Buch: N. Müller – Easy Deutschland

Nach dem Motto: „Jeder mit jedem“

Norbert Müller hat nach seinem Politik- und Germanistikstudium acht Jahre lang als Briefträger gearbeitet, bevor er sich als Romanautor einen Namen machte.

Der Uni Roman

Nun wurde sein drittes Werk, „Easy Deutschland“, veröffentlicht. Der Roman verwickelt die Leser in ein komplexes Geflecht von zwischenmenschlichen Beziehungen, das man anfangs nur schwer entwirren kann. Schuld daran sind die sieben Haupt- und dreiundzwanzig Nebenpersonen, die alle in irgendeiner Weise miteinander verbandelt sind. Da ist zum Beispiel Ar­thur Schulze, ein gescheiterter Fernsehregisseur, der Carol, seine Ex, auf ihren Wunsch hin schwängert. Ihr Mann Eckhard bekommt das heraus, findet es jedoch in Ordnung, dass ihm diese Aufgabe abgenommen wurde. Arthur hingegen hat eine Affäre mit der Künstlerin Marion König, deren Mann Erik – ein verhinderter Volkshochschulleiter – auf ihre beste Freundin scharf ist. Hilfe bei der stellenweise recht verwirrenden Lektüre bietet das Personenverzeichnis, auf das man als Leser zu Beginn relativ häufig zurückgreifen muss. Das macht den Roman jedoch nicht weniger lesenswert, da Müller es versteht, die Handlung immer mehr ins Absurde zu steigern und so eine amüsante, großartige und leicht vulgäre Erzählung zu spinnen.

Residenz Verlag, ISBN: 3701714703

Katharina Strobel

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