Himalayacross

Die Welt mal anders

Himalayacross

Jeder von uns träumt davon etwas Verrücktes, Außergewöhliches in seinem
Leben zu unternehmen, oder nicht?!? Eine Reise in die weite Welt, klingt doch schon mal ganz gut! Ob sich aber jeder auch traut sein alltägliches Leben zu verlassen und dieses mal ganz anders zu erleben? Julian wagte diese Herausforderung und überquerte den Himalaya mit dem Fahrrad. Es ist also wohl möglich, die Welt mal mit anderen Augen zu betrachten.

Die ersten Ideen zur Tour

Schon immer hat Julian von einer Reise geträumt. Die Tour sollte kein Rekord und auch keine Reklame werden. Sie sollte ein Beispiel für alternativeTransportmöglichkeiten ge-ben. In der heutigen Zeit der Mobilitätwollte er beweisen, dass es wohl möglich ist, 8000 Kilometer mit dem Fahrrad zu reisen. Das Erlebnis ins Unbekannte hat er mit seinem besten Freund Konstantin gewagt. Als Sohn eines Diplomaten musste Julian schon als Kind sehr oft umziehen. Drei Jahre hat er in Kolumbien gelebt. Noch vor seiner Zeit als Student an der Universität Karlsruhe machte Julian ein Praktikum in Buenos Aires. Überall wo er war, begegnete er netten Leuten und genoss die Faszination anderer Städte und verschiedener Länder. Doch Julian selbst nennt sich „heimatlos“, denn das Umzugsleben war für ihn genauso überwältigend wie schwer.

Die Einzelheiten

Die Reise über die Julian jetzt erzählt, ist eine außergewöhnliche Reise, von der er träumte und mit seinem besten Freund in Erfüllung gehen ließ. Die Einzelheiten haben die beiden sorgfältig geplant. Sie wussten, dass sie sich aufeinander verlassen können und mussten dafür sorgen, dass nichts schief ging. Die Entscheidung wohin die Reise gehen sollte, haben die beiden Freunde allerdings schnell getroffen. „Wir haben eine Weltkarte zur Hand genommen und die Entscheidung lag auch kurz danach fest. Warum nicht den Himalaya mit Fahrrädern überqueren!?!“. Die Reisevorbereitungen waren jedoch ganz schön aufwändig. Nicht zu vergessen sind die bürokratischen Hürden, die die beiden in Russland und China nehmen mussten. Außerdem war es wichtig zu entscheiden was ins Gepäck kommt – nicht zu viel und doch nichts Wichtiges vergessen.

Start in die Reise

Der Himalayacross startete also nach einem Jahr sorgfältiger Vorbereitungen mit dem Flug von Frankfurt nach Irkutsk. Von Irkutsk ging es dann weiter und die beiden genossen als Nächstes die Faszination des Baikalsees in Sibirien. Durch die Wüste Gobi, die auf dem Gebiet Chinas und der Mongolei liegt, reisten Julian und Konstantin trotz starkem Wind. „Der Wind ist das Entscheidende und wenn er sich um 180° dreht, bleibt man lieber im Zelt, als weiter zu fahren. Denn die 75 Kilometer bis zum nächsten Dorf sehen ganz anders aus, wenn der Gegenwind wie eine Wand ist“, erzählt Julian.

Immernoch unterwegs, aber schon in der Mongolei

Immernoch unterwegs, aber schon in der Mongolei

Unterwegs- ein wenig später

Die nächsten drei Monate fuhren die Jungs durch China, wobei sie auch Tibet durchquerten. Dort brauchten die beiden nicht nur eine Genehmigung, um mit den Fahrrädern durchfahren zu dürfen, sondern auch um Sehenswürdigkeiten besichtigen zu können. Das Verständigen in China ist für die beiden Freunde auch eine ganz besondere Herausforderung gewesen. „China ist so viel anders als Europa. Jetzt verstehe ich wieso die Chinesen meistens in Gruppen (unter sich) sind und was es für sie bedeutet unsere Sprache zu lernen und auf unsere Art leben zu „müssen“, erzählt Julian. Um die sprachliche Distanz zu überbrücken, benutzten die Jungs verschiedene Wörterbücher. Während der 4-wöchingen Reise durch Tibet wurden die beiden Freunde fortwährend von einem Auto begleitet, die Staatsgewalt wacht sehr genau. In Nepal trafen Julian und Konstantin endlich mal andere Westler. Das Essen dort war auch wieder bekannt und obwohl das Chinesische sehr abwechslungsreich und gesund ist, freuten sich die Jungs nach langer Zeit eine gewöhnliche Mahlzeit zu genießen. In Indien konnten sie zur Abwechslung Englisch sprechen. „Die Leute dort sind arm und dennoch ist es faszinierend wie sie das Leben genießen. Wenn man sie fragt, haben sie keine Sorgen und sind sehr offen und freundlich“, erzählt Julian.

Letzte Eindrücke und wieder Zuhause

Die Reise durch Indien war leider zu kurz und die Jungs mussten wieder nach Hause. Ihr Flug ging von Kalkuttaaus und trotz spannender Erlebnissewaren sie froh nach fünf Monaten wieder bei der Familie zu sein.

Gergana Filipova

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