas keine Probleme hat, Track fünf auf Prognative, End of May, wurde bereits 2007 bei einer Hewlett-Packard-Werbung eingesetzt und im Zuge dessen 40 000 Mal verteilt.

2009 war ein sehr erfolgreiches Jahr für die fünf Jungs. Sie waren im Bandpusher-Programm von Popnetz Karlsruhe, was ihnen die Möglichkeit brachte, jede Menge Kontakte zu knüpfen, die sie jetzt für ihre Tour 2010 nutzen können. Auch innerhalb der Band kam es im vergangenen Jahr zu Änderungen: Mitgründer Nico, der Fire on Dawson 2007 verlassen hatte um sein Studium in Berlin fortzusetzen, kam zurück in die Fächerstadt und seither spielt die Band mit zwei Gitarristen. Die Frage, ob dies zu Problemen geführt habe, verneint die Band. „Der Sound ist einfach satter mit zwei Gitarren“, berichtet Mo, „live gespielt haben wir in dieser Besetzung allerdings noch nie, deshalb verbringen wir zur Zeit jeden Tag im Probenraum.“

Bandfoto

Für Ende 2010 ist eine Tour nach Indien geplant, was aufgrund Ankurs Herkunft naheliegend ist. Ka.mpus wünscht Fire on Dawson viel Erfolg dabei, die südasiatische Musikszene zu erobern.
Doch bevor es so weit weg geht, wird erst einmal bei der CD Release Party im Club Die Stadtmitte in Karlsruhe am 21. Januar live gerockt. Los geht‘s um 20 Uhr, Karten dafür gibt es für 4 Euro an der Abendkasse oder auf der Homepage www.fireondawson.com.

Melanie Bengel
Wer erstmal in das Album reinhören will: Prognative gibt‘s auf der Homepage www.fireondawson.com zum Bestellen sowie zum Download bei www.musicnook.net oder auch bei iTunes. Und die 13 Euro für das Album sind es auf jeden Fall wert!

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