DVD: Schräger als Fiktion

Dein Leben als Roman



Harold Crick (Will Ferrell) ist ein Finanzbeamter, wie er im Buche steht: überkorrekt, von Zahlen besessen – und einsam. Sein Leben ist minutiös durchgeplant und die Zuschauer erfahren von einer Stimme aus dem Off dessen öde Details: Er putzt sich jeden Tag mit exakt 78 Bürstenstrichen die Zähne, macht bei der Arbeit exakt 4,5 Minuten Kaffeepause und geht um exakt 23 Uhr ins Bett. Doch all das ändert sich plötzlich, als Harold eben diese Erzählerstimme auf einmal auch hören kann. Und damit nicht genug: Er muss mit anhören, wie sie seinen baldigen Tod ankündigt. Harold will diese Tatsache nicht hinnehmen, hat er sich doch gerade erst in die Steuerhinterzieherin Anna (Maggie Gyllenhaal) verliebt. Mit Hilfe des Literaturprofessors Jules Hilbert (D. Hoffmann) gelingt es ihm, die Autorin seiner Geschichte ausfindig zu machen: Karen Eiffel (E. Thompson), die selbst keine Ahnung hat, dass es ihren Helden wirklich gibt. Um ihr Werk beschließen zu können, muss sie Harold nur noch umbringen: Doch die Frage nach dem „wie“ hält sie in einer Schreibblockade gefangen. Am Ende müssen sich beide entscheiden: Für ein Meisterwerk der Literatur – oder für das Leben. Regisseur Marc Forster hat mit „Schräger als Fiktion“ eine abgedrehte Komödie geschaffen, die nicht zuletzt auf Grund der starken Leistung des Ensembles absolut sehenswert ist.

Katharina Strobel

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