Buch: Der Weiße Neger Wumbaba
Kleines Handbuch des Verhörens
Wie fühlt man sich als Fünfjähriger, wenn man fürchterliche Angst vor dem Kind im Sandkasten hat, das immer die anderen Kinder würgt, und die Mama vor dem Schlafengehen singt: „Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder gewürgt“? Wenn es doch nur schon damals gewusst hätte, dass es „geweckt“ statt „gewürgt“ heißt!
Dann wäre es wohl nicht Teil dieser überaus lustigen Sammlung von allen möglichen Verhörern geworden, gesammelt von Axel Kacke und Michael Sowa. Von „Louise the boneater“ statt „La Isla Bonita“ bis hin zum „aus den Nebeln steiget der weiße Neger Wumbaba“ anstelle von „weißer Nebel wunderbar“ behandelt das kleine Buch Verhörer und deren Folgen, berichtet, wie Menschen Lieder falsch verstehen und interpretieren. Nicht nur ein ausgeprägtes Maß an Fantasie spielt beim Verhören eine Rolle, sondern es kann auch sprachliche Missverständnisse geben. So z.B. bei Menschen, die in den 70ern zum ersten Mal nach Italien einreisten. Auf ein winkendes „Avanti“ bei der Grenzdurchfahrt brach man dann schon mal in absolute Panik aus und stellte sich mit den Händen nach oben an eine Wand. „Avanti” hat schließlich große Ähnlichkeit mit „An’d Wand hi!“! Der weiße Neger Wumbaba lässt grüßen!
Erschienen im Kunstmann Verlag
ISBN: 388-897-367-8


Am 21. December 2007 um 15:02 Uhr
dass es möglicherweise um ein gutes -was heißt das schon?- buch sich handeln kann steht in der diskussion. dennoch, und das ist das wichtigste, bleibt die frage warum die autoren ausgerechnet ein äußerst rassistisch-geladenes wort als titel ausgesucht haben. abgesehen davon, dass es somit den rassimus als ideologie im lande weiterverbreitet, nur beim titellesen geht mir sofort die lust zu kaufen, geschweige zu lesen, weg. also lieber weg mit dieser kacke von hacke (so heißt der autor!)!
Am 28. December 2007 um 16:56 Uhr
Tja, schade… Denn auch, wenn ich mir durchaus vorstellen kann, daß eine solche Verhörersammlung sehr unterhaltsam ist, ist es mir aufgrund der Rassistischen Aufmachung unmöglich, es zu kaufen.
Am 16. January 2008 um 21:01 Uhr
Für diejenigen, die es auch so sehen:
Hier kann man eine Petition unterschreiben, die sich gegen die Verwendung des Titels und der Aufmachung ausspricht.
http://www.gopetition.com/online/15829.html
Am 26. May 2008 um 18:59 Uhr
Sind wir nicht alle gleich in unseren ussrungen, ob schwarz, weiss, gelb oder grün?!
Mir gefällt das Buch!
Wer jetzt noch schreibt, ich sei ein N… und habe den bezug zur Realität verloren, ist ein Lügner! Denn er kennt mich NICHT!
Am 21. September 2008 um 17:05 Uhr
meint ihr das wirlich ernst, dass das puch verboten werden soll, nur weil das wort neger drin vorkommt?
wenn mans doch so versteht!
ich bin dann mal dafür das buch zu verbieten, schlißlich kommt dort “weißer” drin vor, das seh ich als beleidigung.
Am 17. November 2008 um 12:16 Uhr
Oh Gott, daß ist ja wieder eine herrliche Schmierenkomödie!
Die Gutmenschen dürfen endlich mal wieder in die Welt hinaustrompeten, wie sagenhaft sensibel und gut sie sind, das Gekreische und die Überwachung der Gedanken und es Vokabulars seiner Mitmenschen hat in Deutschland ja Tradtion.
Außerdem ein toller Ablaßhandel, damit keiner merkt, daß ich in Wirklichkeit noch nie einen Finger für andere krummgemacht habe.
Ich finde das Coverbild süß und liebenswert, besser als die Realität ,mit Machete oder Kalaschnikow.
Ahhh, ich höre das empörte Geschrei, es ist so herrlich, die Gutmenschen zu provozieren, damit man die Anstrengung sieht, die es kostet, mit vollgefressenem Bauch zwischen zwei caipis dauerbeleidigt zu sein,
damit alle denken, man sei Akademiker.