DVD: M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Großes Kino für Cineasten

Berlin zu Beginn der 1930er Jahre. Seit Monaten treibt ein Kindermörder sein Unwesen. Es herrschen Angst und Schrecken. Misstrauen und Beschuldigungen sind an der Tages­ordnung.

M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Die Polizei ist machtlos und in reinen Aktionismus verfallen. Das ruft die Berliner Unterwelt auf den Plan, welche sich in ihrer Arbeit von der ständigen Präsenz der Ordnungshüter gestört fühlt. Die Ganoven, allen voran der Schränker (Gustav Gründgens), beschließen selbst Jagd auf den Triebtäter zu machen. In einer großangelegten Aktion durchkämmen die Verbrecher ein Bürogebäude, stellen den Pädophilen auf dem Speicher, wo dieser sich versteckt hält, und machen ihm schließlich den Prozess. Sie wollen verhindern, dass der Wahnsinnige nur in eine Anstalt kommt und später wieder frei­gelassen wird. In einem ergreifenden Schlussplädoyer versucht der ausgezeichnet spielende Peter Lorre seine Krankheit zu erklären, um sich vor der Lynchjustiz zu retten.
Regisseur Fritz Lang stellt in monu­mentalen Bildern den Zwiespalt des Täters und den Konflikt zwischen Rache und Gerechtigkeit eindrücklich dar. Langs erster Tonfilm ist ein beklemmender Thriller und absoluter Klassiker der Filmgeschichte. Genau das Richtige für kalte Herbstabende.

Willi Busse

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