Film: Schwarze Schafe

Die Hochkultur der Trashkultur

Berlin, die neuentdeckte Szenemetropole Europas. Doch wie leben die Menschen abseits der Glitzerwelt? Oliver Rihs schwarze Komödie stellt in fünf Episoden einige bitterböse Möglichkeiten vor:

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Das arbeitslose Handmodel Boris, der sich mit kleinen Betrügereien über Wasser hält und am Ende nur noch die Axt als Ausweg sieht. Drei halbstarke Türken, die nur Sex im Kopf haben und so in Schwierigkeiten mit einem Zuhälter geraten. Eine überqualifizierte, weil studierte Touristenboot-Führerin, die ihren alkoholisierten Freund vor „Freunden“ aus der Münchner Schickeria verstecken muss. Breslin (Robert Stadlober) und Julian (Tom Schilling), die aus unterschiedlich unehrenhaften Gründen bei „Arbeit ohne Geld“ mitmachen wollen. Ersterer möchte schnellen Schwulensex, Letzterer sucht billige Helfer für seine Wohnungsrenovierung. Zu guter Letzt noch zwei glücklose Satanisten, die auf Hilfe von Luzifer hoffen und sich für ihr skurriles Ritual eine komatöse Opfer-Oma „ausleihen“.

In schwarzweiß gedreht, bricht der Film alle Tabus. Selbst Hartgesottene, die mit genügend schwarzem Humor ausgestattet sind, müssen gelegentlich schlucken. Dennoch ein absolutes Muss mit Potential zum Kultfilm.

www.schwarze-schafe.eu

Cora Sessler

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