Das UNI-ABC

Die Uni in Stichwörtern

Noch vor ein paar Wochen hast du wohl fürs Abi gelernt, bist im Zivi-Wohnheim oder in der Bundeswehr-Kaserne gesessen und hast darüber nachgedacht, was du wo studieren sollst. Jetzt bist du hier in Karlsruhe gelandet und alles ist neu für dich, der Campus scheint dir unermesslich groß, dein Studienplan überaus kompliziert und das Wort Immatrikulation unaussprechbar. Das kleine Uni-ABC soll dir dabei helfen, dich künftig mühelos im Studenten-Alltagswahnsinn zurecht zu finden und den einen oder anderen Ersti mit deinem überdimensionalen Wissen zu beeindrucken.

A wie AKK

Kaffee für nur 50 Cent bekommst du im AKK (Arbeitskreis Kultur und Kommunikation) im Alten Stadion. Außer Kaffee bietet das AKK Tanzkurse und andere Workshops an, Open-Air-Kino und feiert Partys, die so genannten „Schlonze“. Wann der nächste Schlonz stattfindet, erfährst du an der am AKK angebrachten Tafel.

B wie Bachelor oder Bakkalaureat

Der Bachelor ist ein international anerkannter und verglichen mit Diplom oder Magister ein schneller Studienabschluss mit 6 bis 8 Semestern. Das Studium wird (in den Geisteswissenschaften) in 3 Phasen gegliedert: 1. Die Orientierungsprüfung, 2. Die Vorprüfung, 3. Die Bachelorprüfung.

C wie Cafeteria

Nach einer durchzechten Dienstagnacht empfiehlt sich das mittwöchliche Weißwurstfrühstück der Chemie-Cafeteria. Ansonsten bringen euch Kaffee, Tee, belegte Brötchen und Süßigkeiten durch den Tag. Die zweite Möglichkeit ist die Cafeteria im Mensa-Gebäude, wo zwar keine Weißwürste, jedoch leckerer Kartoffelsalat angeboten wird.

D wie Digicam

Sollten Vorlesungen für deinen Geschmack und dein Gehirn zu schnell ablaufen und du bist dir nicht sicher , ob dein Prof seine Power-Point-Folien online stellt, zück deine Digicam und fotografiere das Material einfach ab. Du solltest dabei nur kein „Cheeese“ rufen.

E wie ECTS

Das European Credit Transfer and Accumulation System soll durch credit points die Studienleistungen international vergleichbar und bei einem Hochschulwechsel anrechenbar machen. Die Credit Points oder ECTS-Punkte stellen die Intensität und den Arbeitsaufwand einer Leistung dar, die Note bewertet die Arbeit. So erhält man zum Beispiel für eine mündliche Prüfung 2 ECTS- Punkte und die Note eins bis vier, für eine Klausur oder ein Referat 4 ECTS-Punkte, und für eine Hausarbeit plus Referat 6 ECTS-Punkte.

F wie Fricard

Ohne deine Fricard solltest du in Zukunft nicht das Haus verlassen. Mit ihr gehst du durch dick und dünn, leihst Bücher in der Uni-Bib, bezahlst deine Nahrung in der Mensa oder Cafeteria, fährst mit ihr mit der Straßenbahn. Aufladen kannst du deine Fricard an Stationen in der Mensa. Auf der Fricard-Homepage kannst du dich für das nächste Semester rückmelden oder Bescheinigungendrucken

G wie Geisteswissenschaften

Falls du dich für ein Studium der Geisteswissenschaften entschieden hast, wirst du von nun an einer bemitleidenswerten Minderheit angehören, die sich fiese Witze über ihre Karrierechancen anhören muss. Du wirst in kleinen, kalten Seminarräumen sitzen, wirst Unmengen von Geld für Bücher ausgeben und deine Fakultät wird keinen Cent aus den Mitteln der Studiengebühren bekommen.

H wie Hauptseminar

Hauptseminare besuchst du in der Regel im dritten Studienjahr, also im 5. und 6. Semester. Die Teilnehmerzahl beschränkt sich auf etwa 20 Leute, Hintergrundwissen und Redekunst sind neben akribischer Vorbereitung gefragt, um beim Prof einen guten Eindruck hinterlassen zu können. Gelingt aber nicht immer.

I wie Immatrikulation

Um die Immatrikulation, also die Einschreibung an einer Hochschule, Studienbescheinigungen, Fristverlängerungen und alles andere, was unter Bürokratiekram fällt, kümmert sich das Studienbüro. Dieses hat, wie Ämter allgemein, meist nur am Vormittag auf und die Damen am Schalter sind nicht besonders freundlich.

J wie Journalismus

Der Studiengang Journalismus an der Uni Karlsruhe wurde vor einigen Jahren gestrichen, solltest du dich trotzdem als Journalist ausprobieren wollen, eignet sich dazu die BOZ (Berufsorientierte Zusatzqualifikation) „Presse+Journalismus“. Du kannst aber auch als freiwilliger Mitarbeiter bei der KA.mpus mitmachen!

K wie KIT

Das Karlsruher Institut für Technologie ist der Zusammenschluss zwischen der Karlsruher Uni und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Forschung als auch Lehre sollen so an Qualität zunehmen, und KIT als Wirtschaftseinrichtung an Bedeutung gewinnen.

L wie Langzeitstudent

Als Student führt man ein schönes Leben. Du kannst meistens ausschlafen, unter der Woche feiern gehen und erhältst Ermäßigungen aller Art. Das verführt viele dazu, ihr Studium bis ins Unendliche zu überziehen.

M wie Mensa

Die Mensa erhält, Fisch- und Paprikagerichte ausgenommen, das Prädikat essbar. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, für die langen Wartezeiten um 13 Uhr herum sollte man jedoch ein dickes Buch einpacken oder einfach früher essen gehen. Um 14 Uhr machen die 6 Linien der Mensa nämlich dicht.

N wie Nebenjob

Studiengebühren sei dank müssen die meisten Studenten nebenher arbeiten, um sich finanzieren zu können. Schnelles Geld verdienst du in der Gastronomie oder als Schichtarbeiter in großen Firmen während der Semesterferien. Alternativ kannst du Bafög oder einen Bildungskredit beantragen, um über die Runden zu kommen.

O wie O-Phase

Die Orientierungsphase dient zur ersten Orientierung in seinem neuen Alltag. Außer einem Kater und einer Erkältung, nachdem man im Schlosspark in den See gesprungen ist, bleibt nicht viel hängen. Die WiWis laufen (wie immer) mit hochgestelltem Boss-Shirt durch die Stadt, die Informatiker zocken Rollenspiele und die Geisteswissenschaftler trommeln während der O-Phase im Park.

P wie Prüfungen

Während Geisteswissenschaftler gemütlich an ihren Hausarbeiten tippen können, geht für alle anderen Studenten der Stress in den Semesterferien richtig los. Viele ziehen für mehrere Wochen in die Uni-Bib, oft hält ein RedBull-Promowagen vor der Bib und verteilt Koffein- bzw. Taurinbomben an die Lernenden.

Q wie Quellenangabe

Egal ob du ein Projekt vorbereitest oder für eine Hausarbeit recherchierst, solltest du auf eine korrekte Ausführung deiner Quellen achten. Wikipedia und Schullektürenhilfen solltest du dabei am besten gleich von der Liste streichen.

R wie Rechenzentrum

Am Rechenzentrum solltest du dir einen Account zulegen, um Zugang zur E-Learning-Plattform ILIAS bzw. E-Studium zu haben. Wer zu Hause keinen Computer stehen hat, kann außerdem sowohl im Rechenzentrum als auch im CIP-Pool an einem PC arbeiten.

S wie Studienordnung

Studiert man nicht haargenau nach der Studienordnung, kann das schnell zum Chaos führen. Es ist empfehlenswert, ab und zu hinein zu gucken. Als Klolektüre eignet sich die Studienordnung hervorragend.

T wie Technische Hochschule

Richtig, du studierst nicht nur an einer Elite-Universität, sondern gleichzeitig an einer Technischen Hochschule. Diese wurde im Jahr 1825 gegründet und ist somit die älteste technische Hochschule Deutschlands. Hier werden Brennstoffzellen und Nanotechnik entwickelt, die Exzellenzinitiative KIT verstärkt das technisch-wissenschaftliche Image der Hochschule. Warum sich die TH trotzdem Uni nennen darf? Weil unter anderem in einem kleinen Häuschen namens Franz-Schnabel-Haus auch Geisteswissenschaften gelehrt werden.

U wie Uni-Bib

Die Uni-Bibliothek ist der ganze Stolz der Uni Karlsruhe, schließlich wurde sie erst vor circa einem Jahr eröffnet. Architektonisch passt der neue Teil zwar nicht zum alten denkmalgeschützten Rest der Bib, aber immerhin steht sie 24 Stunden täglich zur Verfügung. Das Belegen der begehrten Sitzplätze gleicht einem Strand auf Mallorca: Morgens werden die besten Plätze mit einem Handtuch reserviert. Was jedoch nicht jeder weiß, ist, dass man sich seinen Platz nur 30 Minuten frei halten darf, ohne anwesend zu sein.

V wie Vorlesung

Eine Vorlesung besteht aus einem Vorleser und einem Publikum, das in der Regel nicht zuhört, sondern vor allem im Hörsaal Audi-Max Papierflieger bastelt. Der Grund hierfür ist, dass der Vorleser/Professor, aus seinem Skript vorliest, welches du dir kaufen (meistens bei der studentischen Unternehmensberatung „fuks“) oder downloaden kannst.

W wie Walk-In

Körperliche Ertüchtigung in Form eines Fitness-Studios und vielen Kurs-Angeboten findest du im Sportgebäude der Uni. Für einen geringen Semesterbeitrag kannst du im Walk-In trainieren. Weitere Sportangebote findest du beim Hochschulsport.

X wie Xenoglossie

Xenoglossie ist das unbewusste Reden in einer unbekannten Fremdsprache. Die ersten Besuche der Vorlesungen werden dir wahrscheinlich ähnlich vorkommen. Bleib locker und lass dich nicht von Klugscheissern beeindrucken, da steckt nur eines dahinter: Xenoglossie.

Z wie ZIB

Im Zentrum für Information und Beratung können sich Studenten oder die, die es werden wollen, beispielsweise zur Finanzierung ihres Studiums informieren und beraten lassen. Du kannst dir telefonisch einen Termin für ein Einzelberatungsgespräch geben lassen oder ab September dienstags zwischen 14 Uhr und halb fünf zur offenen Beratung kommen.

Christina Schindler

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