Filmrezension “Krass – Running with Scissors”

krass

Augusten Borroughs, geboren 1965 als Christopher Robison, hat viel zu erzählen: von seiner verkorksten Kindheit und Jugend, seinem alkoholabhängigen Vater, seiner psychotischen Mutter oder derem skurrilen Psychoanalytiker und dessen Familie.
Seit geraumer Zeit schreibt Augusten Borroughs sein Leben nieder und ist in Amerika damit zum echten Star geworden, der wahre Menschenmassen in seine Lesungen zieht.

Nun kam Brad Pitt auf die glorreiche Idee Borroughs Buch, in Amerika unter dem Namen „Running with Scissors: A Memoir” bekannt, hierzulande unter „Krass“, von Ryan Murphy verfilmen zu lassen. Ryan Murphy dürfte einigen von uns als der Erfinder der, auf sympathische Weise, bösen US-Serie über zwei Schönheitschirugen in Miami, „Nip/Tuck“, bekannt sein. Ähnlich skurril wie die genannte Serie gestaltet sich auch seine Verfilmung von „Krass“.
„Krass“ erzählt die Lebensgeschichte von Augusten, genauer gesagt, die Geschichte seiner Kindheit und Jugend.
Der autobiographische Film beginnt im Jahr 1972 als Augusten gerade sieben Jahre alt ist.
Er hört seiner Mutter Deidre (Annette Bening) dabei zu, wie sie eines ihrer vielen Gedichte vorträgt, mit dem sie hofft endlich in einer größeren Zeitung veröffentlich zu werden.
Sie schwelgt so in ihrer eigenen Poesie und ist so verzaubert von Augustens kindlicher Bewunderung, dass sie die Alltäglichkeiten des Lebens übersieht. So fallen Augustens Schulbesuche eher spärlich aus, weil auch er lieber den Gedichten seiner Mutter lauscht und Deidre ihren Sohn gerne als aufrichtigen Bewunderer um sich hat.
Sein Vater Norman (Alec Baldwin), ein ständig alkoholisierter Professor für Mathematik, kümmert sich nicht um seine Frau und seinen Sohn, so dass die Familie aneinander vorbei lebt. Was sich bis jetzt eher traurig-dramatisch anhört, ist ihm Film sehr überspitzt dargestellt, so dass man sich trotz allem ein Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Als die Ehe dann trotz einer begonnen Paartherapie bei dem eher unkonventionellen Psychiater Dr. Finch (Brian Cox) scheitert, nimmt das Drama seinen Lauf.
Deidres Erfolg bleibt aus und Augusten muss dabei zusehen, wie seine Mutter langsam aber sicher durchzudrehen scheint.
Im Rahmen ihrer Valium-Therapie bei ihrem exzentrischen Psychiater Dr. Finch zieht sie in ein Motel und überlässt ihm und seiner durchgeknallten Familie ihren Sohn.

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