Frau Dr. Elisabeth Zuber-Knost im Interview

Interview mit Frau Dr. Elisabeth Zuber-Knost, Pressesprecherin der Universität Karlsruhe zum Thema Exzellenzinitiative.

Wofür werden die Fördergelder aus der Exzellenzinitiative verwendet?

Im Antrag ist bei jeder der drei Förderlinien ein Finanzierungsplan dabei gewesen. Darin ist festgehalten, was innerhalb des Förderzeitraums von fünf Jahren mit dem Geld passieren soll und dafür muss es auch eingesetzt werden. Das Geld wird verwendet, um insgesamt neue Strukturen zu schaffen, die optimale Forschung ermöglichen. Dazu gehören die Anschaffung neuer Geräte, die Einstellung von neuem Personal und die Einrichtung neuer Professuren zur besseren Betreuung der Studis.

Kommt ein Teil des Geldes allen Studierenden zu Gute oder werden nur wenige elitäre Bereiche gefördert?

Dadurch dass die gesamten Forschungsstrukturen besser werden und viele neue Professuren eingerichtet werden, werden alle Studierenden etwas davon haben. Das KIT hat den Vorteil, dass sich mehr oder minder alle Bereiche der Universität und des Forschungzentrums darin wieder finden.

Durch die Ernennung zur „Eliteuniversität“ lockt die Fridericiana sicher noch mehr Studenten an. Wird es deshalb Aufnahmebeschränkungen bzw. Tests geben?

Ja sicher. Wir haben in dieser Richtung schon gute Erfahrungen gemacht, die wir fortsetzen möchten und vermuten, dass mehr Studierende kommen werden. Wenn wir ein qualitätsvolles Studium garantieren wollen, dann können wir auch nicht jeden aufnehmen, weil die Ausstattung nicht da ist. Die Uni bemüht sich, solche Verfahren einzusetzen, mit denen man herausfinden kann, welche die besseren Studierenden sind. Ob sie es letztlich sind, muss man dann sehen.

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Lockt die Eliteuniversität Karlsruhe auch namhafte Wissenschaftler aus dem Ausland an?

Die „School of Optics and Photonics“ gibt es in Deutschland sonst nirgendwo. Insofern ist das ein Alleinstellungsmerkmal, das für ausländische Wissenschaftler interessant werden wird. Im Rahmen des KIT an einem Projekt mit zu wirken, das bundesweit auch einzigartig ist, ist ebenso interessant. Denn wenn es zu einer Fusion mit dem Forschungszentrum kommt, können wir von den Größenverhältnissen mit einer amerikanischen Universität konkurrieren. Das bezieht sich sowohl auf die Personalausstattung, als auch auf den Etat. Damit ist man automatisch attraktiver.

Wird sich der Status „Elitestudent“ positiv auf die Berufschancen der zukünftigen Absolventen auswirken?

Das ist schwer zu sagen. Ich denke, dass die Entscheider in der Wirtschaft wissen, dass wir jetzt gute Studis aussuchen, ein gutes Betreuungsverhältnis haben, natürlich auch im Wettbewerb gute Professorinnen und Professoren suchen und sich das dann insgesamt auf die Qualität der Ausbildung auswirkt. Doch seriöse Aussagen kann man darüber noch nicht machen.

Hat die Exzellenzinitiatve langfristig Erfolg?

Man wir es sich politisch nicht leisten können, viel Geld in die Universitäten rein zu pumpen und dann hinterher zu sagen, „das war’s“. Aber es ist alles noch offen.

Sarah Breuer und Sandra Gäckle

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Eine Reaktion zu “Frau Dr. Elisabeth Zuber-Knost im Interview”

  1. Hans Goltz

    Sehr geehrte Damen und Herren, nach Auskunft einer Kunding hat Fr. Dr. Elisabeth Zuber entweder im Fernsehen oder Rundfunkg eine Sendung über Auen (Maxburg?) gehalten, der nach Auskunft unserer Kunden auch als Buch erschienen ist. Können sie uns hoffentlich weiterhelfen, bzw. meine Anfrage an Frau Dr. Zuber weiterleiten.

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