About the Underground

Problematischer+Straßenseitenwechsel
Was das Stadtbild ausmacht, behindert Fußgänger und Fahrradfahrer…

Neben der Diskussion, ob der Tunnel das Stadtbild Karlsruhes gefährdet, stellt sich seit Herbst 2008 zunehmend die Frage, ob sich die Ereignisse in Köln vielleicht wiederholen könnten. Zwar besteht zwischen dem Projekt Kombilösung und dem U-Bahnbau in Köln ein beachtlicher Unterschied. Geologen haben grundsätzlich Entwarnung gegeben, aber es waren auch Geologen, die den Kölner Boden für sicher hielten. Aus diesem Anlass verfolgt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft die Untersuchungsergebnisse zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs genauestens, um möglicherweise verwertbare Ergebnisse in das eigene Projekt einfließen zu lassen. Angeblich existieren bei den Ermittlungen nach wie vor in Köln noch Informationslücken, die erst einmal geschlossen werden müssen.

Hauptkritikpunkt der Tunnelgegner, wie in Zeiten der hausgemachten Wirtschaftskrise zu erwarten ist, ist der Kosten-Nutzen-Faktor des Projekts. Abgesehen von der Frage aller noch nicht informierten Bürger, was für ein Projekt denn die Kombilösung überhaupt ist, stellt sich den meisten Bewohnern eine Frage, auf die bislang keine Antwort gegeben werden kann: Lohnt sich die Kombilösung überhaupt? Der Fahrgastzuwachs und damit auch der Personenverkehr sind in der heutigen Situation bereits an ihren Grenzen angekommen. Wenn sich dieser auch nach dem Tunnelbau so fortsetzt, droht langfristig betrachtet eine Kapazitätsauslastung des Stadtbahntunnels auf unabsehbare Zeit.
Neben dem Umstand, dass die Situation in der Kaiserstraße augenblicklich mehr als unbefriedigend erscheint und in einer verkehrstechnisch nicht mehr zu überblickenden Lage enden könnte, steht die Problematik der finanziellen Situation der Stadt gegenwärtig im Vordergrund. 20 Prozent der förderfähigen Kosten hat die Stadt selbst zu tragen, während der Rest vom Bund und vom Land Baden-Württemberg übernommen wird. Mit derzeitig veranschlagten Kosten von 588 Millionen Euro handelt es sich um ein aufwendiges Projekt – dementsprechend hoch sind die Erwartungen des Karlsruher Steuerzahlers. In die Zukunft gerichtet, sauber und höchsten Sicherheitsmaßnahmen entsprechend wurden die Haltestellen entworfen – ihre Praxistauglichkeit wird sich zeitgleich wie die Vorteile der Kombilösung erst nach ihrer Fertigstellung unter Beweis stellen können.

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