Buch: Nich Hornby: Speaking with the Angel

Eine hochkarätige Auswahl aktueller englischsprachiger Literatur hat Nick Hornby hier zusammengestellt. Ob Roddy Doyle, Zadie Smith, Irvine Welsh oder Dave Eggers – sie sind Stars des Literaturbetriebes.Sie alle haben eine Geschichte beigesteuert, und das umsonst. Denn „Speaking With The Angel“ ist ein Benefiz-Projekt.

Nick Hornby´s kleiner Sohn ist Autist. Er besucht eine private, von betroffenen Eltern gegründete Schule, die vom Staat nicht gefördert wird. In seinem Vorwort erklärt Hornby die Situation von autistischen Kindern, die ihrer Eltern, und die Idee dieser Schule, TreeHouse, in seiner bekannten, dem common sense verpflichteten Art.Derselben Grundhaltung verpflichtet ist auch Hornby´s eigene Erzählung: „Nipplejesus“. Ein Ex-Türsteher wird verpflichtet, um in einer Galerie auf ein provokantes Kunstwerk aufzupassen, eine Collage aus Busen-Photos, die zu einer Kreuzigungsszene zusammengefügt werden. Der erwartete Skandal tritt ein, unser Held sieht sich zunehmend in der Rolle des Verteidigers der Kunst gegen Eiferer und Spießer. Als das Kunstwerk einem Anschlag zum Opfer fällt, muss er feststellen, daß die Künstlerin genau das gewollt hat, er selbst nur Teil einer Inszenierung war. Down to earth, das ist Hornby: für den kleinen Mann, aber gegen das Spießbürgertum; für Liberalität, aber gegen Zynismus. Kein Sprachkünstler, der Mann, aber ein solider Erzähler mit Witz und Persönlichkeit.

Tina Zovko

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