Zieht die Badehosen an!

See1

Nach langem Warten ist der Sommer nun endlich da. So energiegeladen, dass es schier unmöglich erscheint stundenlang an der Uni in viel zu warmen Seminarräumen vor sich hin zu brüten. In Gedanken springt ihr unzählige Male ins erfrischende Nass und lasst euch anschließend von der glühenden Sonne trocknen. Um eure Sommerträume verwirklichen zu können, haben wir für euch die Baggerseen in der karlsruher Umgebung erkundet.

Epplesee – Silberstreifen (Neuforchheim)

Im Sommer tummeln sich die meisten Badefans und Sonnenanbeter am Epplesee bei Forchheim. Er ist der größte Baggersee in der Region und bietet eine große Wieseliegefläche, aber auch Abschnitte aus Sand oder Kies. Leider gibt es kaum Bäume. Wer also Schatten möchte, sollte sich einen Sonnenschirm mitnehmen, um einen langen Tag am See ohne sonnenbedingte Negativfolgen zu überstehen.
Durch die tiefe Lage des Wasserspiegels befinden sich rund um den Epplesee hohe Böschungen, die für eine schöne Kulisse sorgen. Trotz eines flachen Gefälles im Uferbereich erreicht der See eine Tiefe von 60 Metern und sollte daher mit Vorsicht genossen werden. Für die Taucher wiederum ist es dadurch ein beliebtes Gebiet um Übungen zu absolvieren. Des Weiteren werden die guten Windverhältnisse von Surfern, Kitesurfern und Seglern genutzt.
Der Epplesee ist mit einigen Serviceangeboten ausgestattet: Ein Kiosk lädt zum Eisessen oder zu gekühlten Getränken ein. Für eine größere Stärkung sucht man vorzugsweise den Biergarten auf. Ein gebührenpflichtiger Toilettenwagen steht für die Badegäste bereit. Die Sauberkeit variiert, ist aber meist akzeptabel. An Sonn- und Feiertagen wird der See vom DLRG überwacht.

Wenn am Abend die Dämmerung einbricht, finden viele private Grillpartys statt. Das Seeufer ist dann von Lagerfeuern erleuchtet, untermalt wird das schöne Ambiente von Gelächter und Gitarrenmusik. Das Auto sollte man allerdings über Nacht nicht auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz stehen lassen, denn zwischen 23 und 6 Uhr herrscht ein Nachtparkverbot, welches streng kontrolliert wird. Tagsüber kann man sein Fahrzeug aber ruhigen Gewissens für eine Gebühr von 4 € dort abstellen. Wer andere Verkehrsmittel bevorzugt, kann mit der S-Bahn der Linie S4/41 bis zum „Bahnhof Forchheim“ fahren und erreicht nach einem fünfminütigen Fußweg den See. Von denjenigen, die die sportliche Variante wählen und die Strecke von 12 km mit dem Fahrrad zurücklegen, muss ab dem Unigelände eine Fahrzeit von etwa 45 Minuten eingeplant werden.

Baggersee Eggenstein

See2Mit einer Entfernung von 10 km ist der Baggersee in Eggenstein zwar am nahsten zum Universitätsgelände gelegen, kann allerdings durch keinen besonderen Service überzeugen. Es gibt weder einen Kiosk, noch andere Verpflegungsmöglichkeiten. Immerhin steht ein WC zur Verfügung.
Der See ist durch ein Betonsteinwerk in einen kleinen und in einen großen See unterteilt. Der große See ist überwiegend von Wald umgeben und bietet somit nur wenig Liegefläche. Wer allerdings ein verstecktes Plätzchen sucht, wird hier sicher fündig. Ebenfalls am großen See befindet sich das Fischerheim mit einigen kleinen Booten und einem Steg.
Am kleinen See gibt es sowohl sandige wie auch grasige Liegemöglichkeiten. Wer allerdings eine Abneigung gegen nackte Körper verspürt, sollte acht geben, dass er sich nicht zu sehr in den dort angesiedelten FKK-Bereich hinein wagt.
Empfehlenswert ist es mit dem Fahrrad an den Baggersee zu fahren, oder aber mit der S-Bahnlinie S1/S11. Wobei man hier noch einen mehrminütigen Fußmarsch auf sich nehmen muss. Wer mit dem Auto anreist – hierzu den Hinweisschildern „Erholungsgebiet / Kieswerk“ folgen – muss fürs Parken ein paar Euro aufbringen.

Baggersee Leopoldshafen

Der Baggersee bei Leopoldshafen wird unter ortskundigen als „Geheimtipp“ gehandelt. Zwar bekommt man hier keinen Service geboten – weder ein Kiosk noch Toiletten und nur sehr wenige Mülleimer stehen für die Badegäste zur Verfügung – allerdings braucht man keine Sorgen zu haben, vor Überfüllung keinen Platz zu finden. Die hierfür vorgesehene Liegefläche ist äußerst großzügig bemessen und bietet sowohl Sand- wie auch Kiesabschnitte. Schattige Plätze sind leider kaum vorhanden.
Wie alle Seen entlang des Rheins ist auch dieser Baggersee mit der S-Bahnlinie S1/S11 zu erreichen. Ab der Haltestelle „Leopoldstraße“ gelangt man dann zu Fuß an das Gewässer. Für Autofahrer stehen nur wenige gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Natürlich empfiehlt es sich, die 12 km ab dem Universitätsgelände mit dem Fahrrad zurück zu legen.

Baggersee Giesen – Liedolsheim/Dettenheim

See3Der Liedolsheimer Baggersee – der mit 22 km am weitesten entfernte See unserer Vorschläge – bietet leider nur einen kleinen Sandstrand. Bereits am frühen Abend kann man sich aber über ausreichend Platz zum Liegen oder beispielsweise Ball spielen freuen. Da das Ufer an den meisten Stellen sehr steil abfällt, eignet sich der See überwiegend zum Schwimmen. Das Gewässer wird zudem von wenigen Seglern und deren kleinen Segelbooten genutzt.
Hinter der Sand- und Grasfläche befindet sich ein gutbürgerliches Restaurant. Für Badegäste stehen auf der Rückseite kostenlose Toiletten – leider nicht allzu sauber – und ein Umkleideraum zur Verfügung. Zu erreichen ist der Baggersee mit der Straßenbahnlinie S1/S11. Ab der Haltestelle „Grenzstraße“ geht es mit der Buslinie 192 weiter bis zur „Friedrichstraße“. Von dort aus muss man die letzten Meter zu Fuß bewältigen. Zahlreiche Parkplätze stehen kostenlos zu Verfügung.

Baggersee Weingarten

Der große und saubere Baggersee bei Weingarten hat für seine Besucher allerhand zu bieten: Es gibt einen Kiosk, an dem man sich mit Getränken, Pommes und Eis eindecken kann. Wer nicht nur planschen will, kann sich auf dem Volleyballplatz bzw. der Ball-Spiel-Fläche austoben, für Kinder stehen einige Spielgeräte zur Verfügung. Für anschließende Stärkung kann man auf einem der frei zu Verfügung stehenden Grillplätze sorgen.
Ausreichend Mülltonnen, Toiletten und ein Hundeverbot sorgen für die nötige Sauberkeit des Wassers und der weitläufigen Sand- und Wieseliegeflächen. Für ausreichend Schattenplätze sorgen zahlreiche Bäume. Während das Süd- und Westufer für Badegäste zur Verfügung steht, ist das Nordufer als Naturschutzgebiet ausgelegt.
Leider ist der Weingartener See mit 17 km ein gutes Stück vom Universitätsgelände entfernt. Wem dies mit dem Fahrrad zu weit sein sollte, kann mit der Straßenbahnlinie S31/32 bis „Bahnhof Weingarten“ fahren und entweder von dort innerhalb von maximal fünf Minuten mit dem mitgenommen Rad zum See düsen oder mit der Buslinie 121 bis zur Haltestelle „Waldbrücke“ fahren. Wer mit dem Auto anreist, muss für den Parkplatz 6 € bezahlen bzw. ab 16 Uhr 4 €, ab 18 Uhr kann kostenlos geparkt werden.

KA.mpus wünscht euch einen schönen Sommer!

Lisa Theophil

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