Buch: Thomas Hettche – Woraus wir gemacht sind

Mit Hettche auf Sinnsuche

„Woraus wir gemacht sind.“ Thomas Hettche, Romanautor und Inhaber zahlreicher Literaturpreise, hat diese immer allgegenwärtige Frage passend zu dem Erscheinen seines Buches (Kiepenheuer und Witsch) bereits vor zwei Jahren gestellt. Und genau wie der Protagonist begeben wir uns auf die Suche nach dem Sinn unseres Daseins und fragen uns dabei, wieviel Hollywood-Kitsch und Mord- und Totschlag wir uns in einem zeitgenössischem Roman noch gefallen lassen müssen. 12. September, 2002: Ein Jahr und einen Tag nach den Anschlägen auf das World Trade Center erwacht der Biograf Niklas Kalf nach einer unruhigen Nacht in seinem New Yorker Hotelzimmer und registriert, dass seine schwangere Frau Liz verschwunden ist. Kurz darauf melden sich die Entführer bei Kalf und fordern ihn auf, seine Kenntnisse über die geheimen Forschungen des Physikers Eugen Meerkaz preiszugeben. Nach zahlreichen Irrfahrten finden die beiden schließlich wieder zueinander. Leider gibt der sprachlich hervorragende, aber durch ein Zuviel an Bildern für Verwirrung sorgende Roman keine Antwort darauf, „Woraus wir gemacht sind.“ Dennoch lohnt es sich, mal wieder darüber nachzudenken!

Kiepenheuer & Witsch ISBN 978-3-442-73684-3

Jenny Warzecha

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