Die Oststadt

Karlsruhe, deine Oststadt

Ende der 1880ger Jahre beginnt die Entwicklung der Oststadt, in der die bürgerliche Mittelschicht zwischen der 1901 fertiggestellten Bernharduskirche und der Georg-Friedrich-Straße baute. Hier wachsen große Fabrikgebäude. Die Oststadt, ebenso wie Mühlburg und Südstadt, zeigten sich als Viertel mit einem hohen Arbeiteranteil.

Brauerei Hoepfner – regionale Brauerei mit Qualitätsanspruch und langer Geschichte

Ist die zweitgrößte Brauerei in Karlsruhe und hat ihren Sitz in der sogenannten Hoepfner-Burg in der nördlichen Oststadt. Auf dem Brauereigelände befindet sich auch die Gaststätte Hoepfner Burghof mit Hotel und Biergarten. Neben 80 Beschäftigten und verschiedensten Biersorten hat die Privatbrauerei Hoepfner in Karlsruhe auch eine lange Geschichte. Die Wurzeln der Brauerei Hoepfner liegen in Liedolsheim, hier hat Karl Friedrich Gottlieb Hoepfner 1802 eine Gaststättenbrauerei eröffnete. Einige Jahre später verlegte er die Brauerei nach Linkenheim und überließ sie seinem jüngeren Sohn Heinrich Hoepfner. Der ältere Sohn Jakob Friedrich Hoepfner gründete dagegen in Eggenstein seine eigene Brauerei. 1872 übernahm Jakob Friedrichs Sohn Friedrich Hoepfner den Betrieb, den er in den folgenden Jahren erweiterte und modernisierte. Die erste Dampfmaschine wurde drei Jahre später angeschafft und die räumlichen Kapazitäten in der Kaiserstraße wurden dem steigenden Produktionsvolumen nicht mehr gerecht. Daher kaufte Hoepfner Gelände auf der Rintheimer Gemarkung und legte dort einen Bierkeller an. In der heutigen Haid-und-Neu-Straße begann 1896 im neugotischen Stil nach Plänen von Johann Hantschel schließlich der Bau der „Hochburg der Braukunst“ – nach dem Vorbild Neuschwansteins. Seither ist der charakteristische Rundturm mit Helmdach Wahrzeichen der Brauerei. Nach dem Tod von Friedrich Hoepfner, übernahm sein Sohn Fritz Hoepfner die Führung des Unternehmens. Ab 1930 lautete die Firmenbezeichnung offiziell Privatbrauerei Hoepfner. Obwohl Hoepfner durch Weltkriege, Weltwirtschaftskrise und Währungsreform hart mitgenommen und 1944 aus politischen Gründen sogar zeitweise geschlossen wurde, ist sie heute die letzte „Überlebende“ der 29 Brauereien, die 1849 in Karlsruhe arbeiteten, und das älteste noch bestehende Karlsruher Unternehmen. Das mag auch mit der Qualität der Biere zusammenhängen, die zu den meistprämierten in Deutschland gehören. Da sich zur Fortführung des Familienunternehmen kein möglicher Nachfolger fand, verkaufte Dr. Friedrich Georg Hoepfner zum 1. Januar 2005 seine Brauerei an die Brau Holding International AG (BHI).

Jugendstil-Gebäude

An mehreren Häusern der Oststadt ließen die Architekten der Jugendstilzeit ihre tiefgreifenden und fantasievollen Spuren. Die völlig neue kunstgeschichtliche Epoche der Jahrhundertewende des 19. und 20. Jahrhunderts lenkte sich von den klassischen Darstellungen der bildlichen Kunst und neigte zur natürlichen Linien. Obwohl der Jugendstil eine Einheit aller Kunstrichtungen darstellt, hebt er sich durch seine enge Verbindung von Kunst und Leben stark hervor. Besonderes Interesse in der Darstellung der neuen Technologien gewann der Jugendstil in Gebäudearchitektur. Hermann Billing, Robert Curjev und Kalr Moser sind die in Karlsruhe wirkenden Architekten, dessen Kunstwerke die Oststädter Bewohner und Gäste heute zu bewundern genießen. Asymmetrie und Materialvielfalt ragen sich wie typischen Jugendstil-Ornamenten in Blumen und Pflanzen an zahlreichen Häusern im inneren und äußeren Bau der Oststadt. Die im 1905 von Curjev und Moser erbaute evangelische Lutherkirche wird als einer der wichtigsten religiösen Bauwerke des Jugendstils in Baden genannt. So findet man hier eine Fülle von charakteristischen Elementen im Kircheninneren, z. B., am Pfarrhaus, Fenster und Giebel. Auf der Parkstraße errichtete Häuser zeigen uns auf deren Fassade schön ausgearbeitete Jugendstil-Erker, die durch die Kombination mit weißen Putzflächen besonderes deutlich und erkennbar werden. Für einen großräumigen Eindruck des Hauses der Haid-und-Neu-Straße 8 sorgen die sorgfältig behandelten Elemente der Gewände ebenso wie zierliche Balkongeländer. Ein heller stilisierter Kastanienbaum beschmückt die Fassade der Humboldtstraße 29 aus dem Jahr 1902 von Franz Wolff. Wie ein Schmuckstück hebt sich der leuchtende Baum von dem dunkel verputzten Hintergrund des Doppelhauses hervor. Frauen, Jungfrauen und zarte Mädchengesichter mit prächtigen Haaren, aber auch seltsame Ungeheuer sind die Leitelemente des Jugendstils, die die sehenswerten Gebäude in der Oststadt schmücken.

Schloss Gottesaue

Das kleine Schloss im Ostauepark in der Karlsruher Oststadt beeindruckt mit seinen wechselvollen Geschichten. Der Ursprung des Schlosses war das mittelalterliche Kloster aus dem 11. Jahrhundert. Im Jahre 1525 wurde das Kloster geplündert und zerstört. In den darauffolgenden Jahren wurde das Gebäude als Gutshof, Kaserne und Polizeischule genutzt. Das Schloss, so wie wir es heute kennen, wurde 1977 nach der Zerstörung wiederaufgebaut und in seinen ursprünglichen Stil gehalten. Die Studierenden der Musikhochschule können seit 1989 das Schloss als Studienräume nutzen. Im Sommer findet im Garten das Open-Air-Kino der Schauburg statt.

Culteum

Das Culteum, auch unter dem Namen Kulturruine bekannt, ist ein Musikclub in der Oststadt. In einem ehemaligen Weinkeller in der Essenweinstraße befindet sich der Club. Musikveranstaltungen bewegen sich in den Bereichen der Schwarzen Szene, Mittelalter-Szene und der Elektro-Szene. Ehemals unter dem Namen Kulturruine bekannt, wechselte es nach einem Streit zwischen den Betreibern zu dem Namen Culteum. Die Kulturruine bietet weiterhin Veranstaltungen in den Event-Studios in Rastatt an.

Regelmäßige Veranstaltungen im Culteum

Veitstanz. An einem Freitag und an einem Donnerstag, zweimal im Monat, findet der Veitstanz statt. Bei dieser Veranstaltung legen zwei Mitglieder aus der Mittelalterband Saltatio Mortis hauptsächlich Musik aus der Mittelalter-Szene auf.
Endzeitwelten. DJ Prometheus präsentiert am jeweils ersten Donnerstag im Monat unter dem Motto Eine Reise durch düstere Klangwelten-Zwischen Trümmern und Träumen die Veranstaltung Endzeitwelten. Mehr Informationen findet Ihr unter folgendem Link: http://www.culteum.de/

Klick mal!

www.de.wikipedia.org/wiki/Karlsruher_Oststadt

www.ka.stadtwiki.net/Oststadt

www.stattreisen-karlsruhe.de

Empfehlenswertes in der Oststadt

Studentische Kneipe „Die Zwiebel“ an der Durlacher Allee 24 bietet wechselndes Tagesessen an und zieht viele Besucher mit Live-Musik an. Interessanteweise entscheidet sich die Bezahlung durch das Werfen der drei Würfeln. Hat man drei Sechsen, so muss man nur nur die Hälfte bezahlen, bei drei Einser gar nichts!

Gaststätte „Gold“ befindet sich an der Ludwig-Wilhem-Straße 12. Der Inhaber von Gloria Süd Falco Warnbold eröffnete am 17.Oktober 2008 in den Räumen des ehemaligen L‘lle eine neue Gaststätte, die über einen Raucherbereich verfügt.

Studentenkneipe „Die Kippe“ an der Gottesauerstraße 23. Hier gibt es Studentenessen jeden Tag für 3,90 Euro. Außerdem werden für den gleichen Preis täglich ab 19 Uhr alle Coctalis angeboten. Seit Juli 2007 gibt es hier ebenso ein Nichtaucherbereich.

Regina Rabolt und Daria Martynova

Bookmark Tools
  • email
  • Facebook
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Google Bookmarks
  • MisterWong
  • Digg
  • Netvibes
  • StumbleUpon
  • Add to favorites

Einen Kommentar schreiben