Uni im BLM

Risiko im Museum und in der Uni

Vor einigen Tagen eröffnete die jüngste der immer wieder so attraktiven wie spannenden Sonderausstellungen des Badischen Landesmuseums, diesmal unter dem flamboyanten Thema: „Volles Risiko – Glücksspiel von der Antike bis heute“. Die Uni liefert die passende Ringvorlesung.



Wie schon mehrfach zuvor in den vergangenen Jahren, beteiligt sich die Universität Karlsruhe an der aktuellen Sonderausstellung mit einer Ringvorlesung mit dem Titel „Glück-Zufall-Vorsehung“. Diese wurde von von der Abteilung Mediävistik am Institut für Literaturwissenschaft angeregt.

Die Zusammenarbeit zwischen Universität, genauer, der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, und dem BLM besteht nunmehr bereits seit 2001. Ziel der damals getroffenen Vereinbarung war es, engere Verbindungen zwischen Universität und verschiedenen Kulturinstitutionen der Stadt zu knüpfen. Insbesondere das „Studienzentrum für Angewandte Kulturwissenschaft/Kulturarbeit“ (SZK) engagiert sich für diese Kooperation intensiv und war verschiedentlich an Projekten des BLM konstruktiv beteiligt (zum Beispiel an der großartigen Ausstellung „Hannibal ad portas“ oder „Römer, Alamannen und Christen am Oberrhein im Mittelalter“, für die das SZK eine CD produzierte und auch bei der „Nibelungenliedausstellung“ war die Universität Kooperationspartner). Doch man findet nicht nur die Uni im BLM – sondern auch das BLM in der Uni: So ist das Landesmuseum regelmäßig mit wichtigen Lehrangeboten, etwa im Bereich Museologie oder Projektmanagement, im Lehrplan oder mit einem Programm für Praktikanten/innen erfolgreich im Lehrangebot für die Geistes- und Sozialwissenschaftler präsent. Neue gemeinsame Projekte sind geplant.

„Glück-Zufall-Vorsehung“

In acht Vorträgen wird das gleichermaßen schwierige wie in seinen allgemein-existentiellen wie auch sehr individuellen Dimensionen unüberschaubare Thema vorgestellt. Dabei wird es nicht nur angestrengt-ernst und mit philosophischer Tiefe, sondern mit einer dem Thema durchaus bekömmlichen Gelassenheit zugehen, wie die einzelnen Vortragstitel es anzeigen. Die Vortragenden lehren an ihrer Universität in den Bereichen Mathematik, Literaturwissenschaft und Europäische Ethnologie.

Einmal mehr beweist sich mit dieser gemeinsamen Veranstaltung von UNI und BLM, wie durch eine solche Kooperation wichtige synergetische Effekte für das Karlsruher kulturelle Leben erzeugt werden können. Eine in der Kulturlandschaft eher seltene, eine ideale Verbindung, glückhaft, möchte man sagen.

Burkhardt Krause

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