Interview: Morgens Student abends DJ

Interview mit Axel Leipold alias DJ GordonBleu

Axel Leipold, auch privat immer an den Turntables anzutreffen

Viele Studenten haben ja bekanntlich außerhalb des Studiums die verschiedensten Nebenjobs. Der 25 jährige Verfahrenstechnik- Student Axel Leipold ist neben seinem Studium als DJ (nacht)aktiv und hat uns einen kleinen Einblick in sein Nachtleben gewährt.

Kampus: Wie kamst du dazu, als DJ zu arbeiten und seit wann machst du das schon?

GordonBleu:

Ich lege seit eineinhalb Jahren mit Platten auf, vorher habe ich aber auch schon mit CDs im privaten Bereich auf Partys für Stimmung gesorgt. Dabei habe ich dann auch gemerkt, dass es positive Resonanzen gab. Daraufhin habe ich mich umgehört wo ich mich in Karlsruhe aktiv als DJ einmischen kann. Mit etwas Glück wurde mir dann im Erdbeermund im Oktober 2006 die Möglichkeit dazu geboten aufzulegen. Vom Publikum, von Freunden und vom Betreiber des Clubs bekam ich positives Feedback.

Kampus: Wie verbindest Du das Studium und den Job als DJ?

GordonBleu:

Mein Job als DJ kommt sich mit dem Studium nicht besonders in die Quere, da ich ja eher am Wochenende auflege und das auch nur 2-3 Mal im Monat. Eigentlich ergänzen sich beide Bereiche sogar ziemlich gut. Mein Job als DJ bietet für mich die ideale kreative Abwechslung und ich empfinde ihn auch nicht als besonders arbeitsaufwendig, da es mir gefällt und mir sehr viel Spaß macht. Daher nehme ich gerne eine lange Nacht mit Auf- und Abbau in Kauf.

Axel Leipold, auch privat immer an den Turntables anzutreffen
Axel Leipold, auch privat immer an den Turntables anzutreffen

Kampus: Wo legst du in Karlsruhe auf?

GordonBleu:

Ich lege regelmäßig im Erdbeermund und im Radio Oriente auf. Im Juni habe ich außerdem auch auf der Architekten- Party für gute Musik gesorgt und sonst mache ich das natürlich auch noch auf privaten Partys. In anderen Städten habe ich noch nicht aufgelegt, weil mir die Arbeit als DJ bisher auch in Karlsruhe gereicht hat und ich es hier sehr gerne mache. Ich habe zwar auch ein Angebot aus meiner Heimatstadt Heidelberg und auch Beziehungen nach Mannheim, aber was daraus wird steht noch in den Sternen.

Kampus: Wie findest du die Karlsruher Party-/Club- Szene?

GordonBleu:

Was mich persönlich etwas stört ist die Tatsache, dass in vielen Karlsruher Clubs extrem auf das Aussehen und vor allem die Kleidung der Besucher geachtet wird. Ich persönlich kann mich mit solchen Einlass- Kriterien nicht anfreunden und bin eher für gemischtes Publikum. Schließlich gehen die meisten Leute ja in die Clubs um die Musik zu hören, zumindest aus meiner Sicht, und dass sollte einfach möglich sein, ohne bestimmte Vorschriften oder Kriterien befolgen zu müssen. Außerdem habe ich gemerkt, dass man sehr viel Werbung über Mundpropaganda machen muss, damit genug Leute bescheid wissen.Das Laufpublikum fehlt einfach.

Kampus: Welche Musik legst du auf und was hörst du privat?

GordonBleu:

Privat höre ich eigentlich alles Querbeet, durch das Auflegen aber auch häufig elektronische Musik, die ich meistens mit minimalistischen Klängen gestalte. Dabei probiere ich aber, viele organische Klänge mit rein zu bringen, wie zum Beispiel Holzschlaginstrumente. Mir kommt es auch nicht auf das Genre an, sondern eher auf die Melodie. Vieles ist kombinierbar und lässt sich eigentlich gut mischen, egal ob es sich um House, Techno oder Elektro handelt. Was genau zueinander passt entscheide ich immer spontan. Wenn es mir weiterhin Spaß macht als DJ zu arbeiten, kann ich mir meine Zukunft auch eventuell hinter den Turntables vorstellen.

Muriel Wipfler und Bonnie Berendes

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