frei Schnabel: Ihr wisst Bescheid!

Studiengebühren! Nichts führt mehr dran vorbei, das Studieren wird teurer. Dem Studenten bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Arbeiten oder Sparen. Doch der ordentliche Student weiß: In der Arbeitszeit kann man keine schlauen Bücher lesen oder tolle Internet Recherche betreiben. Ihr wisst Bescheid, Google und so … gibt es eigentlich außer Google noch andere Suchmaschinen?


Sparen lautet die Devise. Dafür zahlt dann erst einmal die studentische Gastronomie. Die blutet dann einfach aus. Als ordentlicher Student weiß man, dass die als Bedienung verkleideten Studenten sowieso besser schlaue Bücher lesen sollten, anstatt einem den guten „Hammer 3“ zu servieren. Auch beim Bier könnte man sparen. Der ordentliche Student weiß aber, dass dies absolut nicht vertretbar wäre. Man stelle sich den ökonomischen Super-GAU vor, wenn Studenten plötzlich kein Bier mehr trinken würden. Gerade hier in Baden würde das staatliche Rothaus die Hälfte seines Marktes verlieren. Dass die Verluste aus dem Bildungsetat ausgeglichen werden müssten, ist ja klar! Hoepfner müsste seine Burg an Endemol verkaufen. „Big Brother 25 – Die Burgbrauerei“, und dazu das live im Fernsehen gebraute „Big Brother – Das Bier“ mit Sticker aller Bewohner zum Sammeln und Tauschen. Nicht zu vergessen ist der arme Rudi „Vogelbräu“ Vogel. Er müsste in wärmere Gefilde fliegen, wo der Bierkonsum noch so richtig deutsch ist. „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ – so ein Schwachsinn. Natürlich gibt es Bier auf Hawaii. In Deutschland gibt es ja schließlich auch Ananas!

Lieber weiter Bier trinken und auf unsere Buden pfeifen; es gibt ja alternative Wohnmöglichkeiten. Glückliche Besitzer des „preislich stabilen“ Studi-Tickets können ja in der S-Bahn hausen. Jedoch machen einem hier Kleingangster das Lernen und Schlafen zur Hölle: mit einem Mashup aus Berliner und US-amerikanischem Verbal-Sexismus sowie dem Krachen der Membranen ihrer Handys, die mit den „derben Ghetto Bässen“ einfach überfordert sind. Eine-Brücke-zum-drunterschlafen, das wäre fein. Das hätte auch Stil, das könnte man seinen Enkeln noch erzählen! Nur erstmal in Karlsruhe eine finden! Zum Glück gibt es Google Earth, schnell sind einige Brücken an der schönen Alb gefunden. Davon liegt leider keine an der Uni. Vielleicht sind aber auch alle Brücken in Uninähe strategisch so wichtig, dass sie in der „World according to Google“ gar nicht auftauchen dürfen. Und was sich mit Google nicht finden lässt, kann es doch eigentlich gar nicht geben, oder? Übrigens hab ich jetzt über Google meine neue Wohnung gefunden. Ich wohne jetzt in Second Life, da kann ich fliegen und sowieso ist alles viel bunter und netter. Noch dazu gibt es dort Gratis Pixel-Bier und günstigen Pixel-Sex. Da braucht man dann eigentlich auch gar nicht mehr studieren. Persönliches Wissen wird sowieso überbewertet – für was gibt’s denn Google?

Patrick Borgeat

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